AS UNTERNEHMENSGRUPPE Holding GmbH
ZurückDie AS UNTERNEHMENSGRUPPE Holding GmbH mit Sitz in der Hagenstraße in Berlin hat sich auf dem deutschen Immobilienmarkt einen Namen gemacht, insbesondere im Bereich der Kapitalanlageimmobilien. Das Unternehmen konzentriert sich stark auf die Entwicklung und Vermarktung von denkmalgeschützten Immobilien, die für private Investoren aufgrund signifikanter Steuervorteile besonders attraktiv sind. Auf dem Papier präsentiert sich ein Geschäftsmodell, das Anlegern den Zugang zu wertstabilen Sachwertanlagen in prosperierenden urbanen Regionen, vor allem in Ostdeutschland, ermöglichen soll. Doch die Erfahrungen von Kunden zeichnen ein sehr widersprüchliches Bild, das potenzielle Käufer zur Vorsicht mahnen sollte.
Das Versprechen: Professionelle Beratung und attraktive Objekte
Schaut man sich die positiven Aspekte an, die mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden, so findet sich vereinzelt Lob für eine professionelle Beratung und einen umfassenden Service. Ein Kunde berichtet von einer hervorragenden Betreuung vom ersten Telefonat bis zum Abschluss, bei der das Team als kompetent, zuverlässig und freundlich wahrgenommen wurde. Solche Schilderungen deuten darauf hin, dass die AS UNTERNEHMENSGRUPPE in der Akquisephase und bei der Erstberatung durchaus zu überzeugen weiß. Das Portfolio, das oft historisch bedeutsame Gebäude umfasst, wirkt auf Anleger, die ein nachhaltiges Immobilieninvestment suchen, vielversprechend. Die Vermarktung fokussiert sich auf die Kombination aus architektonischem Wert und wirtschaftlicher Rendite, was eine starke Anziehungskraft auf dem Markt für Renditeimmobilien ausübt.
Die Realität vieler Käufer: Ein Bild aus Verzug, unzuverlässiger Kommunikation und finanziellen Engpässen
Trotz des positiven Ersteindrucks, den einige Kunden erfahren haben, steht eine wachsende Zahl von Erfahrungsberichten, die ein gänzlich anderes Bild zeichnen. Das schwerwiegendste und am häufigsten genannte Problem sind massive Verzögerungen bei der Fertigstellung der gekauften Immobilien. In mehreren detaillierten Schilderungen berichten Käufer von erheblichen Abweichungen vom vertraglich zugesicherten Fertigstellungstermin. Ein Fall beschreibt beispielsweise einen geplanten Abschluss im Juni 2023 für ein Objekt, das selbst zwei Jahre später noch nicht fertiggestellt ist. Ein anderer Käufer, der im Jahr 2020 erwarb, wartet nach einer ursprünglich für Dezember 2022 anvisierten Fertigstellung auch Mitte 2025 noch immer auf seine Wohnung.
Als Gründe für die Verzögerungen wurden anfangs externe Faktoren wie die Pandemie, Lieferkettenprobleme oder der Ukraine-Krieg angeführt. Diese Argumente verlieren für die betroffenen Käufer jedoch zunehmend an Glaubwürdigkeit, da die Probleme auch Jahre später fortbestehen und dieselben Begründungen wiederholt werden. Ein derartiger Verzug hat gravierende Folgen für jeden, der einen Immobilienkauf als Investition tätigt. Die geplante Rendite bleibt aus, während die Kosten für die Immobilienfinanzierung weiterlaufen.
Finanzielle und kommunikative Defizite
Eng mit dem Bauverzug verknüpft ist ein weiteres kritisches Thema: die Zahlung von vertraglich vereinbarten Ausgleichsleistungen. Mehrere Kunden berichten, dass die zugesicherten Mietausfallzahlungen, die als Kompensation für die verspätete Fertigstellung dienen sollen, nur unregelmäßig oder nach langer Zeit gar nicht mehr geleistet werden. Dies bringt Käufer in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, da sie auf diese Einnahmen zur Deckung ihrer Finanzierungskosten angewiesen sind. In einem Fall belaufen sich die ausstehenden Zahlungen auf einen Betrag von über 30.000 Euro, was den Käufer zur Einreichung einer Klage zwang.
Die Kommunikationspolitik des Unternehmens wird in diesem Zusammenhang als höchst unbefriedigend beschrieben. Anstatt proaktiv über den mangelnden Baufortschritt zu informieren, werden Kunden oft vertröstet. Terminzusagen werden gemacht und kurzfristig wieder revidiert. Mehrere Betroffene berichten, dass nach wiederholten Nachfragen Anrufe und Nachrichten schlichtweg ignoriert werden. Dieses Verhalten untergräbt das Vertrauen und lässt Käufer mit ihren Problemen allein. Selbst potenzielle Neukunden schildern frustrierende Erfahrungen: Ein Interessent berichtet von wochenlangem Warten auf einen Rückruf, unkoordinierten Kontaktversuchen zu unpassenden Zeiten und schließlich keinerlei Reaktion nach der Übersendung persönlicher Gehaltsnachweise. Dies legt nahe, dass die organisatorischen Mängel nicht nur bestehende Projekte betreffen, sondern tief in den Unternehmensprozessen verankert zu sein scheinen.
Fragwürdige Geschäftspraktiken und rechtliche Auseinandersetzungen
Besonders alarmierend sind Berichte über den Umgang mit kritischen Kunden. Ein Käufer schildert, dass er nach der Veröffentlichung einer negativen Bewertung kontaktiert und um deren Löschung gebeten wurde – im Gegenzug für die Begleichung ausstehender Zahlungen, die jedoch nie erfolgte. In einem anderen Schritt wurde ihm eine Nachtragsvereinbarung vorgelegt, die eine Vertragsstrafe von 10.000 Euro für jede negative Äußerung über das Unternehmen in sozialen Medien vorsah. Zudem behauptet der Kunde, dass der Weiterbau an seiner Wohnung eingestellt wurde, nachdem er eine Anwaltskanzlei eingeschaltet hatte. Solche Vorgehensweisen werfen ernsthafte Fragen bezüglich der Transparenz und der Geschäftsethik des Unternehmens auf.
Fazit für potenzielle Investoren
Die AS UNTERNEHMENSGRUPPE Holding GmbH bewegt sich in einem attraktiven Marktsegment. Die Investition in denkmalgeschützte Immobilien als Kapitalanlage ist für viele Anleger eine verlockende Option. Das Unternehmen, geführt von CEO Andreas Schrobback, präsentiert sich als erfahrener Akteur in der Branche. Die Realität, wie sie von zahlreichen Käufern in jüngster Zeit geschildert wird, steht jedoch in starkem Kontrast dazu. Die wiederholten und massiven Verzögerungen beim Bau, die unzuverlässige oder ausbleibende Zahlung von Kompensationen und eine mangelhafte bis ignorante Kommunikation stellen ein erhebliches Risiko für jeden Investor dar.
Ein Immobilieninvestment ist eine der größten finanziellen Entscheidungen im Leben vieler Menschen. Bei einem Bauträger wie der AS UNTERNEHMENSGRUPPE, bei dem eine derartige Diskrepanz zwischen Versprechen und erlebter Realität besteht, ist höchste Vorsicht geboten. Potenzielle Käufer sollten die verfügbaren Kundenrezensionen sehr ernst nehmen und eine umfassende Due-Diligence-Prüfung durchführen. Es ist ratsam, vor dem Immobilienkauf unabhängigen rechtlichen und finanziellen Rat einzuholen und die vertraglichen Klauseln bezüglich Fertigstellungstermin und Schadensersatzansprüchen genauestens prüfen zu lassen. Die Erfahrungen vieler aktueller Kunden deuten darauf hin, dass das, was als sichere Wertanlage beginnt, sich schnell zu einer Quelle von Stress und unkalkulierbaren finanziellen Belastungen entwickeln kann.