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Clees Unternehmensgruppe

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Bergische Landstraße 465, 40629 Düsseldorf, Deutschland
Immobilienbüro
8.4 (230 Bewertungen)

Die Clees Unternehmensgruppe, mit Sitz in der Bergischen Landstraße 465 in Düsseldorf, ist ein etablierter Akteur auf dem deutschen Immobilienmarkt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1966 hat sich die Gruppe auf ein breites Spektrum von Dienstleistungen spezialisiert, das die Entwicklung, den Bau, die Vermietung und die Hausverwaltung von Wohnimmobilien und Gewerbeimmobilien umfasst. Ihr Portfolio erstreckt sich über mehrere Städte, darunter Wuppertal, Köln und Berlin. Während das Unternehmen auf seiner Webseite ein professionelles Bild von langfristigem Engagement und zukunftsorientierter Bestandspflege zeichnet, offenbaren die Erfahrungen von Mietern ein deutlich komplexeres und widersprüchlicheres Bild.

Ein zweischneidiges Schwert: Mietererfahrungen zwischen Loyalität und Frustration

Die öffentliche Wahrnehmung der Clees Unternehmensgruppe ist von extremen Gegensätzen geprägt. Auf der einen Seite steht eine bemerkenswert positive Erfahrung einer Langzeitmieterin, die über einen Zeitraum von 19 Jahren in drei verschiedenen Wohnungen des Unternehmens lebte. Sie lobt das Team, namentlich Frau Clees, Frau Schmeinta und Frau Bongardt, für ihre durchweg freundliche und zuvorkommende Art. In ihrer Schilderung wurden Reparaturen stets zuverlässig und zeitnah erledigt, die Kommunikation als offen und transparent beschrieben. Diese Erfahrung zeichnet das Bild einer vorbildlichen Hausverwaltung, die auf langfristige und positive Mieterbeziehungen Wert legt. Der einzige Grund für ihren Auszug war der Mangel an verfügbaren Vier-Zimmer-Wohnungen im Bestand, was ihre hohe Zufriedenheit unterstreicht.

Auf der anderen Seite steht eine erhebliche Anzahl von Berichten, die ein gänzlich anderes Licht auf das Unternehmen werfen. Diese negativen Erfahrungen konzentrieren sich auf wiederkehrende Probleme in den Kernbereichen der Vermieterpflichten: Instandhaltung, Verwaltung und Kommunikation. Ein Mieter berichtet von einer Wohnung ohne Strom für fast drei Monate nach Einzug, da schlichtweg der Zähler fehlte – ein Mangel, den er selbst aufdecken musste. Ein gebrochenes Balkongeländer wurde erst nach Monaten und der Einschaltung eines Anwalts repariert. Solche Vorkommnisse deuten auf gravierende Mängel in der Organisation und im Management hin.

Probleme bei Instandhaltung und Objektzustand

Ein zentraler und wiederholt genannter Kritikpunkt ist der Zustand der Immobilien und der Umgang mit Mängeln. Mehrere Mieter warnen davor, dass bei Besichtigungen oberflächlich renovierte Wohnungen präsentiert werden, bei denen jedoch grundlegende Schäden lediglich überstrichen wurden. Genannt werden Heizkörper, Tapeten und sogar Waschbecken, unter denen sich bei genauerem Hinsehen Mängel verbergen. Dies erschwert eine realistische Immobilienbewertung durch den potenziellen Mieter vor der Unterzeichnung des Mietvertrag.

Die Reaktionszeit auf Schadensmeldungen wird ebenfalls stark kritisiert. Berichte über monatelange Diskussionen, um selbst notwendige Reparaturen durchführen zu lassen, sind keine Seltenheit. Ein besonders drastisches Beispiel findet sich in Wuppertal, wo eine Terrasse vor drei Jahren wegen eines Wasserschadens aufgerissen und bis heute nicht fertiggestellt wurde. Gleichzeitig blieben ein undichtes Fenster und eine defekte Toilette trotz mehrfacher Kontaktaufnahme unbearbeitet. Ein Mieter geht sogar so weit zu behaupten, dass Wasserschäden und Brandlöcher im Übergabeprotokoll als „Gebrauchsspuren“ abgetan und nicht ordnungsgemäß dokumentiert werden, was später zu Problemen bei der Rückzahlung der Kaution führen kann.

Verwaltungschaos und mangelhafte Kommunikation

Neben den baulichen Mängeln sind es vor allem administrative und kommunikative Defizite, die für Unmut sorgen. Ein Mieter schildert, wie ihm bei Einzug ein falscher Stromzähler zugewiesen wurde, was zu einer erheblichen Nachzahlung für eine deutlich größere Wohnung führte. Die Klärung dieses Problems zog sich über ein Jahr hin, wobei die Verantwortung zwischen Stadtwerken und Bauleitung hin- und hergeschoben wurde, ohne dass die Verwaltung eigene Fehler eingestand.

Die Professionalität im Umgang mit Mietern wird ebenfalls infrage gestellt. Eine als „höchst unfreundlich und unprofessionell“ beschriebene Mitarbeiterin soll ein Telefongespräch abrupt beendet haben. Solche Verhaltensweisen untergraben das Vertrauen und erschweren eine konstruktive Lösung von Problemen. Die Erfahrung, dass schriftliche Zusagen gemacht, aber nicht eingehalten werden, verstärkt den Eindruck einer unzuverlässigen Verwaltung. Auch die verzögerte Rückzahlung der Kaution wird als Druckmittel oder Folge von interner Desorganisation wahrgenommen.

Standortabhängige Servicequalität: Ein entscheidender Faktor

Eine besonders aufschlussreiche Beobachtung eines Mieters ist, dass die Qualität der Betreuung stark vom jeweiligen Standort und dem zuständigen Verwaltungsteam abzuhängen scheint. Explizit wird vor Objekten in Wuppertal gewarnt, deren Hausverwaltung als „Katastrophe“ bezeichnet wird. Dies legt die Vermutung nahe, dass es innerhalb der Clees Unternehmensgruppe keine einheitlichen Qualitätsstandards gibt. Während einige Teams, wie das in Düsseldorf von der Langzeitmieterin gelobte, exzellente Arbeit leisten, scheinen andere Niederlassungen oder einzelne Verwalter massive Defizite aufzuweisen. Für einen potenziellen Mieter bedeutet dies eine Art Lotterie: Der Erfolg des Mietverhältnisses hängt maßgeblich davon ab, an welchen Verwalter man gerät.

Ratschläge für zukünftige Mietinteressenten

Für Interessenten, die eine Mietwohnung bei der Clees Unternehmensgruppe in Betracht ziehen, ist eine besonders sorgfältige Vorgehensweise unerlässlich.

  • Detaillierte Besichtigung: Nehmen Sie sich für die Wohnungsbesichtigung viel Zeit. Prüfen Sie kritisch auf frisch überstrichene Stellen an Wänden, Heizkörpern und im Bad. Testen Sie die Funktionalität von Fenstern, Türen und Sanitäranlagen.
  • Lückenloses Übergabeprotokoll: Bestehen Sie darauf, jeden noch so kleinen Mangel im Übergabeprotokoll schriftlich und mit Fotos festzuhalten. Dies ist Ihre wichtigste Absicherung bei Auszug und für die Rückforderung der Kaution.
  • Kommunikation dokumentieren: Führen Sie jegliche Kommunikation, insbesondere Mängelanzeigen und Absprachen, schriftlich per E-Mail, um einen Nachweis zu haben.
  • Recherche zum Standort: Versuchen Sie, Informationen über die spezifische Hausverwaltung des für Sie interessanten Objekts zu finden. Die Erfahrungen können, wie dargelegt, stark variieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Clees Unternehmensgruppe ein Immobilienmakler und -verwalter mit zwei Gesichtern ist. Es besteht die Chance auf ein sehr positives, langfristiges Mietverhältnis mit einem freundlichen und reaktionsschnellen Team. Gleichzeitig ist das Risiko, an eine schlecht organisierte Verwaltung mit erheblichen Mängeln in der Instandhaltung und Kommunikation zu geraten, nicht zu unterschätzen. Eine Entscheidung für eine Immobilie dieses Unternehmens sollte daher nur nach eingehender Prüfung und mit einer gesunden Portion Vorsicht getroffen werden.

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