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Phoenix Homes, REVITALIS REAL ESTATE AG

Phoenix Homes, REVITALIS REAL ESTATE AG

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Theodor-Yorck-Straße 7 – 21, 21079 Hamburg, Deutschland
Immobilienbüro
6 (5 Bewertungen)

Bei der Betrachtung von Phoenix Homes, einem Projekt der REVITALIS REAL ESTATE AG in der Theodor-Yorck-Straße 7–21 in Hamburg-Harburg, ergibt sich ein vielschichtiges Bild, das für Immobiliensuchende von großem Interesse sein dürfte. Es handelt sich um ein modernes Wohnensemble, das im Rahmen der Entwicklung des Harburger Binnenhafens entstanden ist und sowohl attraktive Aspekte als auch ernstzunehmende Kritikpunkte aufweist, die potenzielle Mieter sorgfältig abwägen sollten.

Architektur und Wohnqualität der Neubauimmobilien

Auf den ersten Blick überzeugen die Phoenix Homes durch ihre moderne Architektur, die typisch für Neubauimmobilien in neu entwickelten Stadtquartieren ist. Die Gebäude präsentieren sich mit klaren Linien und ansprechenden Fassaden. Ein wesentlicher Pluspunkt, der von ehemaligen Mietern hervorgehoben wird, ist die Gestaltung der Wohnungen selbst. Große Fensterfronten sorgen für helle, lichtdurchflutete Räume und schaffen eine offene Wohnatmosphäre. In Kombination mit den verlegten Holzböden entsteht ein warmes und angenehmes Ambiente, das viele Menschen bei einer Wohnung mieten möchten. Für Familien war zudem die Entwicklung der unmittelbaren Wohnlage positiv: Die Ansiedlung eines Edeka-Supermarktes und die Schaffung eines Spielplatzes in der Straße erhöhten die Lebensqualität und förderten das nachbarschaftliche Miteinander.

Die Mietkonditionen wurden zumindest in einem Fall als fair empfunden. Eine 3,5-Zimmer-Wohnung mit 107 Quadratmetern kostete bis Anfang 2023 rund 1.180 Euro Kaltmiete. Dieser Preis wurde über sechs Jahre hinweg nicht erhöht, was auf eine stabile Kalkulation seitens des Eigentümers hindeutet. Für Interessenten, die eine genaue Immobilienbewertung ihrer potenziellen Mietkosten vornehmen, ist dies eine wichtige Information, wenngleich ein anderer, älterer Kommentar die Wohnungen pauschal als „teuer“ bezeichnet.

Kritikpunkte: Lärm, Ausstattung und Verwaltung

Trotz der positiven Aspekte gibt es eine Reihe von Nachteilen, die nicht unerwähnt bleiben dürfen. Ein zentraler und dauerhafter Kritikpunkt ist die erhebliche Lärmbelästigung. Durch die Nähe zum Hafen verkehren Containerbahnen rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Dieser Lärmpegel ist so hoch, dass Gespräche auf dem Balkon laut Berichten kaum möglich sind und an Schlaf bei geöffnetem Fenster nicht zu denken ist. Zwar bieten die modernen Fenster bei geschlossenem Zustand einen guten Schallschutz, doch wer Wert auf ruhige Momente im Freien oder frische Nachtluft legt, wird hier an seine Grenzen stoßen.

Ausstattung und Instandhaltung

Ein weiterer Punkt betrifft die versprochene „hochwertige“ Ausstattung. Ein ehemaliger Mieter merkte an, dass diese Angabe nur bedingt zutrifft und nannte als Beispiel eine Küche der Marke 'Zanker', die nicht dem Premium-Segment zuzuordnen ist. Dies verdeutlicht, dass die Wahrnehmung von Qualität subjektiv sein kann und Prospektangaben kritisch geprüft werden sollten. Darüber hinaus wurde ein wiederkehrendes Problem mit Silberfischchen im gesamten Gebäude erwähnt, was auf Mängel in der Bausubstanz oder im Feuchtigkeitsmanagement hindeuten könnte und für viele ein Ausschlusskriterium darstellt.

Herausforderungen mit der Hausverwaltung

Die schwerwiegendsten Kritikpunkte beziehen sich jedoch auf die Hausverwaltung und den allgemeinen Service. Die Erfahrungen reichen von Kommunikationsproblemen bis hin zu erheblichen Verzögerungen bei der Kautionsrückzahlung.

  • Hohe Fluktuation: Es wurde eine hohe Mieterfluktuation beobachtet, die das Gefühl einer anonymen, studentenwohnheimähnlichen Atmosphäre erzeugte und eine stabile Hausgemeinschaft erschwerte.
  • Schwierige Kommunikation: Bei der Kündigung war unklar, wer der richtige Ansprechpartner oder Eigentümer ist. Solche Unklarheiten können den Auszugsprozess unnötig verkomplizieren.
  • Umgang mit Mängeln: Besonders alarmierend ist die Schilderung, dass die Miete von Nachbarn erhöht wurde, nachdem diese Reparaturen angemeldet hatten. Dies schuf ein Klima des Misstrauens und führte zu dem Ratschlag unter Mietern, Mängel lieber selbst zu beheben, als die Immobilienverwaltung zu informieren. Ein solches Vorgehen ist für die langfristige Instandhaltung einer Kapitalanlage Immobilie problematisch.
  • Auszugsprozess: Der Hausmeister wurde als übergenau und „anstrengend“ beschrieben, der jede Kleinigkeit bemängelte, was für ausziehende Mieter zusätzlichen Stress, Zeit und Kosten verursachte.
  • Kautionsrückzahlung: Ein Mieter musste vier Monate auf die Rückzahlung seiner Kaution warten und diese mehrfach per E-Mail anmahnen. Gesetzliche Fristen werden hier offenbar nicht immer eingehalten.

Die Parkplatzsituation als entscheidender Faktor

Ein Ärgernis, das sich im Laufe der Zeit entwickelte, war die Parkplatzsituation. Anfangs gab es ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten im Viertel. Die spätere Einführung einer Parkraumbewirtschaftung mit Gebühren von 3 Euro pro Stunde an Werktagen veränderte die Lage drastisch. Da pro Haushalt nur ein Tiefgaragenstellplatz (gegen Gebühr) zur Verfügung steht, stellt dies Familien oder Paare mit zwei Autos vor erhebliche Probleme. Diese Entwicklung ist zwar Teil einer stadtweiten Politik, schmälert aber die Attraktivität des Wohnstandortes für Autofahrer erheblich.

Fazit für potenzielle Mieter

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Phoenix Homes der REVITALIS REAL ESTATE AG in Hamburg-Harburg ein zweischneidiges Schwert sind. Auf der einen Seite stehen moderne, helle Wohnungen in einem sich entwickelnden Stadtteil, die zu einem potenziell fairen Mietpreis angeboten werden. Dies könnte für Personen interessant sein, die eine zentrale, gut angebundene Eigentumswohnung-ähnliche Mietwohnung suchen und den urbanen, industriellen Charakter der Umgebung schätzen. Auf der anderen Seite stehen erhebliche Nachteile wie der permanente Lärm, die fragwürdigen Praktiken der Hausverwaltung und die angespannte Parksituation. Wer eine Wohnung mieten oder gar ein Objekt als Kapitalanlage Immobilien in Betracht zieht, sollte diese Punkte genauestens prüfen. Es ist ratsam, sich vor Vertragsabschluss über die aktuellen Ansprechpartner zu informieren, den Zustand der Wohnung detailliert zu dokumentieren und sich auf eine potenziell herausfordernde Kommunikation mit der Verwaltung einzustellen. Anders als ein klassischer Immobilienmakler, der zwischen den Parteien vermittelt, ist hier die direkte Beziehung zum Eigentümer bzw. dessen Verwaltung entscheidend für das Wohnerlebnis.

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