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DeWAG Wohnen GmbH & Co. KG

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Kleiner Schloßplatz 13, 70173 Stuttgart, Deutschland
Immobilienbüro
5.8 (24 Bewertungen)

Die DeWag Wohnen GmbH & Co. KG, mit ihrem repräsentativen Sitz am Kleinen Schloßplatz 13 in Stuttgart, präsentiert sich als ein etablierter Akteur auf dem deutschen Immobilienmarkt. Als deutschlandweit tätiger Investor und Assetmanager hat sich das Unternehmen auf Wohnimmobilien spezialisiert und verwaltet ein beträchtliches Portfolio, das von Bestandsimmobilien aus den 1960er Jahren bis hin zu modernen Gebäuden und denkmalgeschützten Altbauten reicht. Die strategische Ausrichtung auf wirtschaftsstarke Metropolregionen wie Berlin, München, Hamburg und das Rhein-Main-Gebiet unterstreicht den Anspruch des Unternehmens, qualitativ hochwertigen und zugleich bezahlbaren Wohnraum in urbanen Lagen zu schaffen und zu erhalten. Auf ihrer Webseite und in Unternehmensdarstellungen wird ein Bild von Professionalität, Nachhaltigkeit und langfristiger Orientierung gezeichnet. DeWAG betont die kontinuierliche Verbesserung der Wohnqualität durch wertsteigernde Sanierungen und Modernisierungen sowie die Schaffung neuen Wohnraums durch Nachverdichtung. Dieser professionelle Auftritt, der durch die zentrale und prestigeträchtige Adresse in Stuttgart untermauert wird, bildet jedoch nur eine Seite der Medaille.

Das Versprechen: Nachhaltigkeit und professionelle Immobilienverwaltung

Auf dem Papier verfolgt die DeWAG eine ambitionierte und kundenorientierte Strategie. Das Unternehmen gibt an, für jede Immobilie individuelle Konzepte zu entwickeln, die von energetischen Sanierungen bis zur Gestaltung der Außenanlagen reichen. Werte wie Nahbarkeit und Verlässlichkeit werden großgeschrieben; man kenne die Kunden, die Immobilien und das Quartier persönlich und agiere auf Augenhöhe. Besonders hervorgehoben wird das Engagement im Bereich Nachhaltigkeit. Die DeWAG lässt ihre Portfolios regelmäßig durch das international anerkannte GRESB-Rating bewerten und konnte hierbei Spitzenplätze belegen, was auf ein ernsthaftes Bemühen um eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Hausverwaltung hindeutet. Maßnahmen wie die Ausstattung von Allgemeinflächen mit Ökostrom oder der Einbau wassersparender Armaturen sollen nicht nur die Umweltbilanz verbessern, sondern auch zu vergleichsweise geringen Nebenkosten für die Mieter führen. Dieses Bild eines verantwortungsbewussten und modernen Wohnungsunternehmens steht jedoch in starkem Kontrast zu den Erfahrungen, von denen zahlreiche Mieter in öffentlichen Bewertungen berichten.

Die Realität laut Mieterbewertungen: Ein wiederkehrendes Muster

Trotz der glänzenden Fassade und der professionellen Selbstdarstellung ergibt sich aus den Erfahrungsberichten von Mietern ein deutlich anderes Bild. Eine Analyse der öffentlichen Rezensionen offenbart gravierende und wiederkehrende Probleme, die potenzielle Kunden, die eine Wohnung mieten möchten, unbedingt berücksichtigen sollten. Die Kritikpunkte lassen sich in drei zentrale Bereiche gliedern:

1. Mangelnde Instandhaltung und schleppende Mängelbehebung

Ein zentraler und schwerwiegender Vorwurf betrifft den Umgang mit Mängeln in den Mietobjekten. Mehrere Mieter berichten von langanhaltenden und gesundheitsgefährdenden Problemen wie massivem Schimmelbefall, der über Jahre nicht oder nur unzureichend behoben wird. In einem besonders detaillierten Fall wird beschrieben, wie schwarzer Schimmel sich im Badezimmer und in der Küche ausbreitet, bedingt durch undichte Fenster und eine defekte Heizung, die seit 2016 nicht ausgetauscht worden sei. Solche Zustände beeinträchtigen nicht nur die Wohnqualität erheblich, sondern stellen auch ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar. Die Berichte deuten darauf hin, dass die versprochene wertsteigernde Sanierung in einigen Objekten offenbar nicht konsequent umgesetzt wird und die grundlegende Pflicht zur Instandhaltung einer Mietwohnung vernachlässigt wird.

2. Kommunikationsprobleme und Nichterreichbarkeit

Ein weiteres durchgängiges Thema ist die mangelhafte Kommunikation seitens der Verwaltung. Mieter klagen darüber, dass zuständige Objektbetreuer oder Niederlassungsvertreter weder telefonisch noch per E-Mail erreichbar sind. Anfragen zur Behebung von Mängeln, zu Abrechnungen oder anderen vertraglichen Angelegenheiten bleiben demnach unbeantwortet. Diese Funkstille führt bei den Betroffenen zu großer Frustration und dem Gefühl, mit ihren Problemen alleingelassen zu werden. Eine funktionierende und erreichbare Immobilienverwaltung ist jedoch die Grundvoraussetzung für ein vertrauensvolles Mietverhältnis. Wenn selbst bei schwerwiegenden Problemen wie Wasserschäden oder Heizungsausfällen keine Reaktion erfolgt, untergräbt dies das Vertrauen in die Professionalität des Unternehmens nachhaltig.

3. Verzögerungen bei Kaution und Abrechnungen

Besonders alarmierend für jeden, der einen Mietvertrag abschließt, sind die wiederholten Berichte über erhebliche Schwierigkeiten bei der finanziellen Abwicklung nach Beendigung des Mietverhältnisses. Mehrere ehemalige Mieter geben an, über sechs Monate und länger auf die Rückzahlung ihrer Kaution warten zu müssen. Trotz wiederholter Anfragen per Brief und E-Mail erfolge keine Reaktion, sodass der Gang zum Anwalt als letzter Ausweg erscheint. Ähnliche Probleme werden im Zusammenhang mit zugesagten Mietminderungen wegen Mängeln oder der Auszahlung von Guthaben aus der Nebenkostenabrechnung geschildert. Diese Vorgehensweise steht im Widerspruch zu den gesetzlichen Regelungen und dem Bild eines seriösen Vertragspartners.

Fazit: Eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Die DeWag Wohnen GmbH & Co. KG ist unbestreitbar ein großes Unternehmen mit einem beeindruckenden Portfolio an Wohnimmobilien in attraktiven Lagen. Der professionelle Internetauftritt und das Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und moderner Verwaltung zeichnen das Bild eines idealen Vermieters. Die zahlreichen und konsistenten negativen Bewertungen von Mietern aus verschiedenen Objekten werfen jedoch einen tiefen Schatten auf dieses Bild. Die geschilderten Probleme in den Kernbereichen der Hausverwaltung – Instandhaltung, Kommunikation und finanzielle Abwicklung – sind zu gravierend, um sie zu ignorieren.

Einige Nutzer äußern sogar den Verdacht, dass negative Bewertungen gezielt gelöscht würden, um den Bewertungsschnitt künstlich zu verbessern. Ob dies zutrifft, lässt sich nicht unabhängig überprüfen, doch der Vorwurf allein ist bezeichnend für das zerrüttete Vertrauensverhältnis. Für potenzielle Mieter bedeutet dies, dass bei der Anmietung einer Wohnung von der DeWAG besondere Vorsicht geboten ist. Es ist ratsam, den Zustand der Immobilie bei Übergabe akribisch zu dokumentieren, die Kommunikation mit der Verwaltung ausschließlich schriftlich zu führen und sich auf mögliche Auseinandersetzungen, insbesondere bei der Kautionsrückzahlung, vorzubereiten. Die Hochglanzfassade am Kleinen Schloßplatz scheint für einige Mieter die dahinterliegende Realität nicht widerzuspiegeln.

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