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Dairos Property Management

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Finanzstraße 5, 46145 Oberhausen, Deutschland
Immobilienbüro
3 (121 Bewertungen)

Die Dairos Property Management GmbH, mit Hauptsitz in Berlin und einer Niederlassung in Oberhausen, präsentiert sich seit 2008 als deutschlandweit agierender Dienstleister im Bereich der Immobilienverwaltung. Das Unternehmen richtet sein Angebot laut eigener Aussage sowohl an Immobilienbesitzer und Wohnungseigentümergemeinschaften als auch an Mieter. Das Portfolio der Dienstleistungen ist breit gefächert und umfasst Portfolio-, Asset- und Property-Management. Dieses professionelle Selbstbild steht jedoch in einem auffälligen Kontrast zu den Erfahrungen, die zahlreiche Mieter in öffentlichen Bewertungen schildern. Besonders auf Plattformen wie Google ergibt sich ein Bild, das von tiefgreifenden Problemen in der Betreuung der Immobilien geprägt ist, während andere Portale wie Immowelt ein deutlich positiveres Rating aufweisen – ein Widerspruch, der bei potenziellen Kunden für erhebliche Unsicherheit sorgt.

Ein kritisches Bild aus Mietersicht: Langjährige und wiederkehrende Probleme

Bei der Analyse der Mietererfahrungen mit Dairos Property Management fällt ein klares Muster auf, das sich über Jahre erstreckt. Die Kritik ist nicht auf Einzelfälle beschränkt, sondern beschreibt systemische Mängel, die in verschiedenen von Dairos verwalteten Objekten in Städten wie Oberhausen, Gelsenkirchen und darüber hinaus auftreten. Die am häufigsten genannten Kritikpunkte lassen sich in mehreren Kernbereichen zusammenfassen.

Kommunikation und Erreichbarkeit: Ein zentrales Versäumnis

Das wohl schwerwiegendste und am häufigsten genannte Problem ist die mangelhafte bis nicht existente Kommunikation. Mieter berichten übereinstimmend von einer quasi unerreichbaren Hausverwaltung. E-Mails bleiben über Wochen und Monate unbeantwortet, Anrufe führen ins Leere, und selbst die Einschaltung eines Anwalts oder des Mieterschutzbundes führt nicht immer zu einer Reaktion. Diese Funkstille wird besonders dann zur Belastung, wenn es um dringende Mängel oder Probleme geht, die das tägliche Leben in der Mietwohnung stark beeinträchtigen. Das Gefühl, vom Verwalter im Stich gelassen zu werden, ist ein roter Faden, der sich durch unzählige Bewertungen zieht. Berichte über unfreundliche und wenig hilfsbereite Mitarbeiter, insbesondere am Telefon, verschärfen diesen Eindruck zusätzlich.

Mängel an der Immobilie: Von kleinen Ärgernissen zu gravierenden Sicherheitsrisiken

Die Liste der gemeldeten Mängel in den von Dairos betreuten Immobilien ist lang und vielfältig. Sie beginnt bei scheinbar kleineren Problemen wie defekten Türklingeln oder falsch zugewiesenen Briefkästen, die für die betroffenen Mieter jedoch erhebliche Unannehmlichkeiten bedeuten. Weit schwerer wiegen jedoch Berichte über grundlegende Mängel, die die Wohnqualität und sogar die Sicherheit betreffen. Dazu gehören:

  • Fehlende Infrastruktur: Ein wiederkehrendes Ärgernis ist die Vermietung von Wohnungen ohne funktionierenden Internetanschluss, bei denen sich herausstellt, dass Leitungen gekappt oder Anschlüsse belegt sind. Die Lösung des Problems wird dann oft dem Mieter überlassen.
  • Sicherheitsmängel: Defekte Haustüren, die nicht richtig schließen und somit offen stehen, stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko für alle Bewohner dar.
  • Technische Defekte: Ältere Berichte erwähnen gravierende Probleme wie defekte Stromleitungen, Rohrbrüche und sogar manipulierte Sicherungskästen, bei denen FI-Schalter festgeklebt wurden. Solche Mängel sind nicht nur eine Verletzung des Mietvertrag, sondern potenziell lebensgefährlich.
  • Verzögerte Reparaturen: Selbst wenn Mängel anerkannt werden, scheinen Reparaturen nur schleppend oder gar nicht in die Wege geleitet zu werden, was zu monatelangem Frust bei den Mietern führt.

Fehler in der Verwaltung und im Umgang mit Beschwerden

Neben der reinen Instandhaltung der Gebäude werden auch die administrativen Prozesse der Immobilienverwaltung stark kritisiert. So führte beispielsweise die versäumte Abmeldung einer Vormieterin dazu, dass einem neuen Mieter für zwei Wochen der Strom abgestellt wurde. In einem anderen Fall wurde das Haustürschloss ohne Vorankündigung ausgetauscht, sodass die Bewohner vor verschlossenen Türen standen. Ein besonders kritisches Versäumnis zeigt sich im Umgang mit Mieterkonflikten. Berichte über monatelange, massive Ruhestörungen, die trotz wiederholter Polizeieinsätze und anwaltlicher Schreiben von der Verwaltung komplett ignoriert wurden, deuten auf eine erhebliche Vernachlässigung der Verwalterpflichten hin. Die Aufgabe einer Hausverwaltung ist es, für die Einhaltung der Hausordnung und ein friedliches Zusammenleben zu sorgen – eine Aufgabe, der Dairos in diesen Fällen offensichtlich nicht nachkam.

Gibt es auch positive Aspekte? Eine differenzierte Betrachtung

Trotz der überwältigenden Menge an negativer Kritik gibt es vereinzelte Stimmen, die ein anderes Bild zeichnen. Eine sehr positive Bewertung lobt explizit eine bestimmte Maklerin, Frau Kamprad, und die Verwaltung in Berlin für ihre Erreichbarkeit und Hilfsbereitschaft. Dies deutet darauf hin, dass die Servicequalität stark von den jeweils zuständigen Mitarbeitern abhängen könnte.

Von besonderem Interesse ist eine neuere Bewertung, die eine spürbare Verbesserung seit einem Personalwechsel in der Verwaltung Anfang 2025 beschreibt. Demnach werden E-Mails nun innerhalb von 48 Stunden beantwortet und notwendige Reparaturen zeitnah durchgeführt. Dies könnte ein Hoffnungsschimmer sein und auf interne Umstrukturierungen hindeuten. Es bleibt jedoch die entscheidende Frage, ob es sich hierbei um einen Einzelfall handelt oder um den Beginn einer nachhaltigen Verbesserung der Servicekultur im gesamten Unternehmen. Für jemanden auf Wohnungssuche ist dies eine schwer kalkulierbare Variable.

Eine Erklärung aus dem Inneren? Die Perspektive der Mitarbeiter

Ein Blick auf die Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu liefert möglicherweise einen tieferen Einblick in die Ursachen der Probleme. Hier wird Dairos Property Management von ehemaligen oder aktuellen Mitarbeitern mit einem extrem niedrigen Durchschnittswert bewertet. Keiner der bewertenden Mitarbeiter empfiehlt das Unternehmen als Arbeitgeber weiter. Eine derart hohe interne Unzufriedenheit kann sich direkt auf die Motivation und die Qualität der Arbeit auswirken und wäre eine plausible Erklärung für die von Mietern erlebten Service- und Kommunikationsdefizite. Wenn die internen Strukturen und die Mitarbeiterzufriedenheit im Argen liegen, leidet zwangsläufig der externe Kundenservice.

Fazit für Mietinteressenten und Eigentümer

Für Mietinteressenten stellt die Anmietung einer von Dairos verwalteten Mietwohnung ein erhebliches Risiko dar. Die Fülle an detaillierten und konsistenten Berichten über grundlegende Mängel in Kommunikation, Instandhaltung und Verwaltung lässt sich nicht ignorieren. Auch wenn der Mietpreis attraktiv sein mag, sollten potenzielle Mieter die möglichen Folgeprobleme – von Stress und Ärger bis hin zu rechtlichen Auseinandersetzungen – in ihre Entscheidung einbeziehen. Die wenigen positiven Berichte und der Hinweis auf eine mögliche Besserung durch neues Personal sind vorhanden, aber es fehlt der Beweis, dass es sich um eine unternehmensweite positive Entwicklung handelt.

Für Immobilienbesitzer, die eine Immobilienverwaltung suchen, ist die Situation komplexer. Die unterschiedlichen Bewertungen auf verschiedenen Plattformen könnten darauf hindeuten, dass die Zusammenarbeit aus Eigentümersicht anders wahrgenommen wird. Dennoch sollten Eigentümer bedenken, dass eine hohe Mieterunzufriedenheit zu häufigen Mieterwechseln, Leerstand und einem schlechten Ruf der eigenen Immobilie führen kann. Die mangelhafte Instandhaltung kann zudem den Wert des Objekts langfristig mindern. Eine sorgfältige Prüfung und das Einholen von Referenzen sind hier unerlässlich, bevor man einen Mietvertrag über Verwaltungsleistungen abschließt.

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