Startseite / Immobilienagenturen / LEG Wohnen NRW GmbH, NL Nord, Mieterbüro Oldenburg
LEG Wohnen NRW GmbH, NL Nord, Mieterbüro Oldenburg

LEG Wohnen NRW GmbH, NL Nord, Mieterbüro Oldenburg

Zurück
Käthe-Kollwitz-Straße 7, 26127 Oldenburg, Deutschland
Immobilienbüro
3.4 (59 Bewertungen)

Die LEG Wohnen NRW GmbH ist als eine der führenden börsennotierten Wohnungsgesellschaften in Deutschland ein Schwergewicht auf dem Immobilienmarkt. Mit einem Portfolio von rund 172.000 Mietwohnungen und etwa 500.000 Bewohnern ist das Unternehmen ein zentraler Akteur, insbesondere in seinem Kernland Nordrhein-Westfalen, aber auch an anderen Standorten in Westdeutschland. Einer dieser Standorte ist Oldenburg, wo das Unternehmen in der Käthe-Kollwitz-Straße 7 ein Mieterbüro als lokale Anlaufstelle für seine Kunden unterhält. Auf der Unternehmenswebsite wirbt die LEG mit dem Versprechen von „gutem Wohnraum zu einem fairen Preis“ und betont, wie wichtig die Zufriedenheit der Mieter sei. Die Realität vor Ort scheint jedoch, basierend auf einer erdrückenden Anzahl an Erfahrungsberichten von Mietern, ein völlig anderes Bild zu zeichnen.

Ein kritisches Porträt: Das Mieterbüro in Oldenburg

Das Mieterbüro in Oldenburg, das als direkte Schnittstelle zwischen Mietern und der Immobilienverwaltung dienen soll, steht im Zentrum der Kritik. Ein erster Blick auf die Rahmenbedingungen offenbart bereits erhebliche Hürden für eine effektive Mieterbetreuung. Die Öffnungszeiten sind mit nur einem einzigen Tag pro Woche, mittwochs von 10:00 bis 13:00 Uhr, extrem eingeschränkt. Für berufstätige Mieter oder bei dringenden Problemen stellt diese minimale Erreichbarkeit eine massive Barriere dar. Diese strukturelle Schwäche wird durch die in Online-Bewertungen geäußerten Erfahrungen untermauert, die ein verheerendes Gesamturteil von nur 1,7 von 5 Sternen ergeben. Es handelt sich hierbei nicht um vereinzelte negative Stimmen, sondern um ein konsistentes Muster gravierender Mängel.

Probleme bei der Instandhaltung und Wohnqualität

Ein zentraler und wiederkehrender Kritikpunkt ist der desaströse Zustand vieler Mietwohnungen und der gesamten Wohnanlagen. Mieter berichten von einer ganzen Reihe schwerwiegender Baumängel, die über bloße Schönheitsfehler weit hinausgehen und die Gesundheit der Bewohner gefährden können.

  • Schimmelbefall und Feuchtigkeit: Berichte über Wohnungen, die „voll mit Schimmel“ sind, sind alarmierend. Ein Mieter schildert, dass das Dach undicht sei und es hereinregne, was zwangsläufig zu Schimmelbildung führt. Besonders brisant ist die Information, dass trotz eines Gutachtens, das die Notwendigkeit einer Dachsanierung bestätigte, stattdessen eine 5G-Antenne auf dem maroden Dach installiert werden soll. Dies wirft ernsthafte Fragen zur Prioritätensetzung der Hausverwaltung auf.
  • Langjährige Mängel ohne Behebung: Die Schilderungen zeugen von einer extremen Vernachlässigung der Instandhaltung. Ein Keller, der seit zwei Jahren unter Wasser steht, und Fenster, die seit vier Jahren undicht sind und trotz mehrfacher Handwerkerbesuche nicht repariert wurden, sind keine Seltenheit. Solche Zustände sind für die betroffenen Mieter unzumutbar und führen zu einer erheblichen Minderung der Lebensqualität.
  • Ignorierte Reparaturanfragen: Selbst nach Sanierungsarbeiten scheinen einfache Nachbesserungen zu einem unüberwindbaren Problem zu werden. Ein Mieter wartet seit rund einem Jahr auf die Wiederanbringung einer Steckdose auf dem Balkon. Diese Beispiele verdeutlichen eine systematische Ignoranz gegenüber den Anliegen der Mieter.

Diese massiven Mängel bei der Wartung und Reparatur stehen im krassen Gegensatz zu den Pflichten, die eine professionelle Immobilienverwaltung hat, und beeinträchtigen den Wert und die Nutzbarkeit der vermieteten Objekte erheblich.

Das Wohnumfeld: Verwahrlosung und mangelnde Sauberkeit

Neben den Problemen innerhalb der Wohnungen wird auch das äußere Erscheinungsbild der Wohnanlagen scharf kritisiert. Ein Mieter beschreibt das Gefühl, permanent „wie auf einer Müllhalde“ zu leben. Überall liegender Müll und Sperrmüll prägen das Bild und führen dazu, dass Bewohner sich schämen, Besuch zu empfangen. Die Verantwortung wird dabei sowohl bei undisziplinierten Nachbarn als auch bei der LEG selbst gesehen, die sich anscheinend nicht ausreichend um die Beseitigung des Unrats kümmert. Berichten zufolge bleiben Müllhaufen oft wochen- oder sogar monatelang liegen. Auch hier zeigt sich, dass Meldungen im Servicebüro oft „ohne jegliche Reaktion verpuffen“. Selbst durchgeführte Sanierungen verlieren an Wert, wenn das Umfeld, wie ein Mieter es drastisch formuliert, „aussieht wie eine Müllkippe in Bangladesch“.

Kommunikation und Kundenservice: Ein Dialog, der nicht stattfindet

Die vielleicht größte Enttäuschung für viele Mieter ist die Erfahrung, von der LEG nicht ernst genommen zu werden. Die extrem begrenzten Öffnungszeiten des Mieterbüros sind nur die Spitze des Eisbergs. Mieter klagen darüber, dass sie Problemen „ständig hinterher sein“ müssen und sich die Verwaltung nicht wirklich kümmert. Anstatt Verantwortung zu übernehmen, wird die Schuld oft auf die Mieter abgewälzt, beispielsweise bei Schimmelbefall. Das Warten auf einen von der LEG angekündigten Gutachter, der über ein Jahr lang nicht erscheint, ist ein weiteres Beispiel für die mangelhafte Organisation und die fehlende Wertschätzung gegenüber den Mietern. Während das Unternehmen auf seiner Webseite digitale Services wie eine Mieter-App und einen Rückrufservice anbietet, scheint die Umsetzung in der Praxis, zumindest in Oldenburg, nicht zu funktionieren.

Was können potenzielle Mietinteressenten erwarten?

Für Personen, die auf der Suche nach einer Wohnung zum Mieten in Oldenburg sind und auf Angebote der LEG stoßen, ist höchste Vorsicht geboten. Die Diskrepanz zwischen dem professionellen Online-Auftritt und den realen Mieterfahrungen ist erheblich. Es ist zwar positiv, dass das Unternehmen in Sanierungen investiert, doch die Berichte deuten darauf hin, dass dies nicht mit einer Verbesserung der grundlegenden Probleme in der Verwaltung und Mieterbetreuung einhergeht.

Interessenten sollten sich nicht allein von renovierten Innenräumen blenden lassen. Eine gründliche Prüfung des gesamten Gebäudes und des Wohnumfelds ist unerlässlich. Achten Sie auf Sauberkeit in den Gemeinschaftsbereichen wie Treppenhäusern und Kellern sowie auf den Zustand der Außenanlagen. Das Gespräch mit aktuellen Mietern kann unschätzbare Einblicke in die Realität des Wohnens bei der LEG geben. Fragen Sie gezielt nach Erfahrungen mit Reparaturanfragen und der allgemeinen Erreichbarkeit der Verwaltung. Ein kritischer Blick auf die Nebenkostenabrechnung und die darin enthaltenen Posten für Müllbeseitigung oder Hausmeisterdienste könnte ebenfalls aufschlussreich sein.

Fazit: Ein Vermieter mit zwei Gesichtern

Die LEG Wohnen NRW GmbH in Oldenburg hinterlässt ein zutiefst zwiespältiges Bild. Auf der einen Seite steht ein großes, börsennotiertes Unternehmen, das in seinen Immobilienbestand investiert und sich nach außen hin serviceorientiert gibt. Auf der anderen Seite steht eine überwältigende Anzahl an Berichten von Mietern, die von massiven Mängeln, Verwahrlosung und einer als ignorant empfundenen Verwaltung zeugen. Das lokale Mieterbüro scheint seine Funktion als effektive Anlaufstelle nicht zu erfüllen.

Für den Immobilienmarkt in Oldenburg ist die LEG ein bedeutender Anbieter von Wohnraum. Potenzielle Kunden sollten jedoch die zahlreichen und schwerwiegenden Warnsignale ernst nehmen. Wer einen Mietvertrag mit der LEG in Erwägung zieht, muss sich auf mögliche Auseinandersetzungen bezüglich Instandhaltung und Service einstellen. Eine sorgfältige Immobilienbewertung aus Mietersicht ist vor der Unterzeichnung unerlässlich.

Weitere Geschäfte, die Sie interessieren könnten

Alle anzeigen