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roomments. Stuttgart

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Tunzhofer Str. 9-13, 70191 Stuttgart, Deutschland
Immobilienbüro
8.4 (72 Bewertungen)

Roomments. Stuttgart, ansässig in der Tunzhofer Straße 9-13, hat sich auf dem Stuttgarter Immobilienmarkt mit einem spezifischen Konzept positioniert: das Angebot von möblierten und unmöblierten Wohnungen, die sich primär an Geschäftsreisende, Neuankömmlinge oder Personen richten, die eine flexible Wohnlösung auf Zeit suchen. Dieses Geschäftsmodell der möblierten Apartments verspricht einen unkomplizierten Einzug und ein hohes Maß an Komfort, was in einer Stadt mit angespanntem Wohnungsmarkt für viele eine attraktive Option darstellt.

Der erste Eindruck: Vermittlung und Service

Die Erfahrungen potenzieller und bestehender Mieter mit roomments. Stuttgart zeichnen ein gespaltenes Bild, das stark von der jeweiligen Phase des Mietverhältnisses abhängt. Positiv hervorgehoben wird in einigen Berichten der Prozess der Wohnungssuche und -vermittlung. So wird von einer Maklerin berichtet, deren fachliche Kompetenz, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit während der Besichtigung als überzeugend empfunden wurde. Diese Schilderungen deuten darauf hin, dass der Erstkontakt und die Anmietung selbst professionell und kundenorientiert ablaufen können. Ebenso gibt es positive Rückmeldungen von Mietern, die in einer dringenden Situation schnell und unkompliziert mehrere Wohnungen anmieten konnten. Der Abwicklungsprozess wird als zügig und problemlos beschrieben, und die Kommunikation mit dem Team wird auch nach dem Einzug als hilfsbereit und entgegenkommend gelobt. Dies spricht für einen funktionierenden Vertrieb und eine anfänglich positive Kundenerfahrung, die für einen Immobilienmakler von entscheidender Bedeutung ist.

Die Realität des Wohnens: Verwaltung und Instandhaltung

Sobald der Mietvertrag unterzeichnet und der Einzug erfolgt ist, scheint sich das Bild für eine signifikante Anzahl von Mietern jedoch drastisch zu ändern. Ein zentraler und wiederkehrender Kritikpunkt ist die externe Hausverwaltung, die Firma Talyo. In Erfahrungsberichten wird die Erreichbarkeit dieser Verwaltung als katastrophal beschrieben. Mieter berichten von extrem langen Wartezeiten in Telefon-Hotlines, die bis zu anderthalb Stunden dauern können, oder von Anrufen, die nach einer gewissen Zeit automatisch beendet werden. Die Nutzung digitaler Kontaktmöglichkeiten wie Bots führt anscheinend zu keinerlei Reaktion. Diese Kommunikationsbarriere ist besonders gravierend, wenn es um die Meldung von Mängeln oder die Klärung dringender Probleme geht.

Weitere Kritikpunkte beziehen sich auf den Zustand der Mietwohnung bei der Übergabe. Es liegen Berichte über mangelhafte Reinigung vor. Ein Mieter schildert einen extremen Fall, bei dem zunächst eine von Bettwanzen befallene Wohnung übergeben wurde. Die als Alternative angebotene Wohnung sei ebenfalls nicht gereinigt gewesen, sodass Fäkalienreste des Vormieters und dessen Müll vorgefunden wurden. Solche Zustände bei der Wohnungsübergabe sind inakzeptabel und werfen Fragen bezüglich der Qualitätskontrolle auf. Auch die Qualität der Möblierung wird bemängelt, insbesondere stark verfleckte Matratzen und Bettwaren, die den Eindruck erwecken, seit Jahren nicht ausgetauscht worden zu sein.

Ein weiterer Aspekt, der die Wohnqualität beeinträchtigt, ist die angebliche mangelnde Durchsetzung der Hausordnung. Lärmbelästigung durch laute Musik, schreiende Personen im Innenhof und zuschlagende Türen – auch an Sonn- und Feiertagen sowie nachts – wird als häufiges Problem beschrieben, gegen das die Verwaltung offenbar nicht einschreitet. Zudem wird die Ausstattung der Gemeinschaftseinrichtungen als unzureichend empfunden. Drei Waschmaschinen für einen Wohnkomplex mit über 100 Wohneinheiten werden als deutlich zu wenig angesehen, was die Alltagsorganisation für die Bewohner erschwert.

Finanzielle und vertragliche Aspekte: Ein genauer Blick ist ratsam

Besonders alarmierend sind die zahlreichen und detaillierten Berichte über finanzielle Unregelmäßigkeiten und problematische Vertragsklauseln. Wer hier eine Wohnung mieten möchte, sollte die folgenden Punkte besonders sorgfältig prüfen.

Die Rückzahlung der Mietkaution

Der wohl am häufigsten und vehementesten kritisierte Punkt ist die Handhabung der Mietkaution. Mehrere ehemalige Mieter berichten übereinstimmend von extremen Verzögerungen bei der Rückzahlung. Zeiträume von sechs Monaten bis zu einem ganzen Jahr nach dem Auszug sind dokumentiert, in denen die Kaution nicht erstattet wurde. Die Kommunikation seitens der Hausverwaltung zu diesem Thema wird als blockierend beschrieben; auf Nachfragen werde entweder gar nicht oder abweisend reagiert, mit der Bitte, von weiteren Anfragen abzusehen. Dieses Vorgehen ist nicht nur für die betroffenen Mieter finanziell belastend, sondern untergräbt auch massiv das Vertrauen in die Seriosität des Vermieters und der Verwaltung.

Vertragsdetails: Indexmiete und Mietpreisbremse

Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft den Mietvertrag selbst. Es wird berichtet, dass eine Indexmiete zur Anwendung kommt. Diese Klausel koppelt die Miete an den Verbraucherpreisindex, was zu regelmäßigen, automatischen Mieterhöhungen führen kann. Kritisiert wird hierbei, dass diese für den Mieter potenziell nachteilige Regelung im Vorfeld nicht transparent kommuniziert, sondern erst im finalen Vertragsdokument offenbart wird.

Zudem wird der Vorwurf laut, dass das Konzept der möblierten Apartments gezielt genutzt wird, um die gesetzliche Mietpreisbremse zu umgehen. Für möblierte Wohnungen gelten Ausnahmeregelungen, die es dem Vermieter erlauben, einen Möblierungszuschlag zu erheben und somit potenziell höhere Mieten zu verlangen, als es der lokale Mietspiegel für vergleichbaren unmöblierten Wohnraum vorsehen würde. Dies führt zu einem Preisniveau, das von einigen Mietern als vollkommen überzogen wahrgenommen wird.

Die Nebenkostenabrechnung

Auch die Nebenkostenabrechnung sorgt für Unmut. Ein ehemaliger Mieter berichtet von einer Nachzahlung in Höhe von 700 Euro, obwohl er in einer Dreizimmerwohnung allein lebte, selten zu Hause war und bereits eine monatliche Vorauszahlung von 280 Euro leistete. Die Berechnung auf Basis von Festbeträgen, auf die der Mieter keinen Einfluss hat, wird hier als intransparent und problematisch kritisiert.

Fazit: Zwischen modernem Konzept und problematischer Umsetzung

Roomments. Stuttgart bietet ein auf den ersten Blick attraktives Produkt für eine spezifische Zielgruppe. Die Möglichkeit, schnell und unkompliziert eine möblierte Wohnung in zentraler Lage zu beziehen, ist ein klarer Vorteil. Die positiven Erfahrungen im Vermittlungsprozess zeigen, dass das Unternehmen in der Lage ist, einen professionellen Service zu bieten.

Allerdings stehen diesen Vorteilen schwerwiegende und wiederholt geäußerte Kritikpunkte gegenüber, die vor allem die Zeit nach der Vertragsunterzeichnung betreffen. Die Nichterreichbarkeit der Hausverwaltung, Mängel in der Sauberkeit und Instandhaltung der Immobilien sowie erhebliche finanzielle Unstimmigkeiten, insbesondere bei der Rückzahlung der Mietkaution und der Nebenkostenabrechnung, trüben das Gesamtbild erheblich. Die vertraglichen Gestaltungen rund um Indexmiete und die Umgehung der Mietpreisbremse erfordern von potenziellen Mietern eine erhöhte Wachsamkeit. Interessenten wird dringend empfohlen, den Mietvertrag bis ins kleinste Detail zu prüfen, Referenzen einzuholen und sich auf mögliche Kommunikationsschwierigkeiten mit der Verwaltung einzustellen. Die wiederholte Empfehlung ehemaliger Mieter, vor Vertragsabschluss eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen, sollte als deutliches Warnsignal verstanden werden.

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