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Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Wittenberge mbH

Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Wittenberge mbH

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Parkstraße 90, 19322 Wittenberge, Deutschland
Immobilienbüro
6.2 (13 Bewertungen)

Die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Wittenberge mbH, kurz WGW, ist eine zentrale Säule auf dem lokalen Immobilienmarkt. Als kommunales Unternehmen verfolgt sie nicht nur wirtschaftliche Ziele, sondern trägt auch eine soziale Verantwortung für die Bereitstellung von Wohnraum. Mit einem beträchtlichen Portfolio von rund 2.700 Wohnungen, von denen 2.100 aktiv bewirtschaftet werden, prägt die WGW das Stadtbild und das Leben vieler Bürger maßgeblich. Ihr Angebot reicht von Plattenbauten in der Innenstadt bis hin zu umfassend sanierten Altbauten, die modernen Wohnkomfort in historischem Ambiente versprechen. Doch die Erfahrungen, die Mieter und Wohnungssuchende mit dieser Hausverwaltung machen, zeichnen ein stark polarisiertes Bild, das von ausgezeichnetem Service bis hin zu erheblicher Frustration reicht.

Das Angebot: Vielfalt und Engagement im Stadtbild

Ein unbestreitbarer Vorteil der WGW ist die Vielfalt ihres Angebots an Wohnimmobilien. Das Unternehmen ist sowohl mit Bauten aus der industriellen Großplattenbauweise als auch mit sorgfältig restaurierter Altbausubstanz im gesamten Stadtgebiet vertreten. Besonders hervorzuheben sind die Sanierungsprojekte in den Gründerzeitvierteln, wie etwa in der Goethestraße oder im Gebiet Havelberger Straße/Tivolistraße (Elbkarree). Hier ist es der WGW gelungen, historischen Charme mit modernen Annehmlichkeiten wie Aufzügen, Balkonen und zeitgemäßer Energetik zu verbinden. Diese Projekte sind nicht nur ein Gewinn für die Mieter, sondern tragen auch aktiv zur Aufwertung des städtischen Umfelds bei, was die WGW als wichtigen Akteur der Stadtentwicklung positioniert. Das Unternehmen zeigt zudem ökologisches Bewusstsein, indem es beispielsweise in Photovoltaik-Anlagen und eine E-Dienstwagenflotte investiert, um den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren.

Positive Kundenerfahrungen als Beleg für Servicepotential

Trotz vieler Kritikpunkte gibt es auch sehr positive Rückmeldungen, die zeigen, dass die WGW in der Lage ist, einen exzellenten Service zu bieten. Ein Mieter lobt explizit die Professionalität, Glaubwürdigkeit und das Verständnis der Mitarbeiter für Probleme in der Unterkunft. Er hebt hervor, dass das Unternehmen auf die Bedürfnisse der Mieter eingehe und der Umgang stets angenehm sei. Namentlich wird ein Herr Paul Köppen für seine hervorragende Arbeit gedankt, der laut Recherchen als Teamleiter für die Wohnungswirtschaft tätig ist. Diese Erfahrung deutet darauf hin, dass es innerhalb des Unternehmens Mitarbeiter gibt, die sich durch hohe Serviceorientierung und Kompetenz auszeichnen. Auch eine bereits acht Jahre alte Bewertung spricht von guter Beratung und Zuverlässigkeit, was darauf schließen lässt, dass das Potential für eine positive Kundenbeziehung bei der WGW grundsätzlich vorhanden ist.

Die Kehrseite: Scharfe Kritik an Service und Vorgehen

Im starken Kontrast zu den positiven Stimmen stehen mehrere äußerst kritische Bewertungen, die ein negatives Licht auf die WGW werfen. Ein wiederkehrendes Thema ist die Unfreundlichkeit von Mitarbeitern. Ein ehemaliger Interessent vergibt die niedrigste Bewertung mit dem Kommentar „Total unfreundlich“ und benennt explizit eine Mitarbeiterin, Frau Schade, als Grund für seine Unzufriedenheit. Eine solche namentliche Nennung in einer öffentlichen Kritik ist ein starkes Indiz für eine tiefgreifende negative Erfahrung im Prozess der Wohnungssuche.

Schwerwiegende Vorwürfe im Vergabeprozess

Besonders alarmierend ist die Schilderung einer Familie, die nach eigenen Angaben kurz vor der Wohnungslosigkeit stand. Sie berichtet, einen Termin für ein Mietangebot erhalten zu haben, nur um dann vor Ort abgewiesen und auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet zu werden. Der Grund sei gewesen, dass man sich noch einen anderen Bewerber – eine Person in Trennung – ansehen wolle, welcher letztlich den Vorzug erhalten habe. Die Familie äußert ihr Unverständnis darüber, dass ihre Notlage, in der den Kindern eine Unterbringung im Heim drohte, bei der Entscheidung offenbar keine Rolle spielte. Sollte sich dieser Vorfall so zugetragen haben, wirft er ernste Fragen bezüglich der Vergabekriterien und der sozialen Verantwortung der WGW auf. Für ein kommunales Unternehmen, von dem man eine besondere Sensibilität für soziale Härtefälle erwartet, wäre ein solches Vorgehen bei der Wohnungsvermietung kaum zu rechtfertigen.

Eine Analyse für potenzielle Kunden

Für jemanden, der in Wittenberge auf der Suche nach einer Mietwohnung ist, stellt sich die WGW als ein Unternehmen mit zwei Gesichtern dar. Einerseits ist sie ein unverzichtbarer Anbieter, der eine breite Palette an Wohnungen, einschließlich bezahlbarer Wohnraum in sanierten Objekten, zur Verfügung stellt. Andererseits scheint die Qualität des Kundenservices stark von der jeweiligen Kontaktperson abzuhängen. Die Kundenerfahrungen deuten auf eine erhebliche Inkonsistenz in der Servicequalität hin – von hochgelobter Professionalität (Herr Paul) bis hin zu als unfreundlich empfundener Abfertigung (Frau Schade).

Was bedeutet das für Ihre Wohnungssuche?

Potenzielle Mieter sollten sich auf eine gemischte Erfahrung einstellen. Es ist ratsam, sich gut vorzubereiten und bei der Kommunikation mit der WGW sachlich und bestimmt aufzutreten. Angesichts der geschilderten Erfahrungen im Vergabeprozess ist es empfehlenswert, alle Absprachen und Zusagen schriftlich festzuhalten. Der persönliche Eindruck vor Ort und der Umgang des zuständigen Sachbearbeiters können entscheidend sein. Die Öffnungszeiten sind werktags regulär, mit einem verlängerten Sprechtag am Dienstag bis 17:45 Uhr, was Berufstätigen entgegenkommt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Wittenberge mbH ein zentraler, aber auch komplexer Akteur auf dem lokalen Immobilien-Sektor ist. Ihr Engagement in der Stadtsanierung und ihr vielfältiges Wohnungsangebot sind klare Pluspunkte. Die erheblichen Defizite im Kundenservice und die schwerwiegenden Vorwürfe bezüglich der Vergabepraxis trüben dieses Bild jedoch erheblich. Wer einen Mietvertrag mit der WGW anstrebt, sollte sich dieser Diskrepanz bewusst sein und mit einer realistischen Erwartungshaltung in den Prozess gehen. Die Hoffnung auf eine positive Erfahrung ist berechtigt, aber eine Vorbereitung auf mögliche Schwierigkeiten ist ebenso angeraten.

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