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ODIN Immobilien Handels und Verwaltungsgesellschaft mbH

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De-Gasperi-Straße 3, 51469 Bergisch Gladbach, Deutschland
Immobilienbüro
4.6 (67 Bewertungen)

Die ODIN Immobilien Handels und Verwaltungsgesellschaft mbH, die am Markt oft unter dem Namen H+L Immobilien Verwaltungs- GmbH auftritt, ist ein etabliertes Unternehmen im Immobilienmarkt von Bergisch Gladbach. Mit Sitz in der De-Gasperi-Straße 3 bietet die Firma Dienstleistungen im Bereich der Hausverwaltung und der Immobilienvermittlung an. Auf ihrer Webseite gibt die H+L Immobilien an, über 800 Einheiten zu verwalten und legt Wert auf ein positives und vertrauensvolles Verhältnis zu ihren Mietern. Jedoch zeichnen die öffentlich zugänglichen Kundenbewertungen ein stark kontrastierendes Bild, das potenzielle Kunden – sowohl Mieter als auch Vermieter – zu einer sorgfältigen Abwägung veranlassen sollte.

Ein Blick auf die Unternehmensstruktur

Für Außenstehende kann die Namensgebung zunächst verwirrend sein. Während der offizielle Handelsregistereintrag und Google-Eintrag auf die ODIN Immobilien Handels und Verwaltungsgesellschaft mbH lauten, wird der operative Geschäftsbetrieb augenscheinlich unter H+L Immobilien Verwaltungs- GmbH geführt. Die Webseite der H+L Immobilien klärt diesen Sachverhalt teilweise auf: Nach internen Umstrukturierungen bei der ODIN Immobilien hat die H+L Immobilien ab Januar 2017 die Hausverwaltung für einen Teil der Objekte übernommen. Recherchen in Unternehmensregistern zeigen zudem, dass die ODIN Immobilien Handels- und Verwaltungsgesellschaft mbH seit August 2022 in Liquidation ist. Dies deutet darauf hin, dass die H&L Immobilien Verwaltungs GmbH die aktive Gesellschaft ist, die die Geschäfte weiterführt, was für Kunden wichtig ist zu wissen, wenn sie Verträge abschließen oder Ansprechpartner suchen.

Das Dienstleistungsversprechen gegenüber der Kundenrealität

Die H&L Immobilien beschreibt sich selbst als kompetenten Partner, der sich hingebungsvoll um die Belange der Mieter kümmert und einen fairen Umgang gewährleistet. Das Serviceangebot umfasst die komplette Objektverwaltung für Mietwohnung und Gewerbeimmobilien, aber auch Teilleistungen wie die Erstellung der Betriebskostenabrechnung oder die Weitervermietung. Dieses Selbstbild steht jedoch im scharfen Widerspruch zu den Erfahrungen, die zahlreiche Kunden in den letzten Jahren geteilt haben. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von nur 2,3 von 5 Sternen auf Basis von 36 Rezensionen wird ein klares negatives Stimmungsbild gezeichnet.

Schwerwiegende Vorwürfe im Bereich Kommunikation und Professionalität

Ein zentraler und wiederkehrender Kritikpunkt ist die mangelhafte bis nicht existente Kommunikation. Mehrere ehemalige Mieter und auch Eigentümer berichten von einer systematischen Ignoranz seitens der Verwaltung. Anfragen per Telefon oder E-Mail blieben unbeantwortet, und eine Reaktion erfolge oft erst, wenn mit rechtlichen Schritten oder einer Mietminderung gedroht wird. Dieses Verhalten wird als extrem unprofessionell und für ein Dienstleistungsunternehmen als inakzeptabel beschrieben. Ein Rezensent, der nach eigenen Angaben selbst vom Fach ist, äußert völliges Unverständnis darüber, wie eine Verwaltung mit einer derartigen Arbeitsweise existieren kann.

Besonders gravierend sind Berichte über unberechtigte und ungeprüfte Anschuldigungen. Ein Fall beschreibt, wie Mietern Diebstahl und Alkoholismus vorgeworfen wurde, ohne dass eine Anhörung oder eine faire Prüfung der Sachlage stattfand. Solche Vorkommnisse deuten auf erhebliche Defizite im Konfliktmanagement und im grundlegenden Umgang mit Vertragspartnern hin und untergraben das von der Firma propagierte "vertrauensvolle Verhältnis" fundamental.

Administrative Mängel: Nebenkostenabrechnung und Kaution

Zwei der heikelsten und finanziell relevantesten Themen im Mietverhältnis sind die jährliche Nebenkostenabrechnung und die Rückzahlung der Kaution nach Mietende. Genau in diesen Bereichen scheint die ODIN bzw. H&L Immobilien erhebliche Probleme zu haben, was für Kunden ein erhebliches finanzielles und rechtliches Risiko darstellt.

Verzögerungen bei der Nebenkostenabrechnung

Ein Kunde bemängelte im Juni 2024, die Nebenkostenabrechnungen für die Jahre 2021 und 2022 immer noch nicht erhalten zu haben. Dies ist ein klarer Verstoß gegen die gesetzlichen Vorgaben. Laut § 556 BGB muss ein Vermieter die Nebenkostenabrechnung spätestens zwölf Monate nach dem Ende des Abrechnungszeitraums zustellen. Versäumt der Vermieter diese Frist, kann er keine Nachzahlungen mehr vom Mieter fordern. Ein eventuelles Guthaben muss er dem Mieter jedoch trotzdem auszahlen. Solch massive Verzögerungen sind nicht nur rechtswidrig, sondern lassen auch auf eine chaotische Buchhaltung schließen und benachteiligen sowohl Mieter, die auf eine mögliche Rückzahlung warten, als auch Eigentümer, die ihre Ansprüche verlieren.

Probleme bei der Kautionsrückzahlung

Ein weiteres, häufig genanntes Ärgernis ist die verzögerte Rückzahlung der Kaution. Eine Rezension schildert, dass selbst die gesetzlich anerkannte Prüfungs- und Abrechnungsfrist von in der Regel drei bis sechs Monaten weit überschritten wurde und das Geld erst nach wiederholter Aufforderung und der Androhung rechtlicher Schritte gezahlt wurde. Zwar darf der Vermieter einen angemessenen Teil der Kaution für zu erwartende Nachzahlungen aus der noch ausstehenden Nebenkostenabrechnung einbehalten, jedoch scheint es hier systematisch zu unrechtmäßigen Verzögerungen der gesamten Summe zu kommen. Die gesetzliche Verjährungsfrist für den Anspruch auf Kautionsrückzahlung beträgt drei Jahre, was bedeutet, dass Mieter aktiv werden müssen, um ihr Geld nicht zu verlieren.

Fazit für potenzielle Kunden

Wer überlegt, eine Mietwohnung über die H&L Immobilien Verwaltungs- GmbH (ehemals ODIN Immobilien) anzumieten oder seine Immobilie von dieser Firma verwalten zu lassen, sollte eine umfassende Due Diligence durchführen. Das Unternehmen ist im regionalen Immobilienmarkt aktiv und verwaltet eine beträchtliche Anzahl von Objekten. Die Diskrepanz zwischen dem professionellen Webauftritt und den massiv negativen Kundenerfahrungen ist jedoch alarmierend.

Die dokumentierten Probleme sind nicht trivialer Natur, sondern betreffen Kernpflichten einer Hausverwaltung: Erreichbarkeit, professionelle Kommunikation, Konfliktlösung und die Einhaltung gesetzlicher Fristen bei finanziellen Abrechnungen. Insbesondere für Immobilieneigentümer, die eine zuverlässige Verwaltung suchen, um ihre Objekte werterhaltend zu betreuen und rechtssicher zu bewirtschaften, stellen die Berichte ein Warnsignal dar. Die wiederholten Hinweise auf die Notwendigkeit von anwaltlicher Hilfe oder der Androhung von Mietminderungen, um eine Reaktion zu erzielen, deuten auf ein tiefgreifendes, strukturelles Problem im Kundenservice hin. Wer sich für eine Zusammenarbeit entscheidet, sollte auf eine lückenlose Dokumentation aller Vorgänge und eine klare, schriftliche Kommunikation achten.

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