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Immoscoring Immobilienverwaltung GmbH, ein Tochterunternehmen der Hausverwaltung Aures GmbH

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Münzgasse 28, 04107 Leipzig, Deutschland
Immobilienbüro
7.4 (56 Bewertungen)

Die Immoscoring Immobilienverwaltung GmbH, ansässig in der Münzgasse 28 in Leipzig und als Tochtergesellschaft der Hausverwaltung Aures GmbH tätig, ist ein etablierter Akteur auf dem lokalen Immobilienmarkt Leipzig. Das Unternehmen richtet sich laut eigener Darstellung vor allem an Kapitalanleger und verspricht einen umfassenden Service von der Objektakquise über die Entwicklung bis zum Verkauf. Doch die Erfahrungen von Kunden, insbesondere von Mietern, zeichnen ein komplexes und oft widersprüchliches Bild, das für potenzielle Geschäftspartner – seien es Immobilieneigentümer oder Mieter – eine sorgfältige Abwägung erfordert.

Ein zweischneidiges Schwert: Serviceversprechen vs. Kundenerfahrungen

Auf dem Papier präsentiert sich die Immoscoring GmbH als hochprofessioneller Partner. Das Unternehmen wirbt mit einem deutschlandweit einzigartigen Ratingsystem zur Objektzertifizierung, dem "Immoscore", das Investoren Transparenz hinsichtlich Rendite, Lage und Nachhaltigkeit bieten soll. Diese Fokussierung auf Kapitalanlage Immobilien und die Betreuung von privaten sowie institutionellen Anlegern suggeriert eine hohe Kompetenz in der strategischen Immobilienverwaltung. Eine ältere Bewertung eines Eigentümers stützt dieses Bild: Vor rund sieben Jahren lobte ein Kunde die effektiv strukturierten Prozesse und die schnelle Problemlösung, die ihm als Eigentümer den Rücken freihalte. Er erwähnte sogar positives Feedback von seinen Mietern, was auf eine damals funktionierende und zufriedenstellende Hausverwaltung hindeutet.

Dieses positive Zeugnis steht jedoch isoliert da und ist durch sein Alter in seiner Aussagekraft für die heutige Situation stark eingeschränkt. Die überwältigende Mehrheit der jüngeren Kundenrezensionen, die in den letzten ein bis drei Jahren verfasst wurden, erzählt eine gänzlich andere Geschichte und offenbart tiefgreifende Probleme, die sich wie ein roter Faden durch die Erfahrungen von Mietern ziehen.

Kommunikationsprobleme als zentrales Ärgernis

Das am häufigsten genannte und schwerwiegendste Problem ist die mangelhafte bis nicht existente Kommunikation. Mieter berichten einstimmig von einer frustrierenden Unerreichbarkeit der zuständigen Sachbearbeiter. E-Mails bleiben unbeantwortet, Rückrufbitten werden ignoriert und direkte Anrufe führen ins Leere. Ein besonders detaillierter Erfahrungsbericht schildert, dass die Mitarbeiterin am Empfang zwar stets freundlich und hilfsbereit sei, die Anliegen jedoch bei der Weiterleitung an die verantwortlichen Verwalter versanden. Über Monate hinweg wurde versucht, ein Anliegen zu klären, ohne jemals eine Rückmeldung von der zuständigen Person zu erhalten. Diese Erfahrungen deuten auf ein gravierendes internes Kommunikationsdefizit hin, das für Mieter, die auf eine funktionierende Verwaltung angewiesen sind, untragbar ist.

Vernachlässigung von Instandhaltung und Mängelbeseitigung

Die Kommunikationsbarriere hat direkte und schwerwiegende Folgen für den Zustand der verwalteten Objekte. Mehrere Rezensionen prangern an, dass gemeldete Mängel über Jahre hinweg nicht behoben werden. In einem Fall wurden bereits beim Einzug protokollierte Schäden während der gesamten zweijährigen Mietdauer ignoriert. Ein anderer Fall ist noch alarmierender: Eine schwangere Asthmatikerin berichtete von Schimmelbefall in ihrer Mietwohnung. Trotz wiederholter Meldungen und der offensichtlichen Gesundheitsgefahr für sie und ihre Familie sei keine Reaktion oder Hilfe seitens der Verwaltung erfolgt.

Ein besonders drastisches Beispiel schildert die Situation in einem Neubau, bei dem die Verwaltung offenbar völlig überfordert war. Zwei Jahre nach Einzug fehlte immer noch eine Hausnummer am Gebäude. Die Wohnung selbst wurde als unfertig beschrieben – ohne versiegelten Boden, ohne Türen und ohne Küche, obwohl vertraglich ein bezugsfertiger Zustand zugesichert worden war. Solche Zustände sind nicht nur ein Ärgernis, sondern stellen eine massive Verletzung der vertraglichen Pflichten einer Immobilienverwaltung dar und mindern die Wohnqualität erheblich.

Administrative Mängel und unprofessionelles Verhalten

Neben der Vernachlässigung der Bausubstanz werden auch erhebliche administrative Mängel kritisiert. Ein wiederkehrendes Thema ist die verzögerte Rückzahlung der Mietkaution. Ein ehemaliger Mieter wartete nach seinem Auszug über sechs Monate auf sein Geld und erhielt auf Nachfrage keine Antwort. Ebenso wird bemängelt, dass angeforderte Unterlagen, wie beispielsweise Rechnungen zur Einsicht für die Nebenkostenabrechnung, nicht zur Verfügung gestellt werden.

Besonders besorgniserregend ist der Vorwurf des unprofessionellen und beleidigenden Verhaltens. Ein Kunde berichtete, dass seine Frau von einem Mitarbeiter angeschrien und mit einer rassistischen Bemerkung konfrontiert wurde. Solche Vorfälle sind inakzeptabel und werfen ein sehr schlechtes Licht auf die Unternehmenskultur und den Respekt gegenüber den Mietern.

Was potenzielle Kunden beachten sollten

Für Immobilieneigentümer, die eine Verwaltung für ihre Kapitalanlage Immobilien suchen, stellt sich die Frage, ob die einst gelobte Effizienz noch existiert. Die massiven Probleme im Mieterkontakt könnten langfristig auch für Eigentümer nachteilig sein, da eine hohe Mieterunzufriedenheit zu häufigeren Wechseln und potenziellem Leerstand führen kann. Die Schwierigkeiten bei der Mängelbeseitigung deuten zudem auf Risiken bei der Werterhaltung der Immobilie hin.

Für Mietinteressenten ist höchste Vorsicht geboten. Die Fülle an negativen Berichten über mangelnde Kommunikation, ignorierte Instandhaltungspflichten und administrative Probleme ist ein deutliches Warnsignal. Die sehr eingeschränkten telefonischen Sprechzeiten der Muttergesellschaft Hausverwaltung Aures GmbH (Montag, Dienstag und Donnerstag von 11:00 bis 15:00 Uhr) bestätigen den Eindruck einer erschwerten Erreichbarkeit. Bevor man einen Mietvertrag für ein von der Immoscoring Immobilienverwaltung GmbH verwaltetes Objekt unterzeichnet, sollte man versuchen, die Erfahrungen aktueller Mieter im Haus einzuholen und alle Zusicherungen schriftlich und detailliert im Übergabeprotokoll festzuhalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Immoscoring Immobilienverwaltung GmbH ein Unternehmen mit zwei Gesichtern zu sein scheint. Während das Marketing und die Unternehmensdarstellung auf professionelle Betreuung von Investoren abzielen, zeigt die Realität im Mieteralltag laut zahlreichen Berichten ein Bild von Vernachlässigung und Nichterreichbarkeit. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist erheblich und sollte bei jeder Entscheidung für oder gegen eine Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen im Vordergrund stehen.

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