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Freytag & v. d. Linde Objekte GmbH & Co.KG

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Schützenweg 46, 26129 Oldenburg, Deutschland
Immobilienbüro
5.8 (37 Bewertungen)

Freytag & v. d. Linde Objekte GmbH & Co.KG, ansässig im Schützenweg 46 in Oldenburg, ist ein etablierter Akteur auf dem lokalen Immobilienmarkt. Das Unternehmen agiert nicht nur als klassische Hausverwaltung, sondern auch als Bauträger und Generalunternehmer, was eine tiefgreifende Expertise im gesamten Lebenszyklus einer Immobilie suggeriert. Auf der eigenen Webseite beschreibt sich das Unternehmen als traditionell, familiär und als „Macher“, der lieber Leistungen als große Worte in den Vordergrund stellt. Diese Selbstdarstellung steht jedoch im Kontrast zu einem sehr gemischten Bild, das sich aus den öffentlichen Bewertungen von Mietern ergibt. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 2,9 von 5 Sternen bei 20 Rezensionen wird deutlich, dass die Erfahrungen mit diesem Unternehmen stark polarisieren.

Positive Aspekte und Stärken der Verwaltung

Trotz der kritischen Gesamtbewertung gibt es eine beachtliche Anzahl von Mietern, die überaus positive Erfahrungen mit Freytag & v. d. Linde gemacht haben. Ein wiederkehrendes Lob betrifft die Effizienz bei bestimmten Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten. So berichtet ein Mieter von einem Problem mit einer Starkstromleitung, das nach der Meldung beim Hausmeister innerhalb von nur fünf Tagen behoben wurde. Dies spricht für eine funktionierende Infrastruktur und reaktionsschnelle Handwerkerkontakte, zumindest in Einzelfällen. Solche schnellen Lösungen sind ein entscheidender Faktor für die Wohnqualität und den Werterhalt der Immobilie.

Ein weiterer Pluspunkt, der von Mietern hervorgehoben wird, ist die menschliche und entgegenkommende Haltung der Verwaltung in besonderen Lebenslagen. Eine Mieterin schildert, wie das Unternehmen ihr vor mehreren Jahren in einer familiär schwierigen Situation unkompliziert und schnell zu einer Wohnung verhalf. Was ursprünglich als Übergangslösung gedacht war, entwickelte sich zu einem langfristigen und geschätzten Zuhause. Dies deutet darauf hin, dass die Mitarbeiter in der Lage sind, flexibel und empathisch auf die Bedürfnisse potenzieller Mieter einzugehen.

Auch die Wohnsituation in den verwalteten Objekten wird teilweise als sehr gut beschrieben. Trotz der Unterbringung in einem größeren Wohnkomplex mit sieben Stockwerken wird von einer bemerkenswerten Ruhe und Sauberkeit berichtet. Dies zeigt, dass die Verwaltung in einigen ihrer Objekte erfolgreich für ein angenehmes Wohnumfeld sorgt. Eine weitere positive Stimme, wenn auch aus einer anderen Stadt (Bückeburg), unterstreicht die Wichtigkeit der Kommunikation nach dem Motto „Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden“ und zeigt sich mit der Betreuung durch das Unternehmen zufrieden. Dies legt nahe, dass eine proaktive und klare Kommunikation seitens der Mieter zu zufriedenstellenden Ergebnissen führen kann.

Schwerwiegende Mängel und Kritikpunkte

Dem positiven Feedback steht eine Reihe von schwerwiegenden Kritikpunkten gegenüber, die potenzielle Kunden unbedingt berücksichtigen sollten. Das am häufigsten genannte und gravierendste Problem ist die mangelhafte oder gänzlich fehlende Kommunikation seitens der Immobilienverwaltung. Mehrere Mieter berichten von einer frustrierenden Funkstille. Anfragen per E-Mail, Telefon oder sogar per Brief bleiben unbeantwortet. Dieses Verhalten wird als hochgradig unprofessionell empfunden und führt dazu, dass sich Mieter mit ihren Problemen alleingelassen fühlen.

Diese Kommunikationsprobleme scheinen mit einer erheblichen Vernachlässigung der Instandhaltung in einigen Objekten einherzugehen. Eine besonders detaillierte Schilderung zeichnet ein alarmierendes Bild: Eine Familie lebte zwei Jahre lang mit einer defekten Heizung im Schlafzimmer, was zu Temperaturen von maximal 14 Grad Celsius und schließlich zu Schimmelbildung führte. Eine solche Situation stellt nicht nur eine massive Beeinträchtigung der Lebensqualität dar, sondern auch ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko. Laut der Bewertung wurden trotz Einschaltung des Mieterschutzbundes und angeblicher Beauftragung von Handwerkern keine Maßnahmen ergriffen. Hinzu kamen weitere Mängel wie eine seit Monaten defekte Klingelanlage, unisoliert gebliebene Rollladenkästen und nicht eingehaltene Versprechen bezüglich des Austauschs alter Fenster. Ein derartiger Zustand steht im direkten Widerspruch zu den Pflichten, die ein Mietvertrag für den Vermieter vorsieht.

Zustand der Gemeinschaftsbereiche und Mietpreise

Die Kritik erstreckt sich auch auf die Verwaltung der Gemeinschaftsbereiche. Es gibt Berichte über verschmutzte Hausflure und Treppengeländer, desolate Müllhäuschen und die Nichteinhaltung von Ruhezeiten, wobei Beschwerden ignoriert werden. Unangemessenes Verhalten einzelner Mieter, wie das Erbrechen im Eingangsbereich, scheint ohne Konsequenzen zu bleiben. Eine effektive Hausverwaltung sollte hier regulierend eingreifen, um ein friedliches und sauberes Zusammenleben aller Parteien zu gewährleisten.

Auch die Preisgestaltung wird kritisch gesehen. Während ein Mieter die Mieten als für Oldenburg normal empfindet, berichtet eine andere Partei von deutlichen Mieterhöhungen im Zuge der „Energiekrise“, die erst nach einer Beratung beim Mieterschutzbund angefochten wurden. Dies deutet darauf hin, dass Mieter die Angemessenheit von Erhöhungen und der Nebenkostenabrechnung genau prüfen sollten.

Fazit für potenzielle Mieter und Kunden

Die Freytag & v. d. Linde Objekte GmbH & Co.KG präsentiert sich als ein Unternehmen mit zwei Gesichtern. Auf der einen Seite stehen Berichte über schnelle, unkomplizierte Hilfe und zufriedene Langzeitmieter. Auf der anderen Seite stehen alarmierende Schilderungen von schwerwiegender Vernachlässigung, Ignoranz gegenüber Mietern und gesundheitsgefährdenden Mängeln in den Wohnungen. Die Diskrepanz zwischen dem eigenen Leitbild, das Engagement und Geradlinigkeit verspricht, und der erlebten Realität einiger Mieter ist erheblich.

Für jemanden, der eine Mietwohnung in Oldenburg sucht, bedeutet dies ein gewisses Risiko. Die Erfahrung scheint stark vom jeweiligen Objekt, dem zuständigen Hausmeister oder dem Sachbearbeiter in der Verwaltung abzuhängen. Wer eine Wohnung mieten möchte, sollte daher eine gründliche Due Diligence betreiben. Es ist ratsam, vor Abschluss eines Mietvertrages das Gespräch mit aktuellen Bewohnern des Hauses zu suchen, um sich ein unverfälschtes Bild von der Situation vor Ort zu machen. Angesichts der dokumentierten Kommunikationsprobleme ist es zudem essenziell, jegliche Korrespondenz, insbesondere Mängelmeldungen, nachweisbar (z.B. per Einschreiben) zu führen. Während man das Glück haben kann, an einen engagierten Verwalter zu geraten, wiegen die Berichte über unbeheizte, schimmelnde Wohnungen und die komplette Nichterreichbarkeit der Verwaltung schwer und sollten bei der Entscheidung für diesen Immobilienmakler und -verwalter nicht ignoriert werden.

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