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SABA – Private Immobilien-Rentengesellschaft mbH

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Leopoldstraße 244, 80807 München, Deutschland
Immobilienbüro

Die SABA - Private Immobilien-Rentengesellschaft mbH, mit Sitz in der prestigeträchtigen Leopoldstraße 244 in München, agiert in einem sehr speziellen und sensiblen Segment des Immobilienmarktes. Der Name selbst – „Immobilien-Rentengesellschaft“ – verrät bereits das Kerngeschäft: die Umwandlung von Immobilienvermögen in liquide Mittel, oft in Form einer Rente. Dieses Geschäftsmodell, bekannt als Immobilienverrentung, richtet sich primär an ältere Immobilieneigentümer, die in ihrem Eigenheim wohnen bleiben möchten, aber zusätzliches Kapital für ihren Lebensunterhalt, für Reisen, Pflege oder andere Ausgaben benötigen.

Das Konzept der Immobilienverrentung bei SABA

Das grundlegende Versprechen von Unternehmen wie SABA ist es, die finanzielle Lücke im Alter zu schließen, die viele Rentner trotz wertvollen Immobilienbesitzes spüren. Anstatt das Haus zu verkaufen und umzuziehen, bietet die Verrentung eine Möglichkeit, das „Betongold“ flüssig zu machen. Die SABA GmbH ist im Handelsregister München unter HRB 149344 eingetragen und ihr Geschäftszweck umfasst die Verwaltung sowie den An- und Verkauf von Leibrenten- und Erbbaurechten, was ihre Spezialisierung unterstreicht. Kunden treten ihr Eigentum ganz oder teilweise an das Unternehmen ab und erhalten im Gegenzug eine Einmalzahlung, eine monatliche Zusatzrente oder eine Kombination aus beidem.

Potenzielle Vorteile für Immobilieneigentümer

Für viele Senioren kann ein solches Modell eine attraktive Lösung darstellen, um die eigene finanzielle Freiheit im Alter zu sichern. Die zentralen Vorteile, die mit den Dienstleistungen einer Immobilien-Rentengesellschaft verbunden sind, liegen auf der Hand:

  • Liquidität ohne Umzug: Der wohl größte Vorteil ist die Möglichkeit, im vertrauten Zuhause wohnen zu bleiben. Das Unternehmen sichert dem Verkäufer in der Regel ein lebenslanges Wohnrecht oder ein noch umfassenderes Nießbrauchrecht zu. Letzteres erlaubt nicht nur das Wohnen, sondern theoretisch auch die Vermietung der Immobilie.
  • Sicheres Zusatzeinkommen: Die regelmäßigen Rentenzahlungen können die oft knappe gesetzliche Rente aufbessern und so den Lebensstandard sichern oder verbessern. Dies schafft finanzielle Planbarkeit.
  • Entlastung bei der Instandhaltung: Je nach Vertragsmodell kann der neue Eigentümer, also die SABA GmbH, für größere Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen verantwortlich sein. Dies entbindet die bisherigen Eigentümer von potenziell hohen und unerwarteten Kosten.
  • Klare Verhältnisse für Erben: In manchen Familiensituationen, insbesondere wenn keine direkten Erben vorhanden sind oder diese kein Interesse an der Immobilie haben, kann ein Verkauf an eine Rentengesellschaft eine saubere Lösung sein, um die Erbfolge zu regeln und Streitigkeiten zu vermeiden.

Kritische Aspekte und potenzielle Nachteile

Trotz der offensichtlichen Vorteile ist das Geschäftsmodell der Immobilienverrentung komplex und birgt erhebliche Risiken, die jeder potenzielle Kunde sorgfältig abwägen muss. Eine objektive Betrachtung erfordert die Analyse der Kehrseiten, die oft erst bei genauerem Hinsehen oder im Kleingedruckten der Verträge sichtbar werden.

Der Preis der Sicherheit: Finanzielle Einbußen

Ein zentraler und unvermeidbarer Nachteil ist, dass der Verkaufserlös deutlich unter dem tatsächlichen Marktwert der Immobilie liegt. Das Unternehmen kalkuliert seine Marge, das Risiko der Langlebigkeit des Verkäufers und den Wert des eingeräumten Wohn- oder Nießbrauchrechts in den Kaufpreis ein. Der Abschlag kann erheblich sein. Wer sich für eine Leibrente entscheidet, geht eine Wette auf die eigene Lebenserwartung ein. Ein frühzeitiger Tod bedeutet, dass die Immobilie weit unter Wert an das Unternehmen übergegangen ist.

Das Modell des Teilverkaufs: Eine besondere Kostenfalle

Einige Anbieter im Markt spezialisieren sich auf den sogenannten Teilverkauf Haus, bei dem nur ein Anteil der Immobilie (bis zu 50 %) verkauft wird. Auch wenn dies zunächst weniger endgültig klingt, warnen Verbraucherschützer und die Finanzaufsicht BaFin eindringlich vor den Tücken dieses Modells. Der Verkäufer erhält zwar Liquidität, muss aber fortan ein monatliches Nutzungsentgelt – quasi eine Miete – für den verkauften Anteil an den neuen Miteigentümer zahlen. Zudem bleibt er oft allein für die gesamten Instandhaltungskosten und die Grundsteuer verantwortlich. Ein Rückkauf des verkauften Anteils ist meist mit hohen Kosten verbunden und oft unrealistisch, was den Teilverkauf faktisch zum ersten Schritt des vollständigen Verkaufs macht.

Vertragliche Komplexität und die Notwendigkeit unabhängiger Beratung

Die Verträge zur Immobilienverrentung sind juristisch hochkomplex. Begriffe wie Nießbrauchrecht, Leibrente, Wohnrecht und deren Absicherung im Grundbuch sind für Laien schwer zu durchschauen. Es ist unerlässlich, vor der Unterzeichnung eine unabhängige rechtliche und finanzielle Beratung durch einen auf Immobilienrecht spezialisierten Anwalt oder Notar sowie einen Verbraucherschutzverband in Anspruch zu nehmen. Insbesondere die erstrangige Eintragung des Wohn- oder Nießbrauchrechts im Grundbuch ist von existenzieller Bedeutung, um im Falle einer Insolvenz des Unternehmens abgesichert zu sein.

Weitere zu bedenkende Risiken:

  • Verlust für die Erben: Die Immobilie steht nicht mehr oder nur noch zu einem geringeren Teil als Erbe zur Verfügung. Dies sollte offen in der Familie kommuniziert werden, um Konflikte zu vermeiden.
  • Geringe Flexibilität: Ein einmal geschlossener Vertrag ist kaum rückgängig zu machen. Ändern sich die Lebensumstände, zum Beispiel durch die Notwendigkeit eines Umzugs in ein Pflegeheim, kann dies zu komplizierten und nachteiligen Situationen führen.
  • Insolvenzrisiko des Anbieters: Obwohl eine Absicherung im Grundbuch Schutz bietet, kann die Insolvenz des Vertragspartners dennoch zu erheblichen rechtlichen Auseinandersetzungen führen.

Fazit: Für wen eignet sich das Angebot der SABA?

Die SABA - Private Immobilien-Rentengesellschaft mbH bietet mit der Immobilienverrentung eine Nischendienstleistung an, die für eine klar definierte Zielgruppe eine sinnvolle Lösung sein kann. Ideale Kandidaten sind in der Regel ältere Eigentümer einer weitgehend abbezahlten, höherwertigen Immobilie, die keine direkten Erben haben oder deren Erben finanziell versorgt sind und die eine stabile Zusatzrente zur Sicherung ihres Lebensstandards benötigen. Der Wunsch, unbedingt im gewohnten Umfeld zu bleiben, steht dabei im Vordergrund.

Allerdings ist dieser Weg mit erheblichen finanziellen Kompromissen und langfristigen Bindungen verbunden. Der Verkauf der eigenen Immobilie ist eine der weitreichendsten finanziellen Entscheidungen im Leben. Interessenten müssen sich bewusst sein, dass sie einen Teil ihres Vermögens gegen Sicherheit und Liquidität eintauschen. Eine umfassende Immobilienbewertung durch einen unabhängigen Gutachter im Vorfeld ist ebenso entscheidend wie die Prüfung alternativer Modelle, wie beispielsweise ein Seniorendarlehen oder eine Umkehrhypothek. Die Entscheidung für oder gegen ein Modell wie das von SABA angebotene sollte niemals unter Druck, sondern nur nach reiflicher Überlegung und eingeholter Expertenmeinung getroffen werden.

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