Deutsche Bank Immobilien Angela Christel Borschukewitz, selbstständige Immobilienberaterin
ZurückAngela Christel Borschukewitz agiert als selbstständige Immobilienberaterin für die Deutsche Bank Immobilien in Herne und bietet ein Dienstleistungsspektrum, das bei Kunden sehr unterschiedliche Reaktionen hervorruft. Die Anbindung an eine der größten Banken Deutschlands verleiht ihrem Auftritt eine Aura der Stabilität und des Vertrauens, die für viele bei der größten finanziellen Entscheidung ihres Lebens – dem Hauskauf oder -verkauf – von entscheidender Bedeutung ist. Doch die praktischen Erfahrungen von Kunden zeichnen ein polarisiertes Bild, das sich in einer durchschnittlichen Bewertung von 3,4 von 5 Sternen widerspiegelt. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass neben exzellentem Service auch erhebliche Mängel im Betreuungsprozess auftreten können.
Stärken in der Verkäuferbetreuung und Immobilienbewertung
Auf der positiven Seite heben insbesondere Verkäufer von Immobilien die hohe Fachkompetenz und Professionalität von Frau Borschukewitz hervor. Ein zentraler und wiederholt gelobter Aspekt ist die Immobilienbewertung. Kunden berichten von einer realistischen und transparenten Einschätzung des Verkehrswertes ihrer Objekte. In einem überhitzten Immobilienmarkt, in dem Makler oft dazu neigen, den Wert künstlich hoch anzusetzen, um einen Auftrag zu erhalten, wird diese ehrliche Vorgehensweise als besonders vertrauensbildend empfunden. Es wurde positiv vermerkt, dass kein Verkaufsdruck aufgebaut wurde, was Verkäufern die Sicherheit gibt, eine fundierte Entscheidung ohne unangemessene Eile treffen zu können. Diese Seriosität bei der Wertermittlung ist ein entscheidender erster Schritt, um eine Immobilie zu verkaufen.
Darüber hinaus wird die durchgehende Betreuung während des gesamten Verkaufsprozesses gelobt. Ein Kunde beschreibt die Unterstützung beim Verkauf seiner Eigentumswohnung als von Anfang bis zum Abschluss durchweg kompetent. Besonders hervorgehoben wird die außergewöhnliche Erreichbarkeit der Beraterin, selbst an Wochenenden. Für Verkäufer, die oft berufstätig sind und außerhalb der regulären Geschäftszeiten Fragen haben, ist dieser Service ein unschätzbarer Vorteil. Die Fähigkeit, aufkommende Fragen freundlich und sachkundig zu beantworten, rundet das positive Bild für diese Kundengruppe ab. Auch die erfolgreiche Abwicklung eines Hauskaufs im Auftrag der Schwester eines Kunden wird als Beleg für ihre Kompetenz angeführt, was zeigt, dass sie auch auf Käuferseite erfolgreich agieren kann.
Schwerwiegende Kritikpunkte im Umgang mit Kaufinteressenten
Im starken Kontrast zu den positiven Erfahrungen der Verkäufer stehen die Berichte von Kaufinteressenten, die von tiefgreifenden Enttäuschungen und unprofessionellem Verhalten sprechen. Die Kritikpunkte sind vielfältig und betreffen zentrale Phasen der Kaufabwicklung, was potenzielle Käufer zur Vorsicht mahnen sollte.
Mangelnde Chancengleichheit und vermutete Kopplungsgeschäfte
Ein wiederkehrendes Problem scheint der Zugang zu Besichtigungsterminen zu sein. Ein Interessent berichtet, dass er mehrfach Anfragen für verschiedene Immobilien gestellt und stets ein Exposé erhalten habe, jedoch nie die Möglichkeit zu einer Besichtigung bekam. Dahinter wird die Vermutung geäußert, dass Bewerber, die keine Finanzierung über die Deutsche Bank oder deren Partner in Anspruch nehmen wollen, systematisch benachteiligt werden. Statt bestehenden Interessenten eine Chance zu geben, würden Objekte nach einiger Zeit einfach mit neuen Bildern erneut inseriert. Sollte dies zutreffen, wäre es eine höchst problematische Geschäftspraxis, die die freie Wahl des Finanzierungspartners untergräbt und die Transparenz im Bieterprozess massiv beeinträchtigt.
Unzuverlässigkeit kurz vor dem Abschluss
Der wohl schwerwiegendste Vorwurf, der von mehreren Kunden unabhängig voneinander erhoben wird, betrifft die Zuverlässigkeit von Kaufzusagen. In mindestens zwei detailliert geschilderten Fällen wurde Kaufinteressenten eine Immobilie schriftlich zugesagt, woraufhin diese bereits erhebliche Zeit und Nerven in die Vorbereitung investiert hatten. Der Notartermin stand kurz bevor, und die Käufer wähnten sich am Ziel ihrer oft langen Suche. Doch nur eine Woche vor dem geplanten Termin wurde der Verkauf per E-Mail und ohne persönliche Erklärung abgesagt.
Die Betroffenen schildern, dass sie den Verdacht hegten, die Maklerin fahre „zweigleisig“, indem sie trotz einer bestehenden Zusage weiterhin Besichtigungen mit anderen Interessenten durchführte. Dieses Vorgehen ist nicht nur moralisch fragwürdig, sondern untergräbt das Vertrauen in den gesamten Prozess. Von Käufern wird eine verbindliche Kaufabsichtserklärung verlangt, doch diese Verbindlichkeit scheint seitens der Maklerin nicht im gleichen Maße zu gelten. Die emotionale und finanzielle Belastung für die abgewiesenen Käufer, die sich bereits am Ziel sahen, ist enorm.
Mangelnde Professionalität in der Dokumentation
Ein weiterer Kritikpunkt ist die administrative Abwicklung. Ein Käufer berichtet von mehrfach falsch zugesandten Vertragsentwürfen und dem Versäumnis, auf entscheidende rechtliche Details wie ein bestehendes Vorkaufsrecht oder einen Bergschadenverzicht hinzuweisen. Solche Fehler in der Vorbereitung des Kaufvertrags sind nicht nur unprofessionell, sondern können für den Käufer erhebliche rechtliche und finanzielle Konsequenzen haben. Es zeugt von einer mangelnden Sorgfaltspflicht, die bei Transaktionen dieser Größenordnung inakzeptabel ist.
Fazit: Ein Immobilienmakler mit zwei Gesichtern
Die Analyse der Kundenerfahrungen mit Angela Christel Borschukewitz ergibt ein gespaltenes Bild. Für Immobilienverkäufer scheint sie eine ausgezeichnete Wahl zu sein. Ihre Stärken liegen in einer fundierten Immobilienbewertung, einer engagierten und stets erreichbaren Betreuung sowie einer kompetenten Begleitung bis zum erfolgreichen Verkauf. Wer eine Immobilie in Herne und Umgebung veräußern möchte, findet hier offenbar eine verlässliche Partnerin.
Für Kaufinteressenten stellt sich die Situation jedoch deutlich komplizierter dar. Die Berichte über mangelnde Transparenz, unzuverlässige Zusagen und administrative Fehler sind alarmierend. Potenzielle Käufer sollten sich der Risiken bewusst sein. Es ist ratsam, alle Vereinbarungen und Zusagen mit größter Sorgfalt schriftlich zu fixieren und sich nicht allein auf mündliche oder informelle Nachrichten zu verlassen. Angesichts der Vorwürfe bezüglich der Finanzierungsvermittlung sollten Käufer mit externer Finanzierungszusage besonders wachsam sein. Die Hinzuziehung eines unabhängigen Rechtsbeistands zur Prüfung aller Unterlagen vor dem Notartermin ist in diesem Kontext dringend zu empfehlen. Letztlich müssen Kunden selbst entscheiden, ob die Chance auf ihr Traumhaus die dokumentierten Risiken im Umgang mit dieser Immobilienberaterin aufwiegt.