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IFG Immobilien Fairwaltung GmbH

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Zillerstraße 4, 04317 Leipzig, Deutschland
Immobilienbüro
3.6 (18 Bewertungen)

Die IFG Immobilien Verwaltung GmbH, ansässig in der Zillerstraße 4 in Leipzig, ist ein etabliertes Unternehmen im Bereich der Immobilienverwaltung. Laut eigener Darstellung auf ihrer Webseite bietet die Firma Dienstleistungen wie Mietverwaltung, WEG-Verwaltung und Sondereigentumsverwaltung an und versteht sich als Ansprechpartner für Mieter und Eigentümer gleichermaßen. Eine genauere Betrachtung der öffentlich zugänglichen Informationen und Kundenrezensionen zeichnet jedoch ein sehr gespaltenes und überwiegend kritisches Bild, das potenzielle Kunden – seien es Mieter auf Wohnungssuche oder Eigentümer, die einen zuverlässigen Partner für ihre Eigentumswohnung suchen – sorgfältig abwägen sollten.

Ein Blick auf die Unternehmensstruktur und Erreichbarkeit

Die IFG Immobilien Verwaltung GmbH ist unter der Handelsregisternummer HRB 13910 beim Amtsgericht Leipzig eingetragen. Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich auf die Verwaltung von Immobilien. Ein erster Punkt, der bei der Analyse auffällt, sind die eingeschränkten Geschäftszeiten. Die Verwaltung ist von Montag bis Freitag lediglich von 09:00 bis 14:00 Uhr geöffnet. Für berufstätige Mieter oder Eigentümer kann diese limitierte Erreichbarkeit eine erhebliche Hürde darstellen, wenn es darum geht, Anliegen persönlich oder telefonisch zu klären. Ein langjähriger Mieter merkte in einer bereits vor über einem Jahrzehnt verfassten Rezension an, dass ab 14:00 Uhr oft nur noch der Anrufbeantworter erreichbar sei, was diese Beobachtung stützt.

Konträre Erfahrungen: Die Langzeitperspektive versus aktuelle Kritik

Das Meinungsbild über die IFG ist stark polarisiert, wobei die negativen Stimmen deutlich überwiegen. Es existiert eine positive Bewertung eines Mieters, der zum Zeitpunkt seiner Rezension seit elf Jahren Kunde war. Er konnte die negativen Berichte anderer nicht bestätigen und lobte, dass Rückrufe oft noch am selben Tag erfolgten und die Nebenkostenabrechnung auf Anfrage detailliert erläutert würde. Diese positive Erfahrung ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da sie bereits zwölf Jahre zurückliegt. Im schnelllebigen Immobilienmarkt Leipzig kann sich die Servicequalität eines Unternehmens in einem solch langen Zeitraum drastisch verändern.

Die überwältigende Mehrheit der Bewertungen, insbesondere die jüngeren, zeichnen ein düsteres Bild. Die durchschnittliche Bewertung auf Google liegt bei extrem niedrigen 1,8 von 5 Sternen. Rezensenten verwenden deutliche Worte wie "Ganz ganz schlimm diese Verwaltung!" und beschreiben die im Namen angedeutete Fairness als "zynischen Spott". Ein wiederkehrendes Motiv in der Kritik ist der Vorwurf, dass der Mieter nicht mehr wert sei als das Geld, das er einbringt.

Schwerpunkt der Kritik: Finanzielle Unstimmigkeiten und mangelnde Transparenz

Ein besonders heikler und für Mieter existenzieller Bereich scheint die finanzielle Abwicklung zu sein. Hierbei stehen vor allem zwei Themen im Zentrum der Auseinandersetzungen: die Nebenkostenabrechnung und die Rückzahlung der Kaution.

Probleme mit der Nebenkostenabrechnung

Eine sehr detaillierte negative Rezension aus dem Jahr 2013, die als direkte Antwort auf die oben genannte positive Bewertung verfasst wurde, schildert schwerwiegende Vorwürfe. Die ehemalige Mieterin gibt an, ihre Nebenkostenabrechnungen für die Jahre 2010 und 2011 nie per Post erhalten zu haben, ebenso wenig wie das daraus resultierende Guthaben. Die Hausverwaltung habe die Verantwortung auf den Eigentümer abgeschoben, dessen Anschrift sie jedoch verweigerte. Darüber hinaus wird behauptet, die Abrechnungen seien inhaltlich falsch gewesen und würden von vertraglichen Vereinbarungen abweichen, die zuvor auf ausdrücklichen Wunsch der Verwaltung getroffen worden seien. Solche Praktiken untergraben das Vertrauen und die gesetzlich verankerte Finanztransparenz, die ein Verwaltervertrag gewährleisten sollte.

Der Kampf um die Kaution

Dieselbe Rezensentin berichtet von einem langwierigen Kampf um ihre Kaution. Nach ihrem Auszug im September 2011 habe es bis Anfang 2013 gedauert, bis sie die Sicherheitsleistung zurückerhielt – eine Zeitspanne von über einem Jahr. In Deutschland ist der Vermieter bzw. die Verwaltung gesetzlich verpflichtet, die Kaution nach dem Auszug und einer angemessenen Prüffrist zurückzuzahlen. Diese Frist wird von Gerichten in der Regel auf drei bis sechs Monate angesetzt, um eventuelle Ansprüche aus dem Mietvertrag, wie ausstehende Nebenkostennachzahlungen oder Schäden an der Mietwohnung, zu prüfen. Eine Verzögerung von weit über einem Jahr ist rechtlich höchst fragwürdig und nährt den von der Rezensentin geäußerten Verdacht, dass solche Guthaben als "Nebeneinnahmequelle genutzt werden". Wer sich nicht hartnäckig kümmere, habe schlichtweg Pech.

Vorwürfe der Inkompetenz und mangelnden Arbeitsmoral

Die Kritik beschränkt sich nicht nur auf finanzielle Aspekte. Eine erst wenige Monate alte Bewertung wirft den Mitarbeiterinnen, beschrieben als "2 ältere Damen", vor, von Arbeit nichts wissen zu wollen und über keinerlei Kompetenzen zu verfügen. Der Rezensent legt ihnen nahe, in Rente zu gehen, "und die Menschheit mit so viel Unwissenheit verschonen". Auch wenn dies eine sehr subjektive und emotional formulierte Meinung ist, fügt sie sich in das Gesamtbild einer als unprofessionell und wenig serviceorientiert wahrgenommenen Hausverwaltung ein.

Was bedeutet das für potenzielle Kunden?

Für jemanden, der auf dem Immobilienmarkt Leipzig eine Wohnung sucht oder eine Immobilie besitzt und eine Verwaltung dafür benötigt, sind diese Informationen von entscheidender Bedeutung. Die Diskrepanz zwischen der einzelnen, veralteten positiven Stimme und der Vielzahl an detaillierten, teils aktuellen negativen Berichten ist alarmierend.

Für Mieter:

  • Vertragsprüfung: Vor Abschluss eines Mietvertrag bei einer von der IFG verwalteten Immobilie sollten alle Klauseln, insbesondere bezüglich Nebenkosten und Kaution, genau geprüft werden.
  • Kommunikation dokumentieren: Jegliche Kommunikation mit der Verwaltung sollte schriftlich (per E-Mail oder Einschreiben) erfolgen, um im Streitfall Nachweise zu haben.
  • Rechtliche Absicherung: Es ist ratsam, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen oder sich im Klaren darüber zu sein, wo man im Bedarfsfall (z.B. beim Mieterverein) schnell rechtlichen Beistand erhält.

Für Eigentümer:

  • Referenzen einholen: Vor der Unterzeichnung eines Verwaltervertrag sollten Eigentümer versuchen, direkt mit anderen von der IFG betreuten Eigentümern oder Mietern zu sprechen.
  • Vertragsdetails klären: Der Vertrag sollte klare Regelungen zur Finanztransparenz, zur Abrechnungspraxis und zur Kommunikation enthalten. Wie und wie oft wird berichtet? Wie werden Instandhaltungsmaßnahmen abgewickelt?
  • Reputationsrisiko: Eigentümer sollten bedenken, dass der Ruf der Immobilienverwaltung direkt auf ihre Immobilie abfärbt. Eine schlecht bewertete Verwaltung kann die Wohnungssuche für potenzielle Mieter unattraktiv machen und zu Leerstand führen. Eine professionelle Immobilienbewertung schließt auch die Qualität der Verwaltung mit ein.

Fazit

Die IFG Immobilien Verwaltung GmbH in Leipzig präsentiert sich online als Dienstleister für Mieter und Eigentümer. Die öffentlich zugänglichen Kundenerfahrungen zeichnen jedoch ein Bild, das von erheblichen Problemen geprägt ist. Während eine einzelne, sehr alte positive Bewertung auf eine potenziell zufriedenstellende Zusammenarbeit in der Vergangenheit hindeutet, dominieren massive Vorwürfe in jüngerer Zeit. Diese konzentrieren sich auf mangelnde Erreichbarkeit, unzureichende Kompetenz und vor allem auf gravierende Unregelmäßigkeiten bei finanziellen Angelegenheiten wie der Nebenkostenabrechnung und der Rückzahlung der Kaution. Potenzielle Kunden sind daher gut beraten, extreme Vorsicht walten zu lassen, die verfügbaren Informationen gründlich zu prüfen und sich auf mögliche Konflikte vorzubereiten, bevor sie eine geschäftliche Beziehung mit diesem Unternehmen eingehen.

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