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Campus Viva Service GmbH

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Münchner Str. 16, 85774 Unterföhring, Deutschland
Immobilienbüro
4.2 (28 Bewertungen)

Die Campus Viva Service GmbH mit Sitz in Unterföhring hat sich auf dem angespannten Münchner Wohnungsmarkt als Anbieter von spezialisierten Wohnlösungen für Studierende positioniert. Das Unternehmen verspricht, mit seinen möblierten Apartments eine moderne und unkomplizierte Antwort auf die hohe Nachfrage nach Studentenwohnungen zu geben. Das Konzept zielt darauf ab, Studierenden den Einstieg in das Stadtleben zu erleichtern, indem es voll ausgestattete Wohneinheiten anbietet. Doch während die Fassade modern und das Versprechen verlockend ist, zeichnen die Erfahrungen ehemaliger Mieter ein gespaltenes Bild, das potenzielle Kunden sorgfältig abwägen sollten.

Das Angebot: Funktionalität trifft auf Gemeinschaft

Auf den ersten Blick bietet Campus Viva viele Vorzüge, die besonders für junge Menschen und deren Eltern attraktiv sind. Die Apartments werden als funktional eingerichtet beschrieben, oft mit eigener Küche und eigenem Bad ausgestattet. Dies bietet ein Maß an Privatsphäre und Autonomie, das in klassischen Studenten-WGs nicht immer gegeben ist. Ein ehemaliger Bewohner hebt positiv hervor, dass man "alles hat, was man braucht". Zudem wirbt das Unternehmen mit Gemeinschaftsräumen, die das soziale Miteinander fördern sollen, darunter Lounges, Gemeinschaftsküchen und sogar Fitnessbereiche. Für viele, die neu in der Stadt sind, kann dies eine wichtige Stütze sein. Die Immobilienverwaltung scheint zudem den Prozess des Immobilien mietens anfangs unkompliziert zu gestalten, was für internationale Studierende oder solche, die aus der Ferne suchen, ein entscheidender Vorteil ist.

Die Realität nach Vertragsunterzeichnung: Ein Blick auf die Kritikpunkte

Trotz der positiven Aspekte des Konzepts überwiegen in den öffentlichen Bewertungen die kritischen Stimmen, die ein Muster an wiederkehrenden Problemen aufzeigen. Die durchschnittliche Bewertung des Unternehmens ist auffallend niedrig und deutet auf tiefgreifende Mängel hin, die weit über Einzelfälle hinauszugehen scheinen. Zukünftige Mieter sollten diese Aspekte genau prüfen, bevor sie einen Mietvertrag unterzeichnen.

Kommunikation und Kundenservice: Eine deutliche Diskrepanz

Ein zentraler und häufig genannter Kritikpunkt ist der Kundenservice. Mehrere ehemalige Mieter berichten von einer drastischen Verschlechterung der Kommunikation, sobald der Vertrag unterschrieben ist. Eine Nutzerin beschreibt den Umgang als "Zähneziehen". E-Mails bleiben unbeantwortet, und bei telefonischen Anfragen wird man an Mitarbeiter verwiesen, die scheinbar nie erreichbar sind. Ein anderer Fall schildert einen "sehr heftigen Tonfall" einer Mitarbeiterin am Telefon. Diese Erfahrungen deuten auf eine mangelnde Wertschätzung der Mieter nach Vertragsabschluss hin und stehen im starken Kontrast zum professionellen Auftreten während der Anwerbephase. Ein solch unzuverlässiger Service kann bei dringenden Anliegen, wie Reparaturen oder administrativen Fragen, zu erheblichem Frust führen.

Die Mietkaution: Ein ernstes und wiederkehrendes Problem

Der wohl gravierendste Vorwurf, der sich durch zahlreiche Bewertungen zieht, betrifft die Rückzahlung der Mietkaution. Das deutsche Mietrecht sieht eine Frist von in der Regel bis zu sechs Monaten für die Prüfung und Rückzahlung der Kaution vor. Berichte von ehemaligen Mietern legen jedoch nahe, dass diese Frist von der Campus Viva Service GmbH systematisch bis zum Äußersten ausgereizt und sogar überschritten wird. Ein Mieter wartete nach eigenen Angaben sieben Monate auf die Rückzahlung von rund 2.000 Euro und musste eine offizielle Mahnung schicken – ohne Erfolg. Eine andere Mieterin bestätigt, dass es die vollen sechs Monate dauerte und die Kommunikation während dieser Zeit von ignorierten E-Mails und leeren Versprechungen geprägt war. Diese Vorgehensweise ist nicht nur rechtlich bedenklich, sondern bringt junge Menschen in eine finanziell prekäre Lage, da sie auf das Geld für die Kaution ihrer nächsten Mietwohnung angewiesen sind. Dieses Verhalten hat dem Unternehmen den Vorwurf der Unzuverlässigkeit eingebracht.

Preis-Leistungs-Verhältnis und Zustand der Immobilien

Die Mieten bei Campus Viva werden als hoch beschrieben, was in einer Stadt wie München zunächst nicht überrascht. Allerdings stellen viele das Preis-Leistungs-Verhältnis infrage, wenn die versprochene Qualität nicht geliefert wird. So berichtet ein Mieter, der eine Erstbezugswohnung bewohnte, von Anfang an von Mängeln wie defekten Türklinken, Duschköpfen und sogar Wasserschäden im Gebäude. Eine andere Mieterin fand ihre Wohnung bei Einzug ungestrichen vor. Solche Zustände sind bei einer Premium-Miete nicht akzeptabel. Hinzu kommt ein Detail im Mietvertrag, das für langfristige Mieter relevant ist: die sogenannte Staffelmiete. Ein ehemaliger Bewohner erwähnt eine jährliche Mieterhöhung von 10 Euro, die vertraglich festgelegt war. Dies bedeutet eine planmäßige, automatische Steigerung der Wohnkosten, die in die persönliche Finanzplanung einkalkuliert werden muss. Der Eindruck eines hochwertigen "Studentencampus" wird ebenfalls infrage gestellt, wenn Gemeinschaftsbereiche als "sehr alt" beschrieben werden und kaum genutzt werden.

Fazit: Bequemes Konzept mit erheblichen Risiken

Die Campus Viva Service GmbH bietet auf dem Papier eine attraktive Lösung für den herausfordernden Münchner Wohnungsmarkt für Studierende. Die Idee, voll möblierte Studentenwohnungen mit Gemeinschaftsflair anzubieten, ist zeitgemäß und entspricht den Bedürfnissen vieler junger Leute. Der unkomplizierte Anmietungsprozess ist ein klares Plus.

Potenzielle Mieter müssen diesen Komfort jedoch gegen die gut dokumentierten und schwerwiegenden Nachteile abwägen. Die wiederkehrenden Probleme mit der Kautionsrückzahlung, der mangelhafte Kundenservice nach Vertragsabschluss und die Diskrepanz zwischen hohem Preis und teils mangelhaftem Zustand der Immobilie sind erhebliche Risiken. Wer sich für Campus Viva als Immobilienmakler und Verwalter entscheidet, sollte sich auf mögliche Auseinandersetzungen einstellen. Es ist ratsam, jegliche Kommunikation schriftlich zu führen, den Zustand der Wohnung bei Ein- und Auszug penibel zu dokumentieren und sich über seine Rechte als Mieter genau zu informieren. Letztendlich bleibt die Entscheidung eine persönliche Abwägung zwischen dem Wunsch nach einer schnellen Wohnlösung und der Bereitschaft, sich potenziell mit einem schwierigen Vermieter auseinanderzusetzen.

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