Immobilien Berlin

Immobilien Berlin

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Lübecker Str. 12, 10559 Berlin, Deutschland
Immobilienbüro
8 (14 Bewertungen)

Unter dem generischen Namen „Immobilien Berlin“ verbirgt sich an der Adresse Lübecker Straße 12 im Berliner Ortsteil Moabit ein Standort der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH. Dies ist ein entscheidender Unterschied, denn es handelt sich hier nicht um einen klassischen Immobilienmakler, sondern um eine der sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Berlins. Für potenzielle Kunden, insbesondere jene auf Wohnungssuche, ändert dieser Umstand das gesamte Dienstleistungsangebot und die damit verbundenen Erwartungen fundamental.

Das Kerngeschäft: Vermietung aus Eigenbestand

Die HOWOGE agiert primär als Vermieterin ihres eigenen, umfangreichen Immobilienportfolios. Mit einem Bestand von zehntausenden Wohnungen in ganz Berlin ist das Unternehmen ein Schwergewicht auf dem städtischen Immobilienmarkt. Der größte Vorteil für Mietsuchende liegt auf der Hand: Da die Vermietung direkt durch den Eigentümer erfolgt, fallen in der Regel keine Maklergebühren oder Provisionen an. Dies stellt eine erhebliche finanzielle Erleichterung im angespannten Berliner Wohnungsmarkt dar. Das Angebot konzentriert sich fast ausschließlich auf die Mietwohnung, während Dienstleistungen wie die Immobilienbewertung für Dritte oder der Verkauf von Eigentumswohnungen im Auftrag von Privatpersonen nicht zum Geschäftsmodell gehören.

Vorteile einer landeseigenen Gesellschaft

Als landeseigenes Unternehmen unterliegt die HOWOGE einer besonderen sozialen Verantwortung und politischen Richtlinien, die im Sinne der Mieter ausgestaltet sind. Dies bringt mehrere positive Aspekte mit sich:

  • Mietpreisstabilität: Die Mietpreise sind oft moderater als auf dem freien Markt, und Mieterhöhungen unterliegen strengeren Regeln als bei vielen privaten Vermietern. Das Unternehmen ist an Vereinbarungen mit dem Berliner Senat gebunden, die eine soziale Mietenpolitik sicherstellen sollen.
  • Sicherheit des Mietverhältnisses: Mieter bei landeseigenen Gesellschaften sind in der Regel gut vor Eigenbedarfskündigungen oder der Umwandlung ihrer Miet- in eine Eigentumswohnung geschützt. Dies bietet eine langfristige Wohnsicherheit, die bei privaten Investoren nicht immer gegeben ist.
  • Wohnungsangebot für breite Schichten: Ein signifikanter Teil der freiwerdenden Wohnungen wird an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein (WBS) vergeben, was den sozialen Auftrag des Unternehmens unterstreicht.
  • Bestandsentwicklung: Die HOWOGE investiert nicht nur in die Instandhaltung ihrer Immobilien, sondern ist auch ein aktiver Akteur im Neubau, was zur Linderung der Wohnungsknappheit in Berlin beiträgt.

Die Kehrseite: Herausforderungen und Kritikpunkte

Wo viel verwaltet wird, entstehen oft auch Reibungspunkte. Die Größe der HOWOGE und ihre quasi-behördliche Struktur bringen auch Nachteile mit sich, die potenzielle Mieter kennen sollten. Die allgemeine Online-Reputation der HOWOGE, basierend auf hunderten von Bewertungen, ist mit einem Durchschnitt von unter 3 von 5 Sternen durchwachsen. Während einige die Stabilität loben, kritisieren viele andere Aspekte des Mieteralltags.

Kommunikation und Service

Ein häufig genannter Kritikpunkt in Online-Bewertungen betrifft die Erreichbarkeit und die Reaktionszeiten des Kundenservice. Mieter berichten von Schwierigkeiten, bei Problemen oder Reparaturanfragen zeitnah eine Rückmeldung oder Lösung zu erhalten. Prozesse können als bürokratisch und langsam empfunden werden. Dies ist eine typische Herausforderung für große Organisationen, bei denen die direkte, persönliche Betreuung, die man von einem kleinen, privaten Vermieter erwarten könnte, oft fehlt. Die Online-Präsenz des spezifischen Standorts in der Lübecker Straße ist zudem minimal. Die wenigen vorhandenen Google-Bewertungen sind Jahre alt und mit Kommentaren wie „Gut“ wenig aussagekräftig, was es für Interessenten schwer macht, die Qualität des Services vor Ort einzuschätzen.

Zustand der Immobilien

Obwohl landeseigene Gesellschaften in Instandhaltung und Modernisierung investieren, gibt es Berichte von Mietern, die den Zustand ihrer Wohnungen bei Einzug als renovierungsbedürftig beschreiben. Verträge können Klauseln enthalten, die Renovierungsarbeiten wie das Streichen der Wände auf den neuen Mieter abwälzen. Dies sollte bei der Anmietung einer potenziell günstigeren Mietwohnung als möglicher Zusatzaufwand und -kostenfaktor einkalkuliert werden.

Der Standort Lübecker Str. 12 und der Bewerbungsprozess

Der physische Standort in Berlin-Moabit fungiert höchstwahrscheinlich als lokales Kundenzentrum oder Servicebüro für die Mieter im Umkreis. Für die eigentliche Wohnungssuche ist jedoch das zentrale Online-Portal der HOWOGE der Dreh- und Angelpunkt. Interessenten müssen sich dort registrieren, ihre Suchkriterien eingeben und können sich dann auf verfügbare Wohnungen bewerben. Eine persönliche Vorsprache im Büro ohne vorherige Online-Bewerbung führt selten zum Erfolg. Der Prozess ist stark standardisiert und digitalisiert, was Effizienz, aber auch eine gewisse Unpersönlichkeit mit sich bringt.

Fazit für potenzielle Kunden

Die „Immobilien Berlin“ in der Lübecker Straße ist in Wahrheit ein Zugangspunkt zur HOWOGE, einer der größten Vermieterinnen der Hauptstadt. Wer eine Mietwohnung ohne zusätzliche Maklerkosten sucht und Wert auf ein sicheres, langfristiges Mietverhältnis mit kalkulierbaren Mieten legt, ist hier an der richtigen Adresse. Die HOWOGE ist eine solide Wahl für alle, die eine stabile Hausverwaltung und die Sicherheit eines landeseigenen Unternehmens schätzen. Man sollte sich jedoch auf die Prozesse eines Großunternehmens einstellen: Die Wohnungssuche erfolgt primär online, die Kommunikation kann sich als langsam erweisen, und der Zustand einer Wohnung sollte bei der Besichtigung genau geprüft werden. Es ist keine Agentur für eine schnelle, flexible Suche nach einer Eigentumswohnung oder einer Kapitalanlage in Immobilien, sondern ein fundamentaler Pfeiler des öffentlichen Wohnungsangebots in Berlin.

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