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Wohnungsbaugenossenschaft Uckermark Templin eG

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Zehdenicker Str. 10, 17268 Templin, Deutschland
Immobilienbüro
8.4 (56 Bewertungen)

Die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Uckermark Templin eG, gegründet 1957, ist einer der größten Akteure auf dem lokalen Immobilienmarkt in Templin. Als Genossenschaft verfolgt sie per Definition das Ziel, ihren Mitgliedern sicheren und sozial verantwortlichen Wohnraum zu bieten. Dieser Ansatz, bei dem Mieter gleichzeitig Mitglieder und somit Miteigentümer sind, verspricht Vorteile wie ein dauerhaftes Wohnrecht und eine Verwaltung, die nicht primär auf Gewinnmaximierung, sondern auf die Förderung ihrer Mitglieder ausgerichtet ist. Doch die Erfahrungen von Mietern und Wohnungssuchenden zeichnen ein vielschichtiges Bild, das von herausragendem Service bis hin zu schwerwiegenden Vorwürfen reicht.

Das genossenschaftliche Ideal: Gemeinschaft und Service

Einige Mitglieder berichten von durchweg positiven Erfahrungen, die das Leitbild der Genossenschaft widerspiegeln. So wird das Team als außerordentlich freundlich, hilfsbereit und professionell beschrieben. Eine Mieterin hebt hervor, dass man sich Zeit für ihre individuellen Bedürfnisse genommen habe, was zu einer schnellen und erfolgreichen Wohnungssuche führte. Die Kommunikation sei dabei stets transparent und zeitnah gewesen – ein entscheidender Faktor für jeden, der auf dem angespannten Wohnungsmarkt eine neue Bleibe sucht. Solche Berichte unterstreichen die Stärken einer gut funktionierenden Hausverwaltung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Darüber hinaus scheint die WBG den Gemeinschaftsgedanken aktiv zu pflegen. Eine ältere Bewertung bedankt sich ausdrücklich für eine liebevoll organisierte Kinderweihnachtsfeier, inklusive Programm und altersgerechten Geschenken. Veranstaltungen wie diese oder das jährliche Genossenschaftsfest sind es, die eine reine Mietbeziehung in eine lebendige Nachbarschaft verwandeln können und den sozialen Auftrag einer Genossenschaft mit Leben füllen.

Die Kehrseite: Kommunikationsprobleme und eingeschränkte Erreichbarkeit

Trotz dieser positiven Aspekte gibt es erhebliche Kritikpunkte, die potenzielle Mieter beachten sollten. Ein wiederkehrendes Thema ist die Kommunikation und Erreichbarkeit. Die offiziellen Sprechzeiten vor Ort sind auf wenige Stunden am Dienstag und Freitag beschränkt. Für Berufstätige kann dies eine Hürde darstellen. Zwar gibt es erweiterte Online-Servicezeiten, doch einige Erfahrungsberichte deuten darauf hin, dass Anfragen unbeantwortet bleiben. Eine Interessentin beklagt ein „unmögliches Verhalten“ und fehlende Reaktionen auf ihre Wohnungssuche, was den Eindruck erweckt, dass die Bearbeitung von Anliegen lückenhaft sein kann.

Vorwürfe der Intransparenz bei der Wohnungsvergabe

Schwerer wiegen die Vorwürfe, die sich auf die Fairness bei der Wohnungsvergabe beziehen. Eine alleinerziehende Mutter mit Kind und Hund berichtet von dem Gefühl, keine Chance auf eine passende Genossenschaftswohnung zu haben, obwohl augenscheinlich genügend Objekte leer stünden. Es entsteht der Eindruck, dass Wohnungen für „andere passende Leute“ zurückgehalten würden. Ein anderer ehemaliger Interessent beschreibt die Genossenschaft als „unzuverlässig“ und wirft ihr vor, sich ihrer Machtposition in der aktuellen Wohnungsnotlage bewusst zu sein. Diese Schilderungen kratzen am sozialen Image der WBG und werfen Fragen zur Transparenz ihrer Vergabekriterien auf. Die Klage über eine Miete von 1.700 Euro, die für einen Normalverdiener kaum zu stemmen sei, steht ebenfalls im Widerspruch zum genossenschaftlichen Gedanken des bezahlbaren Wohnraums.

Ein gravierender Fall: Mängelmanagement und Umgang mit Mietern

Besonders alarmierend ist ein sehr detaillierter Bericht eines ehemaligen Mieters, der massive Probleme im Umgang mit Baumängeln, insbesondere Schimmel, beschreibt. Nachdem in einer als „kernsaniert“ bezeichneten Wohnung Schimmel auftrat, sah sich der Mieter mit einer problematischen Vorgehensweise der Hausverwaltung konfrontiert.

Der Konflikt um die Ursache

Der Mieter, von Beruf Zimmermann, führte den Schimmel auf eine unzureichende energetische Sanierung zurück: Der Einbau dichter Isolierglasfenster ohne gleichzeitige Dämmung der Altbaufassade habe zu kalten Wänden und zwangsläufig zu Kondensation geführt. Eine nächtliche Abschaltung der Heizung habe das Problem verschärft. Die Reaktion der WBG war laut seiner Schilderung nicht lösungsorientiert. Statt die technischen Ursachen zu prüfen, wurde dem Mieter ein mehrseitiges Dokument über richtiges Heizen und Lüften ausgehändigt und ihm sogar unterstellt, den Schimmel aus der vorherigen Wohnung „mitgebracht“ zu haben.

Der Umgang mit der Beschwerde

Die Kommunikation in diesem Fall wird als zermürbend beschrieben. Es bedurfte wochenlangen Drängens, um überhaupt einen Termin mit der zuständigen Sachbearbeiterin zu erhalten. Selbst nach einer Messung vor Ort, bei der die von der WBG-Mitarbeiterin erhobenen Daten die Angaben des Mieters bestätigten, erfolgte keine schnelle Lösung. Stattdessen wurde eine Mietminderung abgelehnt und erneut auf das angebliche Fehlverhalten des Mieters verwiesen. Paradoxerweise wurde erst danach ein Heizungsfachmann beauftragt – ein Schritt, der die technischen Probleme indirekt bestätigte, die zuvor bestritten wurden. Der Mieter fasst seine Erfahrung mit den Worten „verbrecherische Organisation“ zusammen, die darauf baue, dass Mieter den Klageweg scheuen. Der Rat, den Schimmel selbst mit einem Haushaltsreiniger zu entfernen, rundet das Bild eines unprofessionellen Mängel- und Konfliktmanagements ab.

Fazit: Ein Unternehmen mit zwei Gesichtern

Die Wohnungsbaugenossenschaft Uckermark Templin eG präsentiert sich als ein Unternehmen mit zwei sehr unterschiedlichen Gesichtern. Auf der einen Seite steht das genossenschaftliche Versprechen von sicherem Wohnen, Gemeinschaftssinn und exzellentem Kundenservice, das von einigen Mitgliedern bestätigt wird. Auf der anderen Seite stehen schwerwiegende Vorwürfe bezüglich mangelnder Kommunikation, intransparenter Wohnungsvergabe und einem höchst problematischen Umgang mit ernsten Baumängeln wie Schimmelbefall. Potenzielle Mitglieder und Mieter sollten sich dieser Diskrepanz bewusst sein. Es ist ratsam, vor Abschluss eines Mietvertrages proaktiv das Gespräch zu suchen, die Kommunikationswege zu klären und sich über die Prozesse zur Schimmelbekämpfung und Mängelbeseitigung zu informieren. Die Entscheidung für eine Wohnung bei der WBG Templin sollte wohlüberlegt sein und die positiven Aspekte gegen die dokumentierten Risiken abwägen.

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