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Feldmann GmbH & Co. KG

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Stembergstraße 37, 59755 Arnsberg, Deutschland
Immobilienbüro
6.8 (14 Bewertungen)

Die Feldmann GmbH & Co. KG, ansässig in der Stembergstraße in Arnsberg, ist ein etabliertes Unternehmen im regionalen Immobilienmarkt. Mit einer Unternehmensgeschichte, die laut eigenen Angaben über 40 Jahre zurückreicht, hat sich die Firma auf die Entwicklung, Verwaltung und Vermarktung von Immobilienprojekten spezialisiert. Das Portfolio umfasst sowohl Wohn- als auch Gewerbeimmobilien, von der Sanierung innerstädtischer Gebäude über den Bau von Seniorenzentren und Kindergärten bis hin zur Entwicklung von Fachmarktzentren. Diese breite Aufstellung deutet auf eine tiefgreifende Verankerung in der Region und umfassende Erfahrung in verschiedenen Segmenten der Immobilienwirtschaft hin. Für potenzielle Kunden – seien es Mieter, Käufer oder Investoren – ergibt sich jedoch ein vielschichtiges und teilweise widersprüchliches Bild, das eine sorgfältige Abwägung erfordert.

Dienstleistungen und Geschäftsfelder

Die Feldmann GmbH & Co. KG präsentiert sich als umfassender Dienstleister, der den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie abdeckt. Die Kernkompetenzen liegen in der Projektentwicklung, dem An- und Verkauf sowie der Vermietung und Verwaltung von Objekten. Die Website des Unternehmens betont eine Philosophie, bei der nur Projekte entwickelt werden, die auch den Kriterien für den eigenen Bestand genügen würden – ein Qualitätsversprechen, das auf Nachhaltigkeit und langfristigen Wert abzielt. Das Tätigkeitsfeld schließt explizit die Revitalisierung von Industriebrachen und die Entwicklung von Grundstücken mit ein, was auf eine aktive Rolle in der städtebaulichen Gestaltung hindeutet. Für Personen, die ein Haus kaufen oder eine Eigentumswohnung erwerben möchten, tritt das Unternehmen als Verkäufer und Berater auf. Gleichzeitig ist es für viele Menschen in der Region ein Ansprechpartner für die Anmietung von Wohnraum und agiert als Hausverwaltung für einen beachtlichen Bestand an Wohnungen.

Kundenfeedback: Eine gespaltene Wahrnehmung

Die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens, wie sie sich in Online-Bewertungen widerspiegelt, ist stark polarisiert. Einerseits finden sich ältere positive Rückmeldungen, die insbesondere die Professionalität einzelner Mitarbeiter hervorheben. So wird beispielsweise ein Herr Brosowski in einer fünf Jahre alten Rezension für seine höfliche und zuverlässige Art gelobt, bei der er stets sein Wort gehalten habe. Eine andere, noch ältere Bewertung basiert zwar nur auf Hörensagen, deutet aber ebenfalls auf einen ehemals guten Ruf hin. Solche Erfahrungen zeigen, dass positive Interaktionen mit dem Unternehmen durchaus möglich sind und die Servicequalität stark von den handelnden Personen abhängen kann.

Andererseits steht diesen vereinzelten positiven Stimmen eine wachsende Zahl an sehr detaillierten und äußerst kritischen Berichten von Mietern gegenüber. Diese zeichnen ein problematisches Bild, das sich vor allem auf zwei Kernbereiche konzentriert: den Zustand der verwalteten Immobilien und die Kommunikation des Unternehmens.

Kritikpunkt 1: Zustand der Immobilien und Instandhaltung

Ein zentraler und wiederkehrender Vorwurf betrifft den mangelhaften Zustand von einigen Mietwohnungen. Mehrere ehemalige und aktuelle Mieter berichten von gravierenden Problemen, die über kleinere Schönheitsfehler weit hinausgehen. Ein besonders häufig genanntes Problem ist Schimmelbefall. Ein Mieter gibt an, dass es über sechs Monate gedauert habe, bis Maßnahmen zur Beseitigung ergriffen wurden. Dies ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern kann auch erhebliche gesundheitliche Risiken für die Bewohner darstellen und wirft Fragen bezüglich der Einhaltung der Instandhaltungspflichten eines Vermieters auf.

Andere Berichte schildern ähnlich schwerwiegende Mängel. Eine Mieterin beschreibt eine siebenjährige Mietdauer, in der ein Toilettenrohr notdürftig mit Klebeband repariert war und Fensterbänke mit Büchern abgestützt werden mussten. Eine andere berichtet von einer als „frisch renoviert“ übergebenen Wohnung, die sich bei Einzug als Baustelle entpuppte, insbesondere das Badezimmer sei ein „Alptraum“. Solche Schilderungen deuten auf einen erheblichen Investitionsstau in Teilen des Immobilienportfolios hin und stehen im Widerspruch zum Anspruch, nachhaltige und werthaltige Objekte zu verwalten. Potenzielle Mieter, die eine Wohnung mieten möchten, sollten diese Berichte als Anlass nehmen, jedes angebotene Objekt äußerst genau zu inspizieren und den Zustand detailliert im Übergabeprotokoll festzuhalten.

Kritikpunkt 2: Kommunikation und Serviceorientierung

Der zweite große Kritikkomplex ist die Kommunikation und die Erreichbarkeit der Immobilienverwaltung. Mieter klagen übereinstimmend darüber, dass Anrufe und E-Mails unbeantwortet blieben oder man lediglich vertröstet werde. Diese mangelnde Reaktionsfähigkeit wird besonders bei dringenden Problemen, wie einem Ausfall der sanitären Anlagen, als extrem belastend empfunden. Eine Mieterin berichtet, dass ihr bei einer defekten Toilette während einer Corona-Quarantäne keinerlei Hilfe angeboten wurde. Stattdessen sei ihr mitgeteilt worden, sie müsse selbst zusehen, wo sie zur Toilette gehe.

Die Erfahrung, dass die Verwaltung erst auf offizielle Schreiben per Einschreiben reagiere, wird ebenfalls geteilt. Dies legt nahe, dass eine formelle, beinahe juristische Vorgehensweise teilweise notwendig zu sein scheint, um als Mieter zu seinem Recht zu kommen. Aus diesem Grund empfiehlt eine Rezensentin explizit den Abschluss einer guten Mietrechtschutzversicherung. Für ein funktionierendes Mietverhältnis ist eine solche Kommunikationskultur höchst problematisch und deutet auf erhebliche organisatorische Defizite hin.

Das Spannungsfeld zwischen Preis und Leistung

Interessanterweise liefert eine der kritischsten Bewertungen einen möglichen Erklärungsansatz für die Akzeptanz dieser Zustände: Die Mieten seien „billig“. Dieser Aspekt könnte für Wohnungssuchende mit einem begrenzten Budget ein entscheidender Faktor sein. Es stellt sich jedoch die Frage, ob eine niedrige Miete die beschriebenen Nachteile aufwiegen kann. Ein günstiger Preis für eine Mietwohnung kann schnell zur Belastung werden, wenn er mit permanentem Ärger, gesundheitlichen Risiken durch Schimmel und dem Gefühl, vom Vermieter nicht ernst genommen zu werden, einhergeht. Die Entscheidung für eine Immobilie der Feldmann GmbH & Co. KG im Mietsegment scheint daher eine bewusste Abwägung zwischen Kosten und potenziellen Risiken zu erfordern.

Fazit für potenzielle Kunden

Die Feldmann GmbH & Co. KG in Arnsberg ist ein vielseitiger Akteur auf dem lokalen Immobilienmarkt mit Kompetenzen in Entwicklung, Verkauf und Verwaltung. Für Kunden, die eine Immobilienbewertung suchen oder eine Gewerbeimmobilie entwickeln möchten, mag die langjährige Erfahrung des Unternehmens von Vorteil sein.

Für Privatpersonen, insbesondere für Mietsuchende, ist jedoch Vorsicht geboten. Die erhebliche Diskrepanz zwischen dem professionellen Web-Auftritt und den detaillierten negativen Erfahrungsberichten von Mietern ist alarmierend. Die wiederholten Klagen über mangelhafte Instandhaltung, gravierende Mängel wie Schimmel und eine als unzureichend empfundene Kommunikation sind ernstzunehmende Warnsignale. Es scheint, dass die Qualität des Service und der Immobilien stark variieren kann. Wer eine Zusammenarbeit in Erwägung zieht, sollte eine gründliche Due Diligence durchführen. Dies beinhaltet eine penible Besichtigung des Objekts, idealerweise im Beisein eines Sachverständigen, das Einholen von Informationen bei aktuellen Mietern und eine klare schriftliche Fixierung aller Zusagen und Vereinbarungen im Mietvertrag. Das Abwägen zwischen einer möglicherweise günstigen Miete und der Gefahr von Wohnqualitätsproblemen und Kommunikationsschwierigkeiten ist hier unerlässlich.

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