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Hessische Gesellschaft für Immobilienmanagement mbH

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Bleichstraße 20, 35390 Gießen, Deutschland
Immobilienbüro
7.4 (22 Bewertungen)

Die Hessische Gesellschaft für Immobilienmanagement mbH, kurz HGfI, mit Sitz in der Bleichstraße 20 in Gießen, ist ein etablierter Akteur auf dem regionalen Immobilienmarkt. Das Unternehmen agiert als Immobilienmakler und bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen an, das laut eigenen Angaben von der klassischen Vermittlung beim Haus kaufen und Verkaufen über die Vermietung bis hin zur professionellen Hausverwaltung und Projektentwicklung reicht. Die öffentliche Wahrnehmung des Unternehmens, basierend auf Kundenerfahrungen, zeichnet jedoch ein sehr polarisiertes Bild, das potenzielle Kunden sorgfältig abwägen sollten.

Das Dienstleistungsversprechen im Kontrast zur Realität

Auf ihrer professionell gestalteten Webseite präsentiert sich die HGfI als kompetenter und zuverlässiger Partner für alle Belange rund um die Immobilie. Sie wirbt mit Engagement und einer dynamischen Herangehensweise, was sich in einigen Kundenerfahrungen durchaus widerspiegelt. Insbesondere eine sehr positive Bewertung beschreibt den Service als ein „Rundum-sorglos-Paket“. In diesem Fall wurde das Team als jung, kompetent und dynamisch wahrgenommen. Der gesamte Prozess, von der Erstberatung über eine sehr persönliche Betreuung bis zum finalen Vertragsabschluss, wird als qualitativ hochwertig und schnell gelobt. Solche Erfahrungen unterstreichen das Potenzial des Unternehmens, wenn alle Rädchen ineinandergreifen. Ein weiterer Kunde hebt explizit die hervorragende Arbeit eines Mitarbeiters, Paul Lawinski, hervor, was darauf hindeutet, dass die Servicequalität stark von dem jeweiligen Ansprechpartner abhängen kann. Diese positiven Stimmen sprechen für eine vorhandene Fachexpertise im Bereich der Immobilienbewertung und der Verkaufsabwicklung.

Kommunikation: Die Achillesferse des Unternehmens

Trotz dieser positiven Beispiele existiert eine signifikante Anzahl an Berichten, die ein gänzlich anderes Bild zeichnen. Das mit Abstand am häufigsten und vehementesten kritisierte Thema ist die Kommunikation – oder vielmehr deren Fehlen. Mehrere potenzielle Kunden schildern frustrierende Erfahrungen bei dem Versuch, mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten. Anfragen über Immobilienportale wie Immonet.de blieben demnach unbeantwortet. Selbst direkte E-Mails mit der Bitte um weitere Informationen zu einer Eigentumswohnung oder einem Besichtigungstermin wurden laut den Schilderungen ignoriert. In einem Fall wurde nach einer telefonischen Nachfrage zwar versprochen, das Anliegen weiterzuleiten, eine Rückmeldung erfolgte jedoch nie. Dieses Muster wiederholt sich in mehreren Bewertungen, in denen Kunden das Geschäftsgebaren als „unzuverlässig“, „unprofessionell“ und „unseriös“ bezeichnen. Man fühle sich als Kunde wie ein „Fremdkörper“ behandelt, was im starken Widerspruch zum versprochenen persönlichen Service steht.

Diese Kommunikationsprobleme haben weitreichende Konsequenzen. Für Interessenten, die eine Wohnung mieten oder ein Grundstück erwerben möchten, bedeutet dies nicht nur Frustration, sondern auch den potenziellen Verlust einer Chance auf ihre Wunschimmobilie. Für Verkäufer, die die HGfI mit der Vermarktung ihrer Immobilie beauftragen, ist die Situation noch prekärer: Ein nicht erreichbarer Immobilienmakler bedeutet, dass qualifizierte Kaufinteressenten möglicherweise abspringen und der Verkaufsprozess unnötig in die Länge gezogen wird oder gar scheitert. Die Zuverlässigkeit in der Kommunikation ist ein Grundpfeiler im Immobiliengeschäft, da es um hohe Vermögenswerte und wichtige Lebensentscheidungen geht. Die wiederholte Kritik in diesem Bereich stellt ein erhebliches Geschäftsrisiko dar und schädigt das Vertrauen potenzieller Klienten.

Die Präsentation der Objekte und der Umgang mit Kunden

Ein weiterer Kritikpunkt, der in einer Bewertung zur Sprache kam, betrifft die Präsentation der angebotenen Objekte. Ein Interessent beschrieb eine Immobilie, die trotz ihres Potenzials bei der Besichtigung einen verwahrlosten Eindruck machte – vermüllt und mit Tierexkrementen verunreinigt. Während der Zustand einer Immobilie primär in der Verantwortung des Eigentümers liegt, fällt es in den Aufgabenbereich eines guten Maklers, auf eine ansprechende Präsentation hinzuwirken oder den Zustand im Exposé transparent zu kommunizieren. In Verbindung mit der mangelhaften Erreichbarkeit wurde auch in diesem Fall der gesamte Prozess als „extrem unprofessionell“ empfunden. Das Versäumnis, nach der Besichtigung die versprochenen Unterlagen zuzusenden, rundet dieses negative Bild ab und verstärkt den Eindruck, dass grundlegende Service-Standards nicht immer eingehalten werden.

Fazit für potenzielle Kunden

Die Hessische Gesellschaft für Immobilienmanagement mbH in Gießen ist ein Unternehmen mit zwei Gesichtern. Einerseits gibt es Belege für eine hohe Fachkompetenz und die Fähigkeit, Kunden umfassend und zur vollsten Zufriedenheit zu betreuen. Wer das Glück hat, an einen engagierten Mitarbeiter zu geraten, kann eine exzellente Dienstleistung erfahren, die den Kauf, Verkauf oder die Verwaltung von Gewerbeimmobilien und Wohnobjekten zu einem positiven Erlebnis macht. Die Expertise für komplexe Themen wie Kapitalanlage Immobilien oder die Immobilienfinanzierung scheint im Unternehmen vorhanden zu sein.

Andererseits wiegen die wiederholten und detaillierten Berichte über massive Kommunikationsdefizite schwer. Die Nichterreichbarkeit und das Ignorieren von Anfragen sind für ein dienstleistungsorientiertes Unternehmen, insbesondere in der Immobilienbranche, inakzeptabel. Potenzielle Kunden sollten sich auf mögliche Schwierigkeiten einstellen und eine proaktive und hartnäckige Kommunikationsstrategie verfolgen. Es könnte ratsam sein, direkt telefonisch Kontakt aufzunehmen und auf eine verbindliche Zusage eines konkreten Ansprechpartners zu bestehen. Die stark schwankende Servicequalität legt nahe, dass die Kundenerfahrung weniger von der Unternehmensphilosophie als vielmehr vom Engagement des einzelnen Mitarbeiters abhängt. Für jeden, der eine Zusammenarbeit mit der HGfI in Erwägung zieht, ist es daher essenziell, die hier dargestellten unterschiedlichen Erfahrungen zu berücksichtigen und mit einer gesunden Portion Geduld in den Prozess zu starten.

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