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ABAS Soziales Wohnen u. Verwaltungs GmbH

ABAS Soziales Wohnen u. Verwaltungs GmbH

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Storkower Str. 114, 10407 Berlin, Deutschland
Immobilienbüro
6.8 (24 Bewertungen)

Die ABAS Soziales Wohnen u. Verwaltungs GmbH in der Storkower Straße 114 im Berliner Bezirk Pankow ist keine gewöhnliche Immobilienagentur. Ihr Name verrät bereits die Spezialisierung: Hier geht es nicht um die Vermittlung von Luxusappartements oder Einfamilienhäusern, sondern um soziales Wohnen und die Verwaltung von Wohnraum für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Diese Ausrichtung macht das Unternehmen zu einem wichtigen, aber auch kontrovers diskutierten Akteur auf dem angespannten Berliner Wohnungsmarkt.

Ein soziales Auffangnetz mit 24/7-Verfügbarkeit

Das hervorstechendste Merkmal der ABAS GmbH ist ihr Auftrag, Menschen eine Unterkunft zu bieten, die auf dem regulären Markt kaum eine Chance hätten. Eine der wenigen positiven Bewertungen fasst diesen Kern zusammen: Es handelt sich um eine „Immo Firma. Mit Wohnhaus für Menschen in Problemlagen“. Dieser Dienst ist von unschätzbarem Wert in einer Metropole wie Berlin, in der die Wohnungssuche für viele zur existenziellen Herausforderung wird. Für Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind, stellt ein Angebot wie das der ABAS eine letzte Rettungsleine dar. Eine Rezensentin bringt es auf den Punkt: „Besser als auf der Straße zu sein.“

Ein weiterer, auf den ersten Blick beeindruckender Aspekt sind die angegebenen Öffnungszeiten: 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Dies suggeriert eine ständige Erreichbarkeit und Betreuung, was für die Zielgruppe, die oft mit akuten Krisen konfrontiert ist, essenziell sein kann. Diese permanente Verfügbarkeit hebt die ABAS deutlich von einer typischen Hausverwaltung ab und unterstreicht den betreuten Charakter des Wohnprojekts. In der Theorie bietet das Unternehmen also nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch einen Rahmen der permanenten Ansprechbarkeit.

Die Schattenseiten: Kritische Einblicke in den Alltag

Trotz des wichtigen sozialen Auftrags zeichnen die verfügbaren Erfahrungsberichte ein überwiegend negatives Bild. Die Kritikpunkte sind vielfältig und gravierend und betreffen sowohl den Zustand der Immobilie als auch das soziale Klima und die Qualität der Verwaltung. Potenzielle Klienten sollten diese Aspekte genau abwägen.

Zustand des Gebäudes und Wohnumfeld

Ein wiederkehrender Kritikpunkt ist der bauliche Zustand des Wohnhauses in der Storkower Straße. Ein Nutzer beschreibt die Fassade als „ziemlich in die Jahre gekommen“ und „bröckelnd“. Dies deutet auf einen möglichen Instandhaltungsstau hin, der die Wohnqualität erheblich beeinträchtigen kann. Eine mangelhafte Bausubstanz wirft Fragen bezüglich der langfristigen Immobilienbewertung und der Prioritäten der Verwaltung auf.

Noch schwerwiegender sind die Schilderungen des sozialen Umfelds. Es wird von Alkoholkonsum vor dem Haus berichtet, was eine Atmosphäre der Verwahrlosung schaffen kann. Weitaus alarmierender sind jedoch die Vorwürfe eines ehemaligen Bewohners, der von über Jahre tolerierten Missständen wie Dealern, „Flurmasturbanten“ und „notorischen Psychonötigern“ im Haus spricht. Solche Zustände deuten auf ein massives Versäumnis der Hausverwaltung hin, für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Mieter zu sorgen. Ein sicherer Wohnraum ist die absolute Grundvoraussetzung, insbesondere für Menschen in vulnerablen Situationen.

Kritik an Personal und Verwaltung

Die vielleicht schärfste Kritik richtet sich gegen das Personal und den Führungsstil der ABAS GmbH. In mehreren Bewertungen ist von „unfähigem Personal“ die Rede. Ein besonders detaillierter Bericht wirft den Mitarbeitern vor, ignorant zu sein, Absprachen nicht einzuhalten und eine nur oberflächlich freundliche, aber letztlich verlogene Haltung an den Tag zu legen. Die Kommunikation scheint eine zentrale Schwachstelle zu sein. Wenn Bewohner das Gefühl haben, nicht gehört zu werden oder dass ihre Anliegen ignoriert werden, entsteht ein Klima des Misstrauens und der Hilflosigkeit.

Besonders hart ist der Vorwurf, die Geschäftsführung agiere mit einer „DDR-typischen Kaderleitung“. Dieser Vergleich impliziert einen autoritären, wenig transparenten und nicht auf Augenhöhe kommunizierenden Verwaltungsstil. Für Mieter bedeutet dies möglicherweise, dass sie wenig Mitspracherecht haben und Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg getroffen werden. Anstatt eines unterstützenden Umfelds, das Menschen in Notlagen stabilisieren soll, wird hier das Bild einer Verwaltung gezeichnet, die selbst zum Problemfaktor wird. Dies steht im krassen Gegensatz zum Konzept des betreuten Wohnens.

Ein differenziertes Gesamtbild

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die ABAS Soziales Wohnen u. Verwaltungs GmbH eine zweischneidige Rolle auf dem Berliner Immobilienmarkt spielt. Einerseits erfüllt sie die unbestreitbar wichtige Aufgabe, Menschen in akuten Notlagen eine Unterkunft zu verschaffen und sie so vor der Obdachlosigkeit zu bewahren. Das Angebot ist eine Notlösung, die eine grundlegende menschliche Notwendigkeit befriedigt.

Andererseits darf die massive Kritik an den Lebensbedingungen und der Verwaltung nicht ignoriert werden. Die Berichte über den schlechten Zustand des Gebäudes, ein problematisches soziales Umfeld und ein als inkompetent und autoritär beschriebenes Personal wiegen schwer. Es entsteht der Eindruck, dass der grundlegende Anspruch, eine sichere und stabile Wohnsituation zu schaffen, in der Praxis nur unzureichend umgesetzt wird. Die Diskrepanz zwischen dem sozialen Auftrag und der erlebten Realität scheint erheblich zu sein. Es ist zudem auffällig, dass das Unternehmen online kaum transparent auftritt; eine informative, offizielle Webseite, die über das Angebot und die Betreuungskonzepte aufklärt, ist schwer zu finden, was die Informationsbeschaffung für Hilfesuchende erschwert. Die im Unternehmensprofil teils hinterlegte Webseite der Bundespolizei ist offensichtlich fehlerhaft und trägt zur Verwirrung bei.

Für potenzielle Klienten bedeutet dies eine schwierige Abwägung. Wer dringend einen Wohnraum benötigt und keine anderen Optionen hat, findet bei der ABAS GmbH möglicherweise eine vorübergehende Lösung. Man sollte sich jedoch auf ein herausforderndes Umfeld und eine potenziell schwierige Zusammenarbeit mit der Hausverwaltung einstellen. Es ist keine Adresse für die reguläre Wohnungssuche in Berlin, sondern ein spezifisches Angebot im Bereich Sozialimmobilien, das mit erheblichen Kompromissen verbunden zu sein scheint.

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