Franssen & Co. Immobilien Management OHG
ZurückFranssen & Co. Immobilien Management OHG, ansässig in der Erftstraße 50 in Neuss, ist ein etablierter Akteur auf dem lokalen Immobilienmarkt. Das Unternehmen bietet ein Spektrum an Dienstleistungen, das laut eigener Darstellung die Hausverwaltung, die WEG-Verwaltung (Wohnungseigentumsverwaltung), die Mietverwaltung sowie den Verkauf und die Vermietung von Objekten umfasst. Auf dem Papier positioniert sich die Firma als kompetenter Partner für Immobilieneigentümer und solche, die es werden wollen. Eine genauere Betrachtung der öffentlich zugänglichen Kundenmeinungen und der betrieblichen Rahmenbedingungen zeichnet jedoch ein deutlich differenzierteres und in weiten Teilen problematisches Bild.
Dienstleistungsangebot versus Kundenerfahrung
Das Kerngeschäft von Franssen & Co. scheint die Verwaltung von Immobilien zu sein. Sie werben damit, sich um alle Belange von Wohn- und Gewerbeeinheiten zu kümmern, von der Organisation handwerklicher Leistungen bis zur kaufmännischen Abwicklung. Für Eigentümer, die eine Kapitalanlage in Immobilien halten, klingt dies nach einer willkommenen Entlastung. Die Erfahrungen, die Kunden jedoch schildern, stehen oft im starken Kontrast zu diesem professionellen Anspruch. Ein zentraler und wiederkehrender Kritikpunkt ist die Kommunikation und die allgemeine Erreichbarkeit des Unternehmens.
Erreichbarkeit und Servicekultur: Eine große Hürde
Ein Blick auf die Öffnungszeiten offenbart eine erste große Hürde für potenzielle Kunden und bestehende Mieter: Das Büro ist lediglich an drei Vormittagen in der Woche für wenige Stunden geöffnet. Diese eingeschränkte Verfügbarkeit erschwert die persönliche Kontaktaufnahme erheblich und wird in Kundenrezensionen als frustrierend beschrieben. Eine kurze, aber vielsagende Bewertung fasst dieses Problem zusammen mit der Frage: „Warum sind Sie dann im Büro, wenn Sie keine Leute empfangen?“ Dies deutet auf eine Unternehmenskultur hin, die für Außenstehende wenig zugänglich erscheint.
Diese Wahrnehmung wird durch Berichte über den telefonischen Kontakt untermauert. Potenzielle Interessenten berichten von äußerst unfreundlichen und unsympathischen Gesprächen, die bereits vor der eigentlichen Geschäftsbeziehung einen stark negativen Eindruck hinterlassen. Anstatt Vertrauen aufzubauen – eine wesentliche Grundlage für einen Immobilienmakler – scheint die erste Kontaktaufnahme oft abschreckend zu wirken.
Schwerwiegende Vorwürfe im Bereich der Hausverwaltung
Besonders im Bereich der Hausverwaltung, dem Aushängeschild des Unternehmens, häufen sich die kritischen Stimmen. Die gemeldeten Probleme reichen von grundlegender Instandhaltung bis hin zu schwerwiegenden rechtlichen Vorwürfen.
- Mangelnde Instandhaltung: Mieter beklagen, dass notwendige Reparaturen ignoriert werden. Ein konkretes Beispiel sind über 20 Jahre alte, undichte Fenster, die selbst bei aufgedrehter Heizung zu extrem kalten Wohnungstemperaturen im Winter führen. Trotz mehrfacher Aufforderungen sei hier keine Abhilfe geschaffen worden, was die Wohnqualität erheblich mindert und Fragen bezüglich der ordnungsgemäßen Verwaltung aufwirft.
- Unprofessionelle Abwicklung: Auch bei Wohnungsbesichtigungen wird von mangelnder Professionalität berichtet. So fehlte einem Makler des Unternehmens nicht nur der Schlüssel zum Keller, sondern auch der gesetzlich vorgeschriebene Energieausweis – ein Dokument, das bei jeder Neuvermietung oder jedem Verkauf vorliegen muss.
- Rechtliche und ethische Grenzüberschreitungen: Die schwerwiegendsten Vorwürfe kommen von einer ehemaligen Kundin, die über einen mehrjährigen Zeitraum von einem fast „erpresserischen“ Verhalten berichtet. Sie wirft der Verwaltung vor, sich nicht an Verträge gehalten, ohne Befugnis in ihrem Namen gehandelt, Vertragsabschlüsse mit Dritten initiiert und dabei persönliche Daten ohne Erlaubnis verwendet zu haben. Laut ihrer Schilderung habe auch die Geschäftsführung auf Information über diese Missstände nicht reagiert, was den Eindruck erweckt, dass ein solches Vorgehen im Unternehmen toleriert werden könnte.
Verhalten im persönlichen Umgang
Über die fachlichen und organisatorischen Mängel hinaus wird auch das persönliche Verhalten von Mitarbeitern scharf kritisiert. Ein besonders alarmierender Bericht schildert einen Vorfall bei einer Schlüsselübergabe, bei dem ein Mitarbeiter der Verwaltung ausfällig geworden sein soll. Der Kunde berichtet von aggressiven, beleidigenden und sogar ausländerfeindlichen Äußerungen, die ihn dazu veranlassten, die Polizei einzuschalten. Ein solches Verhalten ist in jeder Geschäftsbeziehung inakzeptabel und wirft ein äußerst negatives Licht auf die Unternehmenskultur.
Fazit für potenzielle Kunden
Die Diskrepanz zwischen der Selbstdarstellung von Franssen & Co. Immobilien Management OHG als erfahrener Dienstleister und der Realität, wie sie von zahlreichen Kunden in öffentlichen Bewertungen geschildert wird, ist erheblich. Die Gesamtbewertung von durchschnittlich nur 2 von 5 Sternen bei einer signifikanten Anzahl von Rezensionen ist ein klares Warnsignal.
Wer eine Immobilie verkaufen oder eine kompetente Mietverwaltung für sein Eigentum sucht, sollte diese Berichte sehr ernst nehmen. Die wiederholten Klagen über mangelnde Erreichbarkeit, unfreundliche Kommunikation, vernachlässigte Instandhaltung und schwerwiegendes Fehlverhalten deuten auf tiefgreifende strukturelle Probleme hin. Für Personen, die eine Wohnung mieten möchten, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Die geschilderten Erfahrungen lassen darauf schließen, dass die Betreuung während des Mietverhältnisses und die Bearbeitung von Anliegen unzureichend sein könnten. Jeder potenzielle Kunde sollte die verfügbaren Informationen sorgfältig prüfen und abwägen, ob er das Risiko einer Zusammenarbeit eingehen möchte.