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LEG Wohnen NRW GmbH

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Himmelsberg 33, 46286 Dorsten, Deutschland
Immobilienbüro
4.6 (67 Bewertungen)

Die LEG Wohnen NRW GmbH, ansässig am Himmelsberg 33 in Dorsten, ist Teil der LEG Immobilien SE, einem der größten börsennotierten Wohnungsunternehmen in Deutschland. Mit einem Portfolio von rund 167.000 Mietwohnungen und etwa 500.000 Bewohnern, hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen, tritt das Unternehmen mit dem Anspruch an, breiten Schichten der Bevölkerung guten und fairen Wohnraum zu bieten. Für potenzielle Mieter in Dorsten stellt sich jedoch die Frage, ob die Realität vor Ort diesem Anspruch gerecht wird. Eine detaillierte Analyse der verfügbaren Informationen und Kundenrezensionen zeichnet ein sehr widersprüchliches und überwiegend problematisches Bild.

Erreichbarkeit und Kommunikation: Eine signifikante Hürde

Ein erster kritischer Punkt, der bei der Betrachtung des Standortes in Dorsten sofort ins Auge sticht, sind die extrem eingeschränkten Öffnungszeiten. Laut den offiziellen Angaben ist das Büro lediglich montags von 09:00 bis 09:30 Uhr und freitags von 11:00 bis 11:30 Uhr geöffnet. Diese minimale Präsenzzeit von insgesamt nur einer Stunde pro Woche stellt für Mieter, die ein persönliches Anliegen klären möchten, eine erhebliche Barriere dar. Während das Unternehmen auf seiner Webseite diverse digitale Kontaktmöglichkeiten wie ein Kundenportal, eine Mieter-App und einen zentralen Telefonservice bewirbt, deuten zahlreiche Erfahrungsberichte darauf hin, dass die tatsächliche Erreichbarkeit und Reaktionsgeschwindigkeit mangelhaft sind. Ein Mieter beschreibt das Unternehmen als „arrogant und überheblich“ und berichtet, dass wiederholte Kontaktaufnahmen über die Service-Adresse unbeantwortet blieben. Diese Erfahrungen legen nahe, dass die Kommunikationsstruktur der Hausverwaltung trotz digitaler Angebote in der Praxis Lücken aufweist und Mieter sich oft alleingelassen fühlen.

Zustand der Immobilien: Wiederkehrende Berichte über gravierende Mängel

Der wohl schwerwiegendste und am häufigsten genannte Kritikpunkt betrifft den Zustand der Immobilien. Insbesondere das Thema Schimmel scheint ein systematisches Problem zu sein. Mehrere Rezensionen prangern das Vorkommen von starkem Schwarzschimmel an, selbst in Wohnungen, die an Familien mit Kindern vermietet werden. Ein besonders besorgniserregender Vorwurf lautet, dass bei Renovierungen der Schimmel lediglich überstrichen, aber nicht fachgerecht saniert wird. Diese Praxis würde nicht nur den Mangel verschleiern, sondern stellt auch eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung für die Bewohner dar. Auch an anderen Standorten gibt es Berichte über Mieterproteste wegen unzumutbarer Wohnverhältnisse, die von Schimmel bis hin zu Müllbergen und ungepflegten Anlagen reichen. Ein Mieter fasst die Frustration so zusammen, dass quasi jede vermietete Wohnung entweder Schimmel- oder Heizungsprobleme aufweise und Anrufe zur Mängelbehebung ins Leere laufen. Neben Schimmel werden auch andere Instandhaltungsprobleme bemängelt:

  • Monatelanges Warten auf die Reparatur eines Rollos.
  • Eine bei Regen unter Wasser stehende Garage, bei der nach einer ersten Besichtigung keine weiteren Maßnahmen ergriffen wurden.
  • Heizungsprobleme, die nicht oder nur schleppend behoben werden.

Diese Schilderungen erwecken den Eindruck, dass Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen willkürlich und unzuverlässig gehandhabt werden – ein Mieter beschrieb es treffend als „russisches Roulette“. Für jeden, der eine Wohnung mieten möchte, ist eine gründliche und kritische Besichtigung des Objekts daher unerlässlich. Eine professionelle Immobilienbewertung des Zustands vor Unterzeichnung eines Mietvertrags könnte ratsam sein.

Finanzielle und administrative Abwicklung

Auch im administrativen und finanziellen Bereich scheint es erhebliche Schwierigkeiten zu geben. Ein besonders heikler Punkt ist die Handhabung der Mietkaution. In einem Fall wird berichtet, dass die Kaution nach dem Tod der Mieterin und ordnungsgemäßer Wohnungsübergabe monatelang ohne Angabe von Gründen einbehalten wurde. Dies ist ein gravierender Vorwurf, da die Rückzahlung der Kaution gesetzlich geregelt ist und ein solches Vorgehen das Vertrauensverhältnis zwischen Vermieter und Mieter nachhaltig stört. Ein anderer Mieter fordert öffentlich die Rückzahlung eines Restbetrags von über 670 Euro und droht mit einer Beschwerde. Solche Vorfälle deuten auf potenzielle Schwachstellen in der Buchhaltung und im Forderungsmanagement des Unternehmens hin und werfen die Frage auf, wie zuverlässig beispielsweise die jährliche Nebenkostenabrechnung erstellt wird.

Einziger Lichtblick: Die Freundlichkeit der Mitarbeiter

Inmitten der überwältigenden Kritik findet sich eine einzige positive Anmerkung. Ein Rezensent, der das Unternehmen ansonsten scharf für die Vermietung von Schimmelwohnungen kritisiert, vergibt zwei statt einem Stern explizit für das „freundliche Auftreten“ der Mitarbeiter. Dies könnte darauf hindeuten, dass der persönliche Kontakt vor Ort, wenn er denn zustande kommt, als angenehm empfunden wird. Diese Freundlichkeit scheint jedoch im Widerspruch zur mangelnden Problemlösungskompetenz und der als arrogant empfundenen Haltung der Gesamtorganisation zu stehen. Für potenzielle Kunden ist dies ein schwacher Trost, wenn grundlegende Probleme wie die Instandhaltung der Mietwohnung oder die finanzielle Abwicklung nicht zufriedenstellend funktionieren.

Fazit für Wohnungssuchende

Wer in Dorsten und Umgebung auf der Suche nach einer Mietwohnung ist und auf Angebote der LEG Wohnen NRW GmbH stößt, sollte mit großer Vorsicht agieren. Als Teil eines der führenden deutschen Wohnungsunternehmen verwaltet die LEG ein breites Portfolio an Immobilien. Die dokumentierten Erfahrungen von Mietern am Standort Dorsten und auch an anderen Orten zeichnen jedoch ein Bild von erheblichen Risiken. Die massiven Probleme in den Bereichen Kommunikation, Instandhaltung (insbesondere Schimmel) und finanzielle Abwicklung sind schwerwiegend.

Interessenten sollten vor der Unterzeichnung eines Mietvertrag eine äußerst gründliche Prüfung der Wohnung vornehmen, idealerweise mit einem sachverständigen Zeugen. Es empfiehlt sich, den Zustand detailliert im Übergabeprotokoll festzuhalten und auf eine schnelle und fachgerechte Beseitigung eventueller Mängel zu bestehen. Die Erfahrungen anderer Mieter deuten darauf hin, dass Hartnäckigkeit und möglicherweise die Unterstützung durch einen Mieterschutzverein notwendig sein könnten, um seine Rechte durchzusetzen. Die scheinbare Freundlichkeit einzelner Mitarbeiter kann die systemischen Mängel in der Verwaltung und Instandhaltung nicht aufwiegen.

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