Startseite / Immobilienagenturen / Kreis- und Wohnungsbaugesellschaft

Kreis- und Wohnungsbaugesellschaft

Zurück
Moltkestraße 19, 84453 Mühldorf am Inn, Deutschland
Immobilienbüro
6.2 (16 Bewertungen)

Die Kreis- und Wohnungsbaugesellschaft mbH in Mühldorf am Inn, ansässig in der Moltkestraße 19, ist ein etabliertes Unternehmen im regionalen Immobilienmarkt. Gegründet im Jahr 1951 mit dem Ziel, die nach dem Krieg herrschende Wohnungsnot zu lindern, hat sich die Gesellschaft zu einer wichtigen Hausverwaltung mit einem Bestand von über 400 eigenen Wohnungen im Landkreis entwickelt. Ihr selbsterklärtes Ziel ist es, Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zu wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen anzubieten und dabei den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Dieses soziale Engagement ist charakteristisch für eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft, deren Aufgabe über die reine Profitmaximierung hinausgeht und die aktive Stadtentwicklung sowie die Versorgung von Bevölkerungsgruppen mit einschließt, die auf dem freien Markt Schwierigkeiten haben.

Das Leitbild und die Realität: Eine Analyse der Dienstleistungen

Auf ihrer Webseite präsentiert sich die Kreis- und Wohnungsbaugesellschaft als zuverlässiger Partner, der modernen und attraktiven Wohnraum schafft, mit einem besonderen Augenmerk auf Senioren und körperlich eingeschränkte Mitbürger. Sie listet ein breites Aufgabenspektrum auf, das von der Bewirtschaftung und Verwaltung über Modernisierungsmaßnahmen bis hin zum Neubau und zur Baubetreuung reicht. Ein Pilotprojekt für barrierearmes Wohnen an der Moltkestraße unterstreicht diesen Anspruch. Die Philosophie, den Mieter in den Mittelpunkt zu stellen und als soziales Regulativ gegen Mietpreissteigerungen zu wirken, ist ein lobenswertes Ziel. Dennoch zeichnen die verfügbaren Kundenrezensionen und einige operative Rahmenbedingungen ein deutlich anderes Bild, das potenzielle Mieter sorgfältig abwägen sollten.

Stärken und positive Aspekte

Trotz der überwiegend kritischen Rückmeldungen gibt es Hinweise auf positive Interaktionen. Eine ältere Bewertung aus der Zeit der Corona-Pandemie hebt eine höfliche und freundliche Kommunikation am Schalter hervor, obwohl das Büro für den direkten Zugang geschlossen war. Dies deutet darauf hin, dass es durchaus Mitarbeiter gibt, die sich um einen zuvorkommenden Umgang bemühen. Die lange Existenz des Unternehmens seit 1951 und die Tatsache, dass Mieter wie im Fall einer Bewertung 17 Jahre lang dort wohnen, spricht für eine gewisse Stabilität und eine grundlegende Funktionsfähigkeit in der Bereitstellung von Mietwohnungen. Als kommunales Unternehmen spielt es eine entscheidende Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum, was eine wichtige soziale Funktion in der Gemeinde darstellt.

Umfassende Kritikpunkte aus Mietersicht

Die Diskrepanz zwischen dem öffentlichen Anspruch und der von Mietern erlebten Realität ist jedoch erheblich und manifestiert sich in mehreren Kernbereichen. Potenzielle Kunden, die eine Wohnung mieten möchten, sollten sich dieser wiederholt genannten Probleme bewusst sein.

Kommunikation und Kundenservice

Ein zentraler und wiederkehrender Kritikpunkt ist die Art der Kommunikation. Mehrere Mieter beschreiben den Umgangston vonseiten der Verwaltung als beleidigend, herabwürdigend und respektlos. Es wird von einem Mitarbeiter berichtet, der am Telefon grundlos beleidigend wurde. Eine andere Erfahrung schildert, wie die Verhaltensregeln und die Hausordnung erst kurz vor dem Einzug offengelegt wurden, nachdem bereits finanzielle Verpflichtungen eingegangen wurden – ein Vorgehen, das Mieter unter erheblichen Druck setzt. Solche Erfahrungen stehen im krassen Gegensatz zum Leitbild, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Instandhaltung und Mängelbeseitigung

Ein weiterer schwerwiegender Vorwurf betrifft die Hausverwaltung und ihre Pflichten zur Instandhaltung der Immobilien. Ein Mieter berichtet, dass Schäden an Mietobjekten monatelang nicht behoben werden und E-Mails konsequent ignoriert werden, bis rechtliche Schritte eingeleitet werden. Dies deutet auf eine erhebliche Vernachlässigung der vertraglichen Pflichten hin und stellt ein großes Risiko für jeden dar, der eine gepflegte und funktionstüchtige Wohnung erwartet. Die Behauptung eines langjährigen Mieters, dass für seinen Nachmieter die Miete für eine 70 Jahre alte, unrenovierte Wohnung drastisch erhöht werden solle, wirft zudem Fragen über das Verhältnis von Mietpreis und Objektzustand auf.

Vertragspraktiken und Hausordnung

Besonders alarmierend sind Schilderungen über die Geschäftspraktiken. So wird berichtet, dass die erste Miete und die Kaution im Voraus bezahlt werden müssen, um überhaupt erst den Mietvertrag zu erhalten. Dieses Vorgehen beraubt den Mieter der Möglichkeit, den Vertrag in Ruhe zu prüfen, und setzt ihn unter Zugzwang. In einem Fall wurden erst nach dieser Vorauszahlung äußerst restriktive Regeln bekannt, wie etwa ein Verbot für Kinder, im Garten zu spielen. Solche intransparenten Praktiken und strengen Vorschriften können die Lebensqualität erheblich einschränken und stehen im Widerspruch zu einer mieterfreundlichen Verwaltung.

Erreichbarkeit und betriebliche Organisation

Ein sehr konkretes und für Berufstätige relevantes Problem sind die extrem eingeschränkten Öffnungszeiten. Die Geschäftsstelle ist laut den vorliegenden Informationen nur an zwei Vormittagen pro Woche für insgesamt sechs Stunden geöffnet (Dienstag und Donnerstag von 9:00 bis 12:00 Uhr). Diese minimale Erreichbarkeit erschwert die persönliche Klärung von Anliegen erheblich und kann die Lösung von Problemen unnötig verzögern. In einer Bewertung wird zudem von einer Flut von Anrufen seitens eines Dienstleisters berichtet, die von der Gesellschaft beauftragt wurde, was auf mangelhafte Koordination und fehlende Rücksichtnahme auf die Lebensumstände der Mieter (z.B. Schichtarbeit) hindeutet.

Fazit für potenzielle Mieter

Die Kreis- und Wohnungsbaugesellschaft Mühldorf am Inn erfüllt eine wichtige Funktion auf dem lokalen Immobilienmarkt, indem sie potenziell günstigeren Wohnraum anbietet. Ihr sozialer Auftrag ist von großer Bedeutung. Allerdings müssen Interessenten die Diskrepanz zwischen diesem Anspruch und der von Mietern geschilderten Realität sehr ernst nehmen. Die wiederholten und übereinstimmenden Berichte über mangelhaften Service, unzureichende Instandhaltung, problematische Kommunikationskultur und intransparente Vertragspraktiken sind signifikante Warnsignale. Wer überlegt, eine Immobilie von diesem Anbieter zu mieten, sollte eine umfassende Immobilienbewertung des angebotenen Objekts vornehmen und alle Vertragsdetails sowie die Hausordnung vorab schriftlich anfordern und sorgfältig prüfen. Die eingeschränkte Erreichbarkeit der Verwaltung sollte ebenfalls in die Entscheidung einbezogen werden. Es ist ein Unternehmen, das Stabilität bieten kann, aber von seinen Mietern offenbar ein hohes Maß an Geduld, Eigeninitiative und im Ernstfall auch juristische Durchsetzungskraft verlangt.

Weitere Geschäfte, die Sie interessieren könnten

Alle anzeigen