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Finanz- Und Immobilien Management Brugger

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Titiseestraße 8, 79822 Titisee-Neustadt, Deutschland
Immobilienbüro
5.4 (13 Bewertungen)

Finanz- und Immobilien Management Brugger, ansässig in der Titiseestraße 8 in Titisee-Neustadt, ist ein seit vielen Jahren etablierter Akteur auf dem regionalen Immobilienmarkt. Das Unternehmen, das laut eigener Aussage seit 1997 tätig ist, präsentiert sich als erfahrener Partner für den Kauf und Verkauf von Immobilien. Die öffentliche Wahrnehmung, insbesondere durch Kundenrezensionen, zeichnet jedoch ein sehr gespaltenes und komplexes Bild, das für potenzielle Kunden eine sorgfältige Abwägung erfordert.

Erster Kontakt und anfängliche Stärken

Einige Kunden berichten von einem positiven ersten Eindruck. Die Kontaktaufnahme mit Herrn Brugger wird als freundlich und nett beschrieben. Eine Stärke, die wiederholt genannt wird, ist die schnelle und flexible Organisation von Besichtigungsterminen für Wohnimmobilien. Diese Effizienz scheint sich auch in der zügigen Vereinbarung eines Notartermins fortzusetzen, was für Käufer, die schnell handeln möchten, zunächst attraktiv erscheint. Ältere Bewertungen aus der Zeit vor etwa vier Jahren stützen dieses Bild und heben die Kompetenz, Zuverlässigkeit und die Fähigkeit hervor, auf alle Fragen qualifizierte Antworten zu geben – Attribute, die auf eine langjährige Branchenerfahrung hindeuten.

Ein Prozess mit zwei Gesichtern: Die Phase nach dem Notartermin

Trotz eines vielversprechenden Starts berichten mehrere neuere Kunden von einer drastischen Veränderung der Servicequalität nach dem entscheidenden Notartermin oder der Bezahlung der Maklerprovision. Diese Phase, die für den erfolgreichen Abschluss eines Immobiliengeschäfts entscheidend ist, scheint bei diesem Immobilienmakler mit erheblichen Herausforderungen verbunden zu sein.

Dokumentenbeschaffung und mangelnde Sorgfalt

Ein zentraler Kritikpunkt ist die schleppende und unvollständige Bereitstellung wichtiger Unterlagen. Ein Kunde schildert einen zweimonatigen Prozess, um die für die Immobilienfinanzierung bei der Bank notwendigen Dokumente zu erhalten. Selbst nach dieser langen Wartezeit waren die Unterlagen offenbar nicht komplett. Besonders gravierend ist der Vorwurf, der Makler habe versichert, für ein Objekt aus dem Baujahr 1990 gäbe es keine Bauzeichnungen mehr. Ein einziger Anruf des Bankmitarbeiters beim zuständigen Bauamt habe jedoch genügt, um diese Pläne zu beschaffen. Solche Versäumnisse können den gesamten Finanzierungsprozess gefährden und werfen Fragen bezüglich der Sorgfaltspflicht des Maklers auf.

Probleme mit dem Grundbuch

Ein weiterer schwerwiegender Punkt, der von Kunden angeführt wird, ist die mangelnde Vorabprüfung des Grundbuchs. In einem Fall stellte sich erst beim Notar heraus, dass im Grundbuch noch die verstorbene Mutter der Erben als Eigentümerin eingetragen war und zudem eine Grundschuld bestand. Dies sind kritische Hindernisse, die einen Immobilienverkauf erheblich verzögern können. Ein professioneller Immobilienmakler sollte solche grundlegenden Aspekte im Vorfeld klären, um sowohl Käufern als auch Verkäufern einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die Behebung solcher Probleme kann Wochen oder sogar Monate dauern und führt zu erheblicher Unsicherheit bei allen Parteien.

Schwerwiegende Vorwürfe bezüglich der Maklerprovision

Die vielleicht schwerwiegendste Kritik betrifft die Handhabung der Maklerprovision. Eine Kundin berichtet detailliert, dass ihr eine Provision in Höhe von 3 % des Kaufpreises in Rechnung gestellt wurde. Im späteren Kontakt mit den Verkäufern habe sich herausgestellt, dass diese lediglich 1,5 % Provision zahlen mussten. Dies widerspricht dem in Deutschland geltenden Gesetz (§ 656c BGB), das vorsieht, dass sich Käufer und Verkäufer die Maklerkosten in der Regel teilen und der Anteil für beide Parteien gleich hoch sein muss, wenn der Makler für beide Seiten tätig wird. Der Kundin zufolge habe Herr Brugger nach Konfrontation zunächst seinen Sohn für den Fehler verantwortlich gemacht, dann aber eine korrigierte Rechnung über 1,5 % ausgestellt. Weiterhin wird der Vorwurf erhoben, dass es mit den Verkäufern lediglich eine mündliche Absprache über die ungleiche Provisionsverteilung gegeben habe. Solche Praktiken, sollten sie zutreffen, untergraben das Vertrauen in die Professionalität und Rechtschaffenheit des Maklers erheblich.

Kommunikation und Zuverlässigkeit im Wandel

Ein wiederkehrendes Muster in den negativen Bewertungen ist der plötzliche Abfall von Arbeitsmoral und Zuverlässigkeit, sobald der Kaufvertrag beurkundet und die Provisionsrechnung gestellt ist. Ein Kunde formuliert es so: „Nach Überweisung der Provision, war jegliche Arbeitsmoral und Zuverlässigkeit gleich Null.“ Während Herr Brugger sich selbst als jederzeit erreichbar darstellt und auf seiner Webseite damit wirbt, „keinen Sonntag“ zu kennen, schildern Kunden eine Realität, in der die Betreuung nach dem Notartermin abrupt endet. Statt proaktiver Problemlösung und Begleitung bis zur Schlüsselübergabe scheint der Fokus primär auf dem schnellen Abschluss und der Rechnungsstellung zu liegen. Ein Kunde beschreibt Herrn Brugger als jemanden, der sich gerne selbst reden höre und mit Geschichten prahle, anstatt Taten sprechen zu lassen. Dies steht im starken Kontrast zu dem Bild eines Maklers, der Kunden „Nerven, Zeit – und Geld“ spart, wie es die Webseite verspricht.

Fazit für potenzielle Immobilienkäufer und -verkäufer

Für Interessenten, die ein Haus kaufen oder eine Wohnung kaufen möchten, ergibt sich bei Finanz- und Immobilien Management Brugger ein ambivalentes Bild. Das Unternehmen mag über interessante Objekte im Portfolio verfügen und in der Lage sein, einen Verkauf letztendlich zum Abschluss zu bringen. Der Weg dorthin scheint jedoch, basierend auf aktuellen Kundenerfahrungen, mit erheblichen Hürden und Frustrationen gepflastert zu sein.

Potenzielle Kunden sollten sich auf einen Prozess einstellen, der Geduld und gute Nerven erfordert. Es ist ratsam, eine besonders hohe eigene Sorgfalt an den Tag zu legen:

  • Dokumentenprüfung: Fordern Sie alle relevanten Unterlagen, wie das vollständige Exposé, Grundrisse, Energieausweis und einen aktuellen Grundbuch-Auszug, frühzeitig und schriftlich an. Verlassen Sie sich nicht auf mündliche Zusagen, sondern prüfen Sie alles selbst oder mit Hilfe eines unabhängigen Experten.
  • Provisionsvereinbarung: Bestehen Sie auf einer klaren, schriftlichen Vereinbarung über die Höhe der Maklerprovision, die explizit bestätigt, dass beide Parteien (Käufer und Verkäufer) den gleichen Prozentsatz zahlen.
  • Kommunikation: Halten Sie alle wichtigen Absprachen und Fristen schriftlich fest, um bei späteren Unstimmigkeiten eine klare Grundlage zu haben.

Während die langjährige Marktpräsenz auf Erfahrung hindeutet, zeigen die detaillierten negativen Berichte aus jüngerer Zeit signifikante Schwächen in der Prozessabwicklung, Transparenz und Kundenbetreuung nach Vertragsabschluss auf. Die Diskrepanz zwischen den positiven Selbstdarstellungen und den geschilderten Kundenerfahrungen legt nahe, dass eine Zusammenarbeit mit diesem Immobilienmakler eine wohlüberlegte Entscheidung sein sollte.

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