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Obbelode Immobilienverwaltungs GmbH

Obbelode Immobilienverwaltungs GmbH

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Robert-Koch-Straße 33, 45879 Gelsenkirchen, Deutschland
Immobilienbüro
8.2 (52 Bewertungen)

Die Obbelode Immobilienverwaltungs GmbH, ansässig in der Robert-Koch-Straße 33 in Gelsenkirchen, ist ein langjährig etabliertes Unternehmen in der regionalen Immobilienbranche. Mit Wurzeln, die bis in die 1980er Jahre zurückreichen und aus einer Steuerberatungskanzlei hervorgingen, hat sich das Unternehmen zu einem Anbieter mit einem breiten Dienstleistungsspektrum entwickelt. Dieses umfasst nicht nur die klassische Hausverwaltung für Mietobjekte und Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG-Verwaltung), sondern auch die Vermittlung von Kaufimmobilien und Mietwohnungen sowie die Immobilienbewertung. Das öffentliche Bild des Unternehmens, insbesondere basierend auf den Erfahrungen von Kunden, zeichnet jedoch ein sehr gespaltenes Bild, das eine differenzierte Betrachtung erfordert.

Leistungsspektrum und Unternehmensphilosophie

Auf ihrer Webseite präsentiert sich die Obbelode Immobilienverwaltungs GmbH als ganzheitlicher Partner rund um die Immobilie. Das erklärte Ziel ist es, Eigentümern die Verwaltung ihrer Mietobjekte abzunehmen und deren Wirtschaftlichkeit zu sichern. Für Interessenten, die eine Wohnung mieten oder ein Haus kaufen möchten, verspricht das Unternehmen eine umfassende und persönliche Betreuung, die über den reinen Vertragsabschluss hinausgeht. Die Firma betont ihre langjährige Erfahrung und die Kompetenz aus drei Generationen, um eine seriöse und professionelle Verwaltung zu gewährleisten. Ein Blick auf die Öffnungszeiten zeigt jedoch eine erste potenzielle Hürde: Die persönlichen Sprechzeiten im Büro sind relativ begrenzt und auf wenige Stunden an vier Tagen pro Woche beschränkt, während der Mittwoch gänzlich geschlossen ist. Dem stehen erweiterte Online-Servicezeiten gegenüber, die auf eine primär digitale oder telefonische Erreichbarkeit hindeuten.

Positive Aspekte aus Kundensicht

Trotz einer signifikanten Anzahl kritischer Stimmen gibt es durchaus positive Rückmeldungen, die nicht unerwähnt bleiben sollten. Eine Mieterin berichtet von einer grundsätzlich positiven Erfahrung, bei der ihre Anfragen größtenteils schnell und zufriedenstellend bearbeitet wurden. Sie macht deutlich, dass die Hausverwaltung nicht für Entscheidungen verantwortlich gemacht werden kann, die letztlich im Ermessen des Vermieters liegen. Dies unterstreicht einen wichtigen Aspekt der Immobilienverwaltung: die Rolle als Vermittler zwischen Mieter und Immobilieneigentümer. Für Eigentümer kann zudem der als sehr konsequent beschriebene Umgang mit Mietzahlungen und Mahnungen ein Vorteil sein. Ein proaktives Management von Forderungen sichert die Rentabilität einer Immobilie und ist ein Kernaspekt einer professionellen Verwaltung.

Schwerwiegende Kritikpunkte im Bereich der Mietverwaltung

Die Mehrheit der öffentlich zugänglichen und detaillierten Erfahrungsberichte konzentriert sich auf erhebliche Mängel, vor allem im Bereich der Mietverwaltung. Diese lassen sich in mehreren Kernbereichen zusammenfassen:

1. Kommunikation und Erreichbarkeit

Ein wiederkehrendes und zentrales Problem ist die mangelhafte Kommunikation. Mieter berichten von einer systematischen Unerreichbarkeit, bei der Anrufe, E-Mails und sogar Nachrichten über eine firmeneigene App ignoriert werden. Dieses Gefühl, als Mieter nicht gehört zu werden, führt zu erheblichem Frust. In einem besonders gravierenden Fall führte die schlechte interne Kommunikation dazu, dass ein wichtiger Termin für eine Wohnungsübergabe nicht an die ausziehenden Mieter weitergeleitet wurde, was nur durch Zufall über die Nachmieterin bekannt wurde. Solche Vorfälle deuten auf strukturelle Defizite in den internen Abläufen hin.

2. Mängelbehebung und Instandhaltung

Eng mit der schlechten Kommunikation verknüpft ist die langsame oder ausbleibende Reaktion auf Mängelmeldungen. Die Erfahrungsberichte zeichnen ein beunruhigendes Bild: von defekten und durchlaufenden Toilettenspülungen, die bei Einzug verschwiegen wurden, über verstopfte Abflussrohre, deren Reparatur sich tagelang verzögerte, bis hin zu einem kompletten Heizungsausfall bei Minusgraden, weil offenbar vergessen wurde, Heizöl zu bestellen. Solche Versäumnisse beeinträchtigen die Wohnqualität erheblich und stehen im Widerspruch zum Anspruch einer professionellen Hausverwaltung, die den Wert der Immobilie erhalten soll.

3. Finanzielle Abwicklung und Transparenz

Besonders kritisch wird der Umgang mit Finanzen bewertet, insbesondere die Kautionsrückzahlung. Ein ehemaliger Mieter beschreibt einen monatelangen Kampf um die Rückerstattung seiner Kaution nach dem Auszug. Erst nach mehrfacher Fristsetzung und der Androhung rechtlicher Schritte kam es zu einer Zahlung – die dann jedoch auf ein falsches Konto überwiesen wurde. Auch die Zustellung der Nebenkostenabrechnung scheint nicht immer proaktiv zu erfolgen. Eine Mieterin erfuhr erst auf Nachfrage von ihrer Abrechnung und einer damit verbundenen Mieterhöhung. Diese Punkte erzeugen bei Mietern Misstrauen und Unsicherheit.

4. Professionalität und Umgangston

Mehrere Berichte beklagen einen unprofessionellen und respektlosen Umgang. So wird von Mitarbeitern berichtet, die sich am Telefon über Kunden lustig gemacht haben sollen. Anstatt sich für solches Verhalten zu entschuldigen, soll das Unternehmen in einem Fall indirekt mit rechtlichen Schritten gedroht haben. Hinzu kommt der schwerwiegende Vorwurf, dass das Unternehmen und sein Tochterunternehmen, die ImmoService1 GmbH, sehr vermieterorientiert agieren und versuchen, negative Bewertungen im Internet zu unterdrücken oder löschen zu lassen. Diese Anschuldigungen, sollten sie zutreffen, werfen einen dunklen Schatten auf die Geschäftspraktiken des Unternehmens.

Fazit für potenzielle Kunden

Die Obbelode Immobilienverwaltungs GmbH stellt sich als ein facettenreiches Unternehmen dar. Für Immobilieneigentümer könnte die Firma aufgrund ihres scheinbar konsequenten Finanzmanagements und einer klaren Ausrichtung auf die Interessen des Vermieters eine attraktive Wahl sein. Die Sicherung der Mieteinnahmen scheint eine hohe Priorität zu genießen.

Für potenzielle Mieter hingegen ist Vorsicht geboten. Die Vielzahl an detaillierten und übereinstimmenden negativen Berichten über mangelnde Kommunikation, verzögerte Instandsetzungen und erhebliche Probleme bei der finanziellen Abwicklung (insbesondere der Kaution) ist ein deutliches Warnsignal. Wer Wert auf einen erreichbaren Ansprechpartner und eine schnelle Lösung von Problemen in seiner Mietwohnung legt, sollte die geschilderten Erfahrungen ernst nehmen. Es ist ratsam, alle Vereinbarungen und Mängelmeldungen akribisch schriftlich zu dokumentieren und sich im Zweifelsfall rechtlichen Beistand, beispielsweise durch einen Mieterschutzbund, zu sichern. Die im Raum stehenden Vorwürfe bezüglich unzulässiger Klauseln im Mietvertrag unterstreichen die Notwendigkeit einer sorgfältigen Prüfung aller Dokumente vor der Unterzeichnung.

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