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Immobilien Freistaat Bayern

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Lazarettstraße 67, 80636 München, Deutschland
Immobilienbüro
8.2 (18 Bewertungen)

Die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY), ansässig in der Lazarettstraße 67 in München-Neuhausen-Nymphenburg, ist eine Institution, die im Immobilienmarkt eine besondere Rolle einnimmt. Anders als ein klassischer Immobilienmakler handelt es sich hierbei um einen kaufmännisch eingerichteten Staatsbetrieb, der für die Verwaltung des gesamten Immobilienvermögens des Freistaates Bayern zuständig ist. Diese grundlegende Unterscheidung ist entscheidend für jeden, der mit der IMBY in Kontakt tritt, sei es als potenzieller Käufer, Mieter oder in anderen rechtlichen Angelegenheiten wie dem Erbbaurecht.

Aufgaben und Portfolio: Ein staatlicher Gigant im Immobilienmanagement

Die Kernaufgabe der Immobilien Freistaat Bayern ist das ressortübergreifende Immobilienmanagement für den Freistaat. Dies umfasst eine enorme Bandbreite an Tätigkeiten: den An- und Verkauf von Grundstücken, den Abschluss von Miet- und Pachtverträgen sowie das gesamte Flächenmanagement des staatlichen Bestandes. Das Portfolio ist entsprechend riesig und vielfältig. Es reicht von nicht mehr benötigten Verwaltungsgebäuden über landwirtschaftliche Flächen und Forsten bis hin zu Immobilien, die der Staat durch Erbschaft erhält. Für potenzielle Kunden bedeutet dies, dass die IMBY Zugang zu Objekten bieten kann, die auf dem freien Markt selten zu finden sind. Die Angebote werden in der Regel öffentlich ausgeschrieben, um Transparenz und Gleichbehandlung zu gewährleisten.

Die IMBY agiert als zentraler Dienstleister für staatliche Behörden, stellt diesen bedarfsgerecht Räumlichkeiten zur Verfügung und unterstützt sie bei allen immobilienbezogenen Fragen. Gleichzeitig wendet sie sich mit ihren Immobilienangeboten aber auch gezielt an Kommunen, die Wirtschaft und Privatpersonen. Wer also auf der Suche nach einem Grundstück zum Kaufen ist oder spezielle Gewerbeimmobilien sucht, könnte im Portfolio des Freistaates fündig werden. Die Verwaltung der Fischerei- und Bergrechte gehört ebenfalls zu den weniger bekannten, aber wichtigen Aufgabenbereichen dieser Institution.

Der Umgang mit dem Erbbaurecht: Eine besondere Herausforderung

Ein spezieller und oft komplexer Bereich, in dem die Immobilien Freistaat Bayern eine wesentliche Rolle spielt, ist das Erbbaurecht. Hierbei wird ein Grundstück nicht verkauft, sondern das Recht verliehen, darauf für einen langen Zeitraum (oft 50 bis 99 Jahre) ein Gebäude zu errichten und zu unterhalten. Dafür wird ein jährlicher Erbbauzins fällig. Die IMBY verwaltet zahlreiche solcher Verträge, bei denen der Freistaat Bayern als Grundstückseigentümer und Erbbaurechtsgeber auftritt. Für Erbbauberechtigte ist die IMBY somit der zentrale Ansprechpartner für Vertragsverlängerungen, Anpassungen oder die Rückgabe des Gebäudes am Ende der Laufzeit.

Gerade in diesem Kontext wird jedoch auch Kritik laut. Aus Kundenerfahrungen geht hervor, dass die Abwicklung solcher Vorgänge mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden sein kann. Ein Erfahrungsbericht schildert den Prozess der Rückgabe eines Erbbaurechts-Gebäudes als außerordentlich langwierig und nervenaufreibend. Der gesamte Vorgang, von der ersten Ankündigung bis zum endgültigen Vollzug, habe in diesem Fall ein Dreivierteljahr in Anspruch genommen. Solche Zeiträume sind in der schnelllebigen privaten Immobilienwirtschaft unüblich und können für die Betroffenen eine große Belastung darstellen.

Die Kundenerfahrung: Zwischen staatlicher Autorität und Dienstleistung

Die Wahrnehmung der Immobilien Freistaat Bayern durch Kunden ist gespalten und stark von der Erwartungshaltung geprägt. Wer schnelle, flexible und kundenorientierte Dienstleistungen wie bei einem privaten Immobilienmakler in München erwartet, wird möglicherweise enttäuscht. Die Rückmeldungen deuten auf einen deutlichen Kontrast hin. Während die rechtliche Unangreifbarkeit und das Handeln im öffentlichen Interesse positiv anerkannt werden, gibt es erhebliche Kritik an der Art und Weise der Kommunikation und der Prozessabwicklung.

Kritikpunkte aus der Praxis: Bürokratie und Kommunikation

In detaillierten Schilderungen wird von einem als unangenehm empfundenen Verhandlungsstil der zuständigen Sachbearbeiter berichtet. Kunden fühlten sich als Störfaktor behandelt und hatten den Eindruck, dass Anfragen genervt aufgenommen wurden. Es wird ein starkes Machtgefälle beschrieben, bei dem die Institution mit „langem Hebel“ agiere und sich strikt an Paragraphen orientiere, ohne Flexibilität zu zeigen. Diese Mischung aus gefühltem Machtbewusstsein und einem als „biederes Beamtentum“ beschriebenen Verhalten wird als ineffizient und unsympathisch kritisiert. Die zentrale Warnung lautet, nicht zu erwarten, als Gegenüber auf Augenhöhe behandelt zu werden. Dieser Punkt ist für potenzielle Kunden essenziell: Man interagiert nicht mit einem Verkäufer, sondern mit einer Verwaltungsbehörde, deren primäres Ziel die korrekte Abwicklung nach staatlichen Vorgaben ist, nicht zwangsläufig die Zufriedenheit des einzelnen Kunden.

Physischer Eindruck und Erreichbarkeit

Auch das Bürogebäude in der Lazarettstraße selbst spiegelt diesen Eindruck wider. Es wird als „in die Jahre gekommen“ und sanierungsbedürftig beschrieben – ein reines, funktionales Bürogebäude ohne besondere Ausstrahlung. Dies mag ein oberflächlicher Punkt sein, trägt aber zum Gesamtbild einer eher behäbigen, traditionellen Verwaltung bei. Positiv hervorzuheben ist jedoch die barrierefreie Zugänglichkeit des Gebäudes, was die Erreichbarkeit für alle Bürger sicherstellt.

Fazit: Für wen ist die Immobilien Freistaat Bayern der richtige Partner?

Die Immobilien Freistaat Bayern ist kein gewöhnlicher Akteur auf dem Immobilienmarkt. Ihre Stärke liegt in der Verwaltung eines einzigartigen und riesigen Portfolios an Staatsimmobilien und der rechtssicheren Abwicklung von Transaktionen im öffentlichen Interesse. Wer ein spezielles Grundstück sucht oder eine Immobilie erwerben möchte, die ehemals staatlich genutzt wurde, findet hier einen verlässlichen und transparenten Partner. Die Verfahren sind klar geregelt und folgen haushaltsrechtlichen Vorgaben, was Willkür ausschließt.

Allerdings müssen sich potenzielle Kunden auf die Besonderheiten einer staatlichen Behörde einstellen. Die Prozesse können langwierig, die Kommunikation formell und die Flexibilität gering sein. Die in Erfahrungsberichten beschriebene Bürokratie und der als distanziert empfundene Umgang sind keine Seltenheit im Verwaltungsumfeld. Wer plant, ein Haus zu kaufen oder eine Wohnung zu mieten, die von der IMBY angeboten wird, sollte Geduld mitbringen und die Kommunikation präzise und schriftlich führen. Insbesondere bei komplexen Themen wie dem Erbbaurecht ist es ratsam, sich auf lange Bearbeitungszeiten einzustellen und gegebenenfalls rechtlichen Beistand hinzuzuziehen. Die IMBY ist eine Institution, die nach ihren eigenen, staatlich vorgegebenen Regeln spielt – wer dies versteht und akzeptiert, kann von ihrem einzigartigen Angebot profitieren.

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