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CAPERA Immobilien Service GmbH

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Arnulfstraße 37, 80636 München, Deutschland
Immobilienbüro
3.4 (104 Bewertungen)

Die CAPERA Immobilien Service GmbH, mit ihrem Münchner Standort in der Arnulfstraße 37, präsentiert sich als ein bundesweit agierender Dienstleister im Bereich der Immobilienverwaltung. Das Unternehmen richtet sich laut eigener Darstellung sowohl an Mieter als auch an Immobilieneigentümer, Asset Manager und Fondsinitiatoren und verspricht eine ganzheitliche Betreuung von Immobilienportfolios. Das angebotene Leistungsspektrum ist breit gefächert und umfasst klassische Aufgaben wie die WEG-Verwaltung, die Mietverwaltung für Wohn- und Gewerbeimmobilien, das Erstellen von Nebenkostenabrechnungen sowie ein umfassendes Instandsetzungs-Management. Mit mehreren Standorten in ganz Deutschland, darunter die Niederlassung in München, suggeriert das Unternehmen Professionalität, regionale Kompetenz und eine engmaschige Betreuung der anvertrauten Objekte. Auf ihrer Webseite wirbt CAPERA mit Werten wie Integrität, Respekt und Professionalität und stellt den Anspruch, für Mieter und Eigentümer stets erreichbar zu sein.

Die Realität im Spiegel der Kundenbewertungen

Trotz des professionellen Auftritts zeichnen die öffentlich zugänglichen Kunden- und Mietererfahrungen ein drastisch anderes Bild. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von nur 1,7 von 5 Sternen auf Google, basierend auf über 50 Rezensionen, ergibt sich ein deutliches Muster an Unzufriedenheit. Die Kritikpunkte sind dabei wiederkehrend und von erheblicher Tragweite für jeden, der eine Mietwohnung sucht oder seine Immobilie in professionelle Hände geben möchte.

Kommunikation als zentrales Problemfeld

Ein roter Faden, der sich durch nahezu alle negativen Bewertungen zieht, ist die mangelhafte bis nicht existente Kommunikation. Mieter berichten übereinstimmend von massiven Schwierigkeiten, überhaupt einen zuständigen Ansprechpartner zu erreichen. Anrufe bei der Hausverwaltung landen demnach häufig in einer Endlosschleife, bei einer allgemeinen „Teamassistenz“, die Anliegen lediglich weiterleiten kann, oder direkt auf einer Mailbox. Eine direkte telefonische Erreichbarkeit der zuständigen Hausverwalter scheint kaum gegeben zu sein. E-Mails bleiben laut zahlreichen Schilderungen wochen- oder sogar monatelang unbeantwortet. Diese Kommunikationsbarriere wird als besonders frustrierend empfunden, da sie die Lösung dringender Probleme von vornherein verhindert und Mieter mit ihren Anliegen allein lässt.

Schwerwiegende Mängel in der Instandhaltung und Problembehebung

Die Folgen der schlechten Erreichbarkeit manifestieren sich vor allem im Umgang mit Mängeln und Schäden an den verwalteten Objekten. Die Erfahrungsberichte sind voll von Beispielen, die weit über kleinere Schönheitsreparaturen hinausgehen und die Wohnqualität sowie die Gesundheit der Bewohner direkt beeinträchtigen.

Beispiele aus der Praxis von Mietern:

  • Wasserschaden und Schimmelbildung: Ein besonders gravierender Fall beschreibt einen Wasserschaden, bei dem über zwei Wochen lang Wasser ungehindert in eine Wand lief. Die Hausverwaltung sei weder erreichbar gewesen noch habe sie Interesse gezeigt. Monate später waren die Wände immer noch offen, und das Problem der Schimmelbildung wurde nicht nachhaltig gelöst. Ein solches Vorgehen stellt nicht nur eine Verletzung der Pflicht zur Instandhaltung dar, sondern gefährdet auch die Gesundheit der Mieter.
  • Andauernde Baumängel: In anderen Berichten ist von seit Jahren nicht reparierten, undichten Fenstern und Schimmel im Keller von Neubauten die Rede. Solche Zustände deuten auf eine systematische Vernachlässigung der Bausubstanz hin, was langfristig zu einem erheblichen Wertverlust der Immobilie führen kann – ein wichtiger Aspekt für Eigentümer, die CAPERA mit der Immobilienverwaltung beauftragen.
  • Verzögerung bei der Grundversorgung: Selbst grundlegende Dinge wie die Übergabe eines Schlüssels für einen gemieteten Stellplatz dauerten in einem Fall über drei Monate. Solche Verzögerungen zeigen eine unprofessionelle und chaotische Organisation, die den Alltag der Mieter unnötig erschwert.

Die geschilderte Vorgehensweise wird von Betroffenen als eine Taktik des „Verschleppens, Aussitzens und Abwälzens von Verantwortung“ beschrieben. Während die Behebung von Mängeln auf die lange Bank geschoben wird, funktioniere das Mahnwesen bei Zahlungsaufforderungen hingegen tadellos und automatisiert. Dieser Kontrast verstärkt den Eindruck, dass die Interessen der Mieter eine untergeordnete Rolle spielen.

Finanzielle und rechtliche Unregelmäßigkeiten

Neben den Problemen bei der Instandhaltung werden auch schwerwiegende Vorwürfe im finanziellen und rechtlichen Bereich erhoben. Diese betreffen insbesondere die Abwicklung nach Beendigung des Mietverhältnisses und werfen ein kritisches Licht auf die Seriosität des Unternehmens.

Die Problematik der Mietkaution

Ein besonders alarmierender Bericht schildert den Fall einer nicht zurückgezahlten Kaution. Obwohl die Wohnung in einwandfreiem Zustand übergeben wurde und am selben Tag ein neuer Mieter einzog, wartete der Vormieter über sieben Monate nach Auszug noch auf sein Geld. Die gesetzliche Frist für die Rückzahlung der Kaution beträgt in der Regel maximal sechs Monate. Laut der Schilderung reagierte das Unternehmen weder auf Nachrichten noch auf ein formelles Anwaltsschreiben. Der Fall wurde schließlich an die Verbraucherzentrale übergeben. Ein solches Verhalten ist nicht nur unethisch, sondern stellt einen klaren Rechtsverstoß dar und kann für Betroffene erhebliche finanzielle Schwierigkeiten bedeuten. Potenzielle Mieter sollten dieses Risiko bei der Anmietung einer von CAPERA verwalteten Wohnung im Hinterkopf behalten.

Fragwürdige Zahlungsaufforderungen

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft Mahnungen, die anscheinend auch noch Monate nach der Kündigung und dem Auszug aus einer Wohnung versendet werden. Dies, kombiniert mit der Nichterreichbarkeit der Verwaltung, führt zu großer Verunsicherung und Frustration bei ehemaligen Mietern und deutet auf erhebliche Mängel in den internen administrativen Prozessen hin.

Fazit für potenzielle Kunden

Die Diskrepanz zwischen dem Selbstanspruch der CAPERA Immobilien Service GmbH als professioneller Partner für Immobilien und den geschilderten Erfahrungen von Mietern ist erheblich. Während das Unternehmen auf seiner Webseite ein breites Dienstleistungsportfolio und eine kundenorientierte Arbeitsweise verspricht, deuten die zahlreichen negativen Bewertungen auf tiefgreifende, strukturelle Probleme hin. Die Kernthemen sind eine nahezu unmögliche Kommunikation, eine massive Vernachlässigung von Instandhaltungspflichten bis hin zu gesundheitsgefährdenden Zuständen und ein fragwürdiger Umgang mit finanziellen und rechtlichen Verpflichtungen wie der Rückzahlung der Kaution.

Für Personen auf Wohnungssuche bedeutet ein Mietvertrag mit CAPERA als Verwaltung potenziell ein hohes Risiko. Es besteht die Gefahr, bei Mängeln oder Problemen auf sich allein gestellt zu sein und seine Rechte nur mit erheblichem Aufwand oder gar anwaltlicher Hilfe durchsetzen zu können. Für Immobilieneigentümer, die eine zuverlässige Hausverwaltung suchen, werfen diese Berichte ebenfalls ernste Fragen auf. Eine Verwaltung, die Mieter systematisch ignoriert und die Bausubstanz vernachlässigt, arbeitet letztlich gegen den Werterhalt der Immobilie und riskiert kostspielige Rechtsstreitigkeiten. Die Entscheidung für oder gegen eine Zusammenarbeit mit diesem Immobilienmakler und -verwalter sollte daher nach sorgfältiger Abwägung dieser öffentlich dokumentierten Erfahrungen getroffen werden.

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