Furtmann-Wittmoser Haus- und Grundbesitz- Verwaltungsgesellschaft mbH
ZurückDie Furtmann-Wittmoser Haus- und Grundbesitz- Verwaltungsgesellschaft mbH, ansässig in der Willstätterstraße 13 in Düsseldorf, ist ein Unternehmen, das in der lokalen Immobilienverwaltung eine tief verwurzelte Präsenz hat. Gegründet im Jahr 1961, blickt die Gesellschaft auf eine über sechzigjährige Geschichte zurück und hat sich laut eigenen Angaben auf die WEG-Verwaltung, Miethausverwaltung und Sondereigentumsverwaltung spezialisiert. Diese langjährige Erfahrung suggeriert ein hohes Maß an Stabilität und Marktkenntnis, was für Immobilieneigentümer ein entscheidender Faktor sein kann. Die Kundenmeinungen zeichnen jedoch ein äußerst polarisiertes Bild, das von höchstem Lob bis hin zu scharfer Kritik reicht und potenziellen Kunden eine differenzierte Betrachtung abverlangt.
Langjährige Partnerschaften und anerkannte Fachkompetenz
Auf der positiven Seite des Spektrums finden sich zahlreiche Berichte von langjährigen Kunden, die die Zusammenarbeit mit Furtmann-Wittmoser über Jahrzehnte hinweg schätzen. Ein Eigentümer, der seit über 20 Jahren Kunde ist, hebt die fachliche Versiertheit, gute Erreichbarkeit und saubere Prozesse hervor. Insbesondere wird die Buchführung als „1a nachvollziehbar“ gelobt – ein entscheidendes Qualitätsmerkmal im Bereich der Hausverwaltung, wo finanzielle Transparenz an oberster Stelle steht. Dieser Kunde bezeichnet das Unternehmen im Vergleich zu anderen Düsseldorfer Verwaltungen als den „seriösesten Partner“. Ähnlich äußert sich eine Eigentümerin, deren WEG mit 175 Einheiten seit Jahrzehnten von Furtmann-Wittmoser betreut wird. Sie beschreibt das Team als engagiert, wobei kein Anliegen zu viel sei und alles prompt zum Ziel gebracht werde. Solche Aussagen deuten auf eine hohe Zuverlässigkeit und Effizienz bei der Verwaltung großer und komplexer Wohnanlagen hin.
Ein weiterer wichtiger Punkt, der für das Unternehmen spricht, ist die Fähigkeit zur Weiterentwicklung. Eine Rezension berichtet von einer spürbaren Verbesserung der Servicequalität nach der Einstellung eines neuen Mitarbeiters, der sich vorbildlich für die Belange der Eigentümergemeinschaft einsetze. Dies zeigt, dass das Unternehmen auf Feedback reagiert und personelle Weichenstellungen vornimmt, um die Betreuung zu optimieren. Die offizielle Unternehmenschronik bestätigt diesen Wandel, indem sie den Geschäftsführerwechsel im Jahr 2014 und die seither vorangetriebene digitale Transformation, inklusive einer Kunden-Service-App, hervorhebt. Dieser Fokus auf moderne Technologien und qualifiziertes Personal, darunter Juristen und Kaufleute der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, unterstreicht den professionellen Anspruch.
Die positiven Aspekte im Überblick:
- Langjährige Erfahrung: Seit 1961 am Markt, was für Stabilität und umfassendes Know-how spricht.
- Finanzielle Transparenz: Wiederholt wird die exzellente und nachvollziehbare Buchführung gelobt.
- Verwaltung großer Objekte: Erfolgreiche Betreuung von Wohnungseigentümergemeinschaften mit bis zu 175 Einheiten.
- Positive Entwicklung: Berichte über Serviceverbesserungen durch neue, engagierte Mitarbeiter und eine fortschreitende Digitalisierung.
- Fachlich qualifiziertes Team: Mitarbeiter mit juristischem und immobilienwirtschaftlichem Hintergrund.
Deutliche Kritik an Kommunikation und Verwaltungsprozessen
Im scharfen Kontrast zu diesen positiven Erfahrungen stehen schwerwiegende Vorwürfe, die sich vor allem auf die Bereiche Kommunikation, administrative Fristen und den Umgang mit Problemen beziehen. Ein besonders detaillierter Bericht eines Eigentümers zeichnet das Bild einer Verwaltung, die ihren gesetzlichen Pflichten nicht nachkomme. So sei die Nebenkostenabrechnung für ein Wirtschaftsjahr erst mit erheblicher Verspätung vorgelegt worden, und die gesetzlich vorgeschriebene jährliche Eigentümerversammlung sei komplett ausgefallen. Laut Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ist ein Verwalter verpflichtet, die Jahresabrechnung in der Regel innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Wirtschaftsjahres vorzulegen. Ein Versäumnis stellt eine erhebliche Pflichtverletzung dar.
Die Erreichbarkeit wird ebenfalls massiv kritisiert. Berichten zufolge ist das Unternehmen oft weder telefonisch noch per E-Mail zu erreichen; selbst Notfallnummern sollen bei einem Wasserschaden nicht funktioniert haben. Anfragen würden ignoriert und die Verantwortung für die Einholung von Handwerkerangeboten auf die Eigentümer abgewälzt. Dies widerspricht dem Selbstverständnis einer professionellen Immobilienverwaltung, deren Kernaufgabe die proaktive Instandhaltung von Immobilien ist. Die Behauptung, dass selbst Handwerker die Zusammenarbeit verweigern, wirft weitere Fragen bezüglich der Geschäftsbeziehungen und der Zuverlässigkeit des Unternehmens auf.
Unprofessionelles Verhalten und finanzielle Unklarheiten
Besonders alarmierend sind Vorwürfe, die das professionelle Verhalten der Geschäftsführung betreffen. Ein Eigentümer berichtet, in einer offiziellen Einladung zur Eigentümerversammlung namentlich an den Pranger gestellt und der Verleumdung bezichtigt worden zu sein. Solch ein Vorgehen wäre höchst unprofessionell und würde eine konstruktive Zusammenarbeit nachhaltig beschädigen. Weitere Kritikpunkte umfassen intransparente Lastschriftabbuchungen ohne vorherige Ankündigung und chaotische Abrechnungen, bei denen Rechnungen angeblich doppelt überwiesen wurden. Diese Schilderungen stehen im direkten Widerspruch zum Lob über die saubere Buchführung und zeigen, wie stark die Wahrnehmungen der Kunden auseinandergehen können.
Zusammenfassung der Kritikpunkte:
- Administrative Mängel: Deutlich verspätete Jahresabrechnungen und ausgefallene Eigentümerversammlungen.
- Mangelnde Erreichbarkeit: Berichte über Nichterreichbarkeit per Telefon und E-Mail, selbst in Notfällen.
- Unprofessionelle Kommunikation: Vorwürfe von respektlosem Umgang bis hin zu öffentlichen Beschuldigungen.
- Schwächen im Instandhaltungsmanagement: Langsame Reaktion bei Schäden und Schwierigkeiten bei der Beauftragung von Handwerkern.
- Finanzielle Intransparenz: Unklare Abbuchungen und Fehler in der Abrechnung werden von einigen Kunden bemängelt.
Eine differenzierte Gesamtbewertung
Die Furtmann-Wittmoser Haus- und Grundbesitz- Verwaltungsgesellschaft mbH stellt für potenzielle Kunden eine komplexe Entscheidung dar. Auf der einen Seite steht ein Traditionsunternehmen mit nachweislicher Expertise in der Verwaltung großer Immobilien in Düsseldorf und einem Kern an sehr zufriedenen, langjährigen Kunden, die vor allem die finanzielle Ordnung und Professionalität loben. Auf der anderen Seite gibt es eine nicht zu ignorierende Anzahl an massiven Beschwerden, die grundlegende Aspekte der Verwaltertätigkeit wie Erreichbarkeit, fristgerechte Abrechnung und professionellen Umgang infrage stellen.
Die Diskrepanz in den Erfahrungen könnte darauf hindeuten, dass die Servicequalität stark vom zuständigen Sachbearbeiter oder der spezifischen Situation der jeweiligen Liegenschaft abhängt. Die positiven Erwähnungen eines Managementwechsels und neuer Mitarbeiter lassen hoffen, dass sich das Unternehmen in einem Prozess der internen Optimierung befindet. Dennoch sollten Interessenten die geäußerte Kritik ernst nehmen. Es empfiehlt sich, vor Vertragsabschluss gezielt nach den Prozessen für die Nebenkostenabrechnung, der Frequenz von Eigentümerversammlungen und den Kommunikationswegen im Schadensfall zu fragen. Ein Gespräch über die Erfahrungen anderer von Furtmann-Wittmoser verwalteter Objekte in der Nachbarschaft könnte ebenfalls aufschlussreich sein, um eine fundierte Entscheidung für die richtige Hausverwaltung zu treffen.